Dr. No

Uraufführung: 5.10.1962 London
Regie: Terence Young
Darsteller: Sean Connery, Joseph Wiseman, Ursula Andress, Bernard Lee u. a…

Story:
Von Cape Caneveral startende Raketen, werden mittels Funkwellen empfindlich gestört.
Als der britische Geheimagent John Strangeway (Timothy Moxon), welcher in der Sache ermittelt, spurlos verschwindet, sendet MI6- Boss M (Bernard Lee), Agent 007 -James Bond (Sean Connery) nach Kingston.

MI6- Boss M (Bernard Lee) gibt Bond Anweisungen

MI6- Boss M (Bernard Lee) gibt Bond Anweisungen

Bond findet bald heraus, dass Strangeway einem gewissen Doktor Julius No (Joseph Wiseman), welcher auf der Insel Crab Key eine Mine betreibt, auf der Spur war, und deswegen umgebracht wurde.

Dr.Julius No (Joseph Wiseman)

Dr.Julius No (Joseph Wiseman)

Der verräterische Professor Dent (Anthony Dawson)

Der verräterische Professor Dent (Anthony Dawson)

Er gerät jedoch schon bald sebst in das Visier von Attentätern, allen voran der heimtückische Geologe Professor Dent (Anthony Dawson), kann sich jedoch sämtlichen Anschlägen auf seine Person erwehren.
007 trifft zudem auf den CIA- Agenten Felix Leiter (Jack Lord) und den lokalen Verbindungsmann Quarell (Joseph Kitzmiller), welche im Intressen der USA im Fall ermitteln.

Felix Leiter (Jack Lord), Bond und Quarell (John Kitzmiller) (v.l.n.r.)

Felix Leiter (Jack Lord), Bond und Quarell (John Kitzmiller) (v.l.n.r.)

Mit letzterem zusammen bricht Bond schliesslich nach Crab Key auf, wo er nicht nur auf die Muscheltaucherin Honey Rider (Ursula Andress), und ein nahezu undurchdringbares Sicherheitsnetz trifft, sondern auch feststellen muss, dass er es mit Dr No, mit einem weitaus grösseren Gegner zu tun bekommt als angenommen.

Die Muscheltaucherin Honey Ryder (Ursula_Andress)

Die Muscheltaucherin Honey Ryder (Ursula_Andress)

Trivia:
Bereits 1954, nur ein Jahr nach Erscheinen von „Casino Royale“ des ersten James Bond-Romans aus der Feder Ian Flemings, wurde der Stoff fürs Fernsehen adaptiert (u.a. mit Peter Lorre als Bösewicht). Und da die darauffolgenden Romane immer Populärer wurden, war es also nur eine Frage der Zeit bis der Stoff verfilmt werden würde.

1961 erwarben die Produzenten Harry Saltzman und Albert R. Broccoli, mit ihrer gemeinsamen Firma EON-Productions, die Filmrechte an fast allen Abenteuern des Geheimmagenten. Beim, ursprünglich zuerst geplanten, „Thunderball“ gab es jedoch rechtliche Einschränkungen, wodurch man sich entschied den 1958 erschienen Roman „Dr No“ zu verfilmen.

Bond-Schöpfer Ian Fleming mit den Produzenten Harry Salzman und Albert R. Broccoli (v.l.n.r)

Bond-Schöpfer Ian Fleming mit den Produzenten Harry Salzman und Albert R. Broccoli (v.l.n.r)

Als Regisseur verpflichtete man Terence Young, mit dem Broccoli bereits früher zusammengearbeitet hatte. Weitaus anspruchsvoller erwies sich die Suche nach dem Darsteller von James Bond. Die Produzenten wollten zunächst Cary Grant. Dieser wollte sich jedoch nur für einen Film verpflichten lassen. Ian Flemings persönlicher Favorit war David Niven, welcher die Rolle später tatsächlich auch spielen sollte (allerdings im inofiziellen „Casino Royale“ von 1967). Schlussendlich entschied man sich für den, zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannten Schotten Sean Connery. Auch bei der Besetzung des Bond-Girls Honey Rider, wurde mit dem Schweizer Model Ursula Andress, anstelle der bekannten Schauspielerinn Julie Christie, eine Neuentdeckung bevorzugt.

Bond und MI6 -Sekretärin Miss Moneypenny (Lois Maxwell)

Bond (Sean Connery) und MI6 -Sekretärin Miss Moneypenny (Lois Maxwell)

Das Gegenteil war bei der Besetzung des Antagonistens Dr. No der Fall. Fleming schlug seinen Cousin, den jungen Christopher Lee vor, während die Produzenten dem erfahrenen Bühnendarsteller Joseph Wiseman den Vorzug gaben. Auch bei der Rolle von Bonds Boss M setzte man mit Bernard Lee auf einen erfahrenen Schauspieler. Zusammen mit Lois Maxwell, die die Rolle der Miss Moneypenny übernahm, zählte er zum harten Kern der Franchise.

Auch hinter der Kamera standen bereits einige Filmemacher, die über Jahre das Bild von Bond prägen sollten.
Nebst Terence Young, der noch zwei weitere Filme inszenieren sollte, waren unter anderem Titel-Designer Maurice Binder, der auch das bekannte Gun-Barell-Logo gestaltete, Set-Designer Ken Adam, Kameramann Ted Moore, Stuntman Bob Simmons, Cutter Peter Hunt (der später selber in den Regiestuhl wechseln sollte) und noch einige andere spätere Veteranen mit von der Partie.
Der karribisch angehauchte Soundtrack des Films stammte von Monty Norman, welcher auch das „James Bond Theme“ komponierte, welches bis heute in keinem offiziellen 007-Film fehlen darf. Die Orchestrierung übernahm jedoch ein gewisser John Barry, welcher schon bald zum Stammkomponisten von James Bond aufsteigen sollte…

Fazit:
Zugegeben, es ist immer schwer den Erstling einer Franchise unvoreingenommen zu bewerten, der Vergleich mit den nachfolgenden Filmen ist naheliegend, und nicht häufig ist eine klare Steigerung abzusehen.

Das ist auch bei „Dr. No“ nicht anders.
Dennoch braucht sich der Film nicht hinter seinen Sequels zu verstecken.
Denn bereits sind wichtige Elemente der Bond-Reihe vorhanden. Der exotische Handlungsschauplatz (Jamaika), die heissen Girls in knapper Bekleidung, der von Weltmachtsfantasien getriebene Bösewicht, Auto-Verfolgungsjagten, Vodka Martini (geschüttelt nicht gerührt!!!), und natürlich das obligate „Bond, James Bond“.

Zugegeben das reicht noch nicht aus für einen guten Film; und zugegeben die Handlung erinnert stellenweise mehr an eine Detectiv-Story, denn an einen Agententhriller.
Allerdings machen die Schauspielleistungen, insbesondere von Connery (stets mit perfekt sitzender Frisur 😉 ) und Wiseman, und das Karribische Feeling das der Film, nicht zuletzt dank des calypsomässigem Soundtrack, rüberbringt, diese Mängel wieder wett.

Ein solider Start der Franchise, welcher bereits den weiteren Weg der Reihe aufzeigt, allerdings noch Platz nach oben lässt.

4 von 5 Mangobäumen

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