Argo

Mein erster Film am diesjährigen Zurich Film Fesival, war Ben Afflecks „Argo“ ein Polit-Drama nach wahren Begebenheiten, mit Affleck selbst in der Hauptrolle.

Uraufführung: 31.8.2012
Regie: Ben Affleck
Darsteller: Ben Affleck, Bryan Cranston Alan Arkin, John Goodman, u.a…

Story:
1979; die iranische Revolution ist in vollem Gange. Als die USA dem gestürzten Schah Asyl gewähren, greifen wütente Demonstranten die amerikanische Botschaft an und bringen die, sich dort befindenden Menschen in ihre Gewalt.
Die sechs Botschaftsmitarbeiter können indess unerkannt fliehen, und finden im kanadischen Konsulat Unterschlupf.
Doch es ist ein Versteckspiel, und sie leben fortan in ständiger Angst, entdeckt zu werden.

Die iranischen Aufständischen erschessen Geisseln

Die iranischen Aufständischen erschessen Geisseln

In den Vereinigten Staaten arbeitet die Regierung unterdessen eiligst an einem Plan die Botschaftsmitarbeiter sicher ausser Landes zu schaffen. Die beiden CIA-Agenten Jack O’Donnell (Bryan Cranston) und Tony Mendez (Ben Affleck) sind mit dieser Aufgabe betraut.

CIA-Agenten unter sich: Jack O'Donnell (Bryan Cranston) und Tony Mendez (Ben Affleck)

CIA-Agenten unter sich: Jack O’Donnell (Bryan Cranston) und Tony Mendez (Ben Affleck)

Eines Abends hat Tony einen Geistesblitz.
Er trifft sich mit dem oskarprämierten Maskenbildner John Chambers (John Goodmann), und dem Filmproduzenten Lester Siegel (Alan Arkin), um ihnen sein Vorhaben zu unterbreiten.

Denn sein Plan ist es die Botschaftsmitarbeiter als Filmcrew auszugeben, und so aus dem Iran zu schleusen.
Das fingierte Sci Fiction-Projekt, für welches Tony nun nach Teheran reist, trägt den Titel „Argo“, benannt nach dem Schiff aus der griechischen Saga. Und wie eine art moderner Jason begibt er sich nun auf eine Quest, bei der es gilt, seinen Schutzbefohlenen neue Identitäten zu verpassen und sie schnellstmöglich und möglich unauffällig zum Flughafen zu geleiten.

Maskenbildner John Chambers (John Goodman), Produzent Lester Siegel (Alan Arkin) und Tony (Ben Affleck)

Maskenbildner John Chambers (John Goodman), Produzent Lester Siegel (Alan Arkin) und Tony (Ben Affleck)

Trivia:
Die Geschichte, die dem Film zugrunde liegt, basiert auf wahren Begebenheiten bzw. der Biographie des echten Tony Mendez.
So wurden für den, nie realisierten, „Argo“ tatsächlich ein Drehbuch verfasst, Pressekonferenzen abgehalten und Werbeplakate gestaltet. Die Storyboards und Designskizzen die man u.a. auch in den Iran mitnahm, wurden jedoch ursprünglich für das Sci-Fi-Projekt „Lord of Lights“ von Zeichnerlegende Jack Kirby angefertigt.

Das Poster des nie realisierten Filmes

Das Poster des nie realisierten Filmes

Als Produzenten des Films fungierten George Clooney und Grant Heslov, die bereits bei „Good Night, and good luck“, „The Men who stare at goats“ und „The Ideas of March“ federführend waren.

Auf dem Regiestuhl nahm Ben Affleck für den es die dritte Regiearbeit nach „Gone Baby gone“ und „The Town“ war.
Er spielte zudem auch noch gleich die Hauptrolle.
An seiner Seite agierten unter anderem Bryan Cranston („Malcom in the Middle“) sowie die Filmgrössen Alan Arkin („Wait until dark“, „Little Miss Sunshine“) und John Goodman („Big Lebowski“), u.a…

Gedreht wurde unter anderem in Los Angeles, Istanbul und dem CIA-Hauptquartier in Washington.

Fazit:
„Argo“ ist ein spannendes Politdrama, mit interessantem geschichtlichem Hintergrund. An der Machart des Filmes gibt es nichts auszusetzen. Der Film bietet zwar Platz für komische Elemente, lässt jedoch die ernste Grundthematik der Story nie aus den Augen.
So wirkt beispielsweise die krasse Gegenüberstellung der Handlungsereignisse der Filmstory, mit realen Geschehnissen, zum Teil zeitgenössischen TV-Aufnahmen, sehr stark.

Die Schauspielerischen Leistungen fallen unterschiedlich aus.
Mit Hauptdarsteller Affleck wurde ich irgendwie nicht richtig warm, während John Goodman und insbesondere Alan Arkin als schräge Filmschaffende überzeugen, und für den einen oder anderen Lacher auf Kosten der Filmindustrie sorgen.

Negativpunkte sind meiner Meinung nach die oben erwähnten, nicht immer ganz überzeugenden, Schauspielleistung, sowie zum Teil eine, geschichtlich eher undifferenzierte, proamerikanischen Haltung inerhalb der Story.

Ein solide gemachter Film, der sich der ernsten Thematik mit einer erfrischenden Lässigkeit nähert. Leider vermag es Ben Affleck als Schauspieler nicht, Nähe zur Hauptfigur zu schaffen, – er hätte sich wohl besser bloss auf die Regie konzentriert…

4 von 5  Boeings 747 (natürlich Swissair…)

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