Smashed

Vorgestern sah ich mir „Smashed“ an, der im Rahmen des ZFF (Zurich Film Festival) als Europapremiere in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt wurde. Der Film über eine alkoholkranke Lehrerin, der bislang nur an ausgesuchten Festivals lief, erhielt mehrheitlich gute Kritiken.
Was jedoch nichts heissen will…

Uraufführung: 22.01.2012 (Sundance Film Festival)
Regie: James Ponsoldt
Darsteller: Mary Elizabeth Winstead, Aaron Paul, Octavia Spencer, u.a…

Story:
Das junge Ehepaar Kate (Mary Elizabeth Winstead) und Charlie (Aaron Paul) geniessen das Leben in vollen Zügen. Was in ihrem Fall bedeutet: Party ohne Ende und trinken bis zum Umfallen.
So kommt es oft vor, dass Kate an wildfremden Orten aufwächt ohne sich zu erinnern wie sie am Abend zuvor dorthin gelangt sein könnte.

Der Alkohol bestimmt Kate's (Mary Elizabeth Winstead) und Charlie's (Aron Paul) Leben

Der Alkohol bestimmt Kate’s (Mary Elizabeth Winstead) und Charlie’s (Aron Paul) Leben

Als sich die junge Lehrerin eines Morgens, total verkatert, vor ihrer Klasse übergibt, nimmt sich der stellvertretende Schulleiter Dave (Nick Offerman) Kate an.
Er gesteht ihr, selbst jahrelang Alkoholiker gewesen zu sein, nun aber dank den Anonymen Alkoholikern trocken zu sein; und überredet sie zu einem deren Treffen mitzukommen.

Der stellvertretende Schulleiter, Dave Davies (Nick Offerman)

Der stellvertretende Schulleiter, Dave Davies (Nick Offerman)

Dort trifft sie nicht nur auf die engagierte Jenny (Octavia Spencer), die durch ihre neue Leidenschaft, dem Backen, den Ausstieg aus der Sucht geschafft hat; sondern muss sich selbst eingestehen, dass ihr Alkoholproblem wesentlich schwerer ist als angenommen.

Kate's AA-Helferin, Jenny (Octavia Spencer)

Kate’s AA-Helferin, Jenny (Octavia Spencer)

Dennoch schafft Kate das schier Unmögliche, und es gelingt ihr über längere Zeit trocken zu bleiben.
Doch ihr Ehemann Charlie, hängt noch immer im alten Muster drin, und je länger je mehr, entfremden sie sich voneinander.

Trivia:
„Smashed“ basiert lose auf autobiografischen Elementen aus dem Leben Susan Burkes, der Co-Autorin des Filmes.
Regie führte James Ponsoldt, für den es nach „Off Black“ erst die zweite Filmarbeit war.

Regisseur James Ponsoldt

Regisseur James Ponsoldt

Für die Hauptrolle der Kate verplichtete man Mary Elizabeth Winstead, die bislang hauptsächlich im Horrorgenre tätig war („Final Destination 3“), durch ihre Mitarbeit an „Die Hard 4.0“ jedoch auch einem breiteren Publikum bekannt sein dürfte.
Den Part ihres Ehemannes Charlie übernahm TV-Star Aron Paul („Breaking Bad“), während Octavia Spencer, die für „The Help“ 2012 den Oskar als beste Nebendarstellerinn erhielt, AA-Sponsorin Jenny spielte.
Die Rolle der Schuldirektorin schliessich, verkörperte Megan Mullally („Will an Grace“ TV), während ihr Ehemann Nick Offerman Davie spielte.

Der Film wurde in nur gerade 19 Tagen abgedreht, und feierte am Sundance Festival 2012 Premiere.
Dort gewann er auch den Spezialpreis der Jury des Festivals.

Fazit:
Das Sucht-Dramen hätte grosses Potenzial zu einem ganz grossen Film was jedoch mit zunehmender Länge des Streifens dahinnschwindet.

Der Film ist rein von der Machart her, nicht schlecht, schafft es aber nicht über solides Mittelmass heraus.
Die teilweise eher sprunghafte Erzählweise ist eher gewöhnungsbedürftig.

Die grosse Schwäche liegt für mich eher an der Geschichte selbst. So versucht Regisseur Ponsoldt der Story Humor abzugewinnen, was jedoch unpassender nicht sein könnte, und den Film im Endeffekt unnahbar wirken lässt.

Ebenso unpassend wirken gewisse der Charaktere, beispielsweise der lüstelnde Dave, oder Kates Mutter (Mary Kay Place), die in dieser Form wohl eher in einem Comedyfilm Platz gefunden hätten.

Hauptdarstellerin Mary Elizabeth Winstead wiederum, die bislang nur in Nebenrollen zu sehen gewesen war, spielt sehr gut, und gibt die Rolle der alkoholkranken Lehrerin extrem glaubhaft wieder.
Auch Octavia Spencer als „gute Seele“ des Films spielt sehr überzeugend, wenn auch ihre Rolle etwas gar klein greaten ist.

Die beiden zeigen auf, welches Potential in dem Streifen gesteckt hätte, wenn die Sache von einem ernsthafteren Punkt aus angegangen worden wäre.

Der letzte, abruppt einsetzende, Teil des Films wirkt etwas gar konstruiert, und wirft mehr Fragen auf als er beantwortet.

Somit bleibt als einziges Überbleibsel nach gut 85 Minuten, ein äusserst fader und unbefriedigender Gesamteindruck zurück.

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