Broken

Gestern ging ich erneut ans ZFF (Zurich Film Festival) um mir den englischen Film „Broken“ anzusehen.
Ein Film mit beachtlichem Cast (Tim Roth, Cillian Murphy), jedoch gänzlich unbekannten Machern.
Ich wusste nicht was mich erwarten würde, verliess das Kino aber positiv überrascht…

Uraufführung: 17.5.2012 (Filmfestival Cannes)
Regie: Rufus Norris
Darsteller: Eloise Laurence, Tim Roth, Cillian Murphy, u.a…

Story:
Nord-London kurz vor Ende der Sommerferien.
Das Mädchen Skunk (Eloise Laurence), lebt mit ihrem älteren Bruder Jed (Bill Milner), ihrem alleinerziehenden Vater (Tim Roth), und der Haushälterin Kasia (Zana Marjanovic) zusammen in einer kleinen überschaubaren Siedlung.

Skunk (Eloise Laurence) und ihr Vater (Tim Roth).
Skunk (Eloise Laurence) und ihr Vater (Tim Roth).

Als eines Tages Mr. Oswald (Rory Kinnear) einer der Nachbarn, den leicht behinderten Rick (Robert Emms), -scheinbar grundlos- verprügelt, ist es mit der Ruhe im Quartier vorbei.

Aufgrund falscher Anschuldigungen einer seiner drei Töchter, glaubte der verwitwete Familienvater Oswald, Rick hätte dieselbige vergewaltigt, und drehte daher durch.
Zudem erstattet er Anzeige gegen den mutmasslichen Vergewaltiger, was dem unschuldig Verurteilten eine Nacht in der Untersuchungshaft beschert.
Der einst so liebenswürdige Rick, zieht sich fortan mehr und mehr zurück, und entwickelt immer stärkere Psychosen.

Der junge Lehrer Mike (Cillian Murphy)
Der junge Lehrer Mike (Cillian Murphy)

Derweil verkracht sich Kasia zunehmend mit ihrem Freund Mike (Cillian Murphy), notabene Skunk’s neuer Lehrer.
Skunks selbst, verliebt sich zum ersten Mal, und Bruder Jed bandelt mit Susane (Rosalie Kosky-Hensman), der mittleren der drei Oswald-Töchter an – nicht ohne Folgen.

So spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu, und gipfeln schliesslich in einem hochdramatischen Schlussakt, in dem es um Leben und Tod geht.

Trivia:
„Broken“ ist das cinegrapische Erstlingswerk von Rufus Norris, der bisher als Theaterregisseur tätig war.
Das Drehbuch seines Films aus der Feder des Iren Marc O’Rowe („Perrier’s Bounty“) basiert auf einem Roman von Daniel Clay.

Regisseur Rufus Harris

Regisseur Rufus Norris

Nebst bekannten Schauspielern wie Tim Roth („Reservoir Dogs“, „The incredible

Hulk“) oder Cillian Murphy („Dark Knight-Trilogie“, „28 Days later…“ ), agieren viele Newcomer im Film, darunter auch Hauptdarstellerin Eloise Laurence.

Fazit:
Der Film ist eine Mischung aus Coming-Age und Sozialdrama, das sich den Höhen und insbesondere den Tiefen menschlichen Lebens annimmt. Obwohl ganz klar im dramatischen Bereich angesiedelt, lässt der Film einen, teils frischen, teils knochentrockenen, britischen, Humor durchblicken, und schafft mühelos den Übergang von heiteren zu bedückenden, tragischen Momenten.

In Punkto Machart überzeugt der Film auf ganzer Ebene.
So schaft es Kameramann Rob Hardy den Streifen, trotz eher schlicht gehaltenen Sets, in wunderbar detailreichen Bildern zu gestalten.
Dazu kommt ein schlicht umwefender Soundtrack vom „Electric Wave Bureau“, unter Federführung von „Gorillaz“-Bandmitglied Mike Smith, welcher der Bezeichnung „Ton-Spur“ mehr als gerecht wird.
Die inovative Musikwerkstätte sollte man im Auge (oder besser im Ohr) behalten…

Der Cast des Films ist wohlüberlegt besetzt, und spielt durchs Band  gut. Tim Roth als fürsorglicher Familienvater und Cillian Murphy in der Rolle des jungen Lehrers vermögen zu überzeugen.
Sie werden jedoch allesamt von Eloise Laurence an die Wand gespielt.
Trotz ihres jungen Alters dominiert sie ihre Szenen klar, und spielt dennoch mit einer wunderbaren Leichtigkeit.

Müsste man Negativpunkte benennen, wären es sicherlich die relativ kurze Dauer des Films, und daraus resultierend, die Tatsache, dass man die einzelnen Figuren wohl noch etwas vertiefter hätte betrachten können.

Doch der Film funktioniert auch so, und lässt mit Sicherheit keinen Zuschauer kalt.

5 von 5 Banana-Phones

 

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