Der Sandmann

 

 

 

 


Uraufführung:
25.8.2011
Regie: Peter Luisi
Darsteller: Fabian Krüger, Irene Brügger, Florine Deplazes, Beat Schlatter u. a… 


Handlung:

Sandra (Irene Brügger) träumt vom grossen Auftritt

Philatelist Benno (Fabian Krüger) ist ein Arschloch wie es im Buche steht. Der gescheiterte Dirigent lügt dass sich die Balken biegen, und benimmt sich seinen Mitmenschen gegenüber äusserst arrogant. Am schlimmsten trifft es Sandra (Irene Brügger aka Frölein Da Capo), die direkt unter seiner Wohnung ein kleines Café betreibt, und von einer Karriere als Solomusikerin träumt. Er lässt keine Gelegenheit aus, sie aufs übelste zu beschimpfen und fertig zu machen.

Eines Morgens wacht Benno neben einer Handvoll Sand auf. Erst denkt er sich nichts dabei, als die Sandmengen jedoch stetig steigen, merkt er, dass die braunen Körnchen von ihm selbst stammen. Diese haben zudem noch eine einschläfernde Wirkung wenn man daran riecht.

Als der Sand immer häufiger, und auch tagsüber, aus ihm rieselt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit; denn Benno droht dadurch auch zunehmend, sich selbst aufzulösen.

Benno (Fabian Krüger) droht im Sand zu versinken

Die einzige die ihm nun noch helfen kann ist ausgerechnet Sandra, die seltsamerweise vom selben romantischen Italien-Urlaub wie er träumt.

Und exakt in diesem Traum scheint die Lösung für sein sandiges Problem zu stecken… 

 

 

Fazit:

Peter Luisi, der sich als Co-Autor des Kassenschlagers „Vitus“ und Regisseur des etwas weniger erfolreichen „Love Made Easy“ einen Namen gemacht hatte, präsentiert mit „Der Sandmann“ eine einfallsreiche, märchenhafte Tragikomödie.

Beat Schlatter als "Bünzli" mit Staub-Phobie

Das kleine Budget das der Produktion zu Grunde lag, merkt man dem Film übrigens kaum an. Im Gegenteil: Kameramann Lorenz Merz, schafft extrem stimmungsvolle Bilder, wie man sie im Schweizer Kino selten sieht.

Auch wenn ich mit den Hauptdarstellern nicht sonderlich warm geworden bin (Irene Brügger spielt über weite Strecken sich selbst bzw. ihre Bühnenfigur Frölein Da Capo), und ich den Humor des Films stellenweise für etwas plump halte, so finde ich die Grundidee der Geschichte dennoch äusserst interessant und die Umsetzung des Ganzen äusserst gelungen. 

Eine Art moderne Fabel, die bewusst vieles offenlässt und dadurch zum Nachdenken  und Träumen anregt…

4 von 5 Sandburgen

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