Geheimagenten, Pilzköpfe und Würgeschlangen…

Gestern war der 5. Oktober, ein filmhistorisch denkwürdiges Datum. Dies haben wir drei very britischen Exportartikeln zu verdanken, die alle den Swinging Sixties entstammen.

Als erstes wäre hier James Bond-007, der Agent im Auftrag von Königin und Vaterland zu erwähnen, der am 5. Oktober 1962, mit „Dr. No“ seinen cinematischen Einstand gab.
An demselben Datum, veröffentlichten die Beatles ihre erste Single „Love me do“.
Und exakt 7 Jahre später, 1969, strahlte die BBC die allererste Folge der Comedy-Serie „Monty Python’s Flying Circus“ aus.

Alle drei haben auf ihre Weise Film- und vorallem Kulturgeschichte geschrieben, und sind stärker miteinander verknüpft als man denkt.

James Bond (Sean Connery) und sein Girl

James Bond (Sean Connery) und sein Girl

James Bonds Ursprünge liegen jedoch weiter zurück.
Denn schon 1953 erschien mit „Casino Royale“ der erste James Bond- Roman aus der Feder des briten Ian Flemings.
Bereits ein Jahr später folgte eine (stark amerikanisierte) Fernsehverfilmung des Romans, von der einzig Peter Lorre als Bösewicht erwähnenswert ist.

"Love me do", die erste Single der Beatles

„Love me do“, die erste Single der Beatles

Auch die vier Liverpooler Musiker John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr waren bereits vor 1962 aktiv.
Lennon und McCartney gründeten 1956 mit „The Quarterman“ eine erste Band, welche 1960 schliesslich in „The Beatles“ umbenannt wurde.

Beide, Bond und die Beatles erreichten innerhalb kurzer Zeit weltweit grösste Popularität, und standen abwechslungsreich im kulturellen Mittelpunkt.

1964 erschien mit „A Hard Days Night“ der erste Spielfilm der „Pilzköpfe“.
James Bond hingegen, mokierte sich in dem, im selben Jahr erschienen, „Goldfinger“ über die Beatles.

Dafür parodierten diese die Bond Franchise in ihrem zweiten, 1965 gedrehten, Film „Help“, schamlos. Man drehte sogar an Locations auf den Bahamas, an denen auch „Thunderball“ spielte.

Während die Bondreihe bis heute existiert, lösten sich die Beatles 1970 auf.
Dennoch blieben die Verbindungen zwischen den beiden Kulturgütern bestehen.
So war es 1973 kein geringerer als Paul McCartney, der den Titelsong zu „Live and let die“ beisteuerte, während Beatles-Produzent George Martin den Soundtrack komponierte.

Zwischen dem dritten und jüngsten Kulturexport, der Komikertruppe „Monty Python“, und James Bond, oder den Beatles gibt es zwar wenige Verbindungen, dennoch erlangten die Comedians Kultstatus weit über die Landesgrenzen hinaus, und gelten bis heute als Inbegriff des schwarzen britischen Humores.

Monthy Python (Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Terry Jones, Michael Palin, Eric Idle)

Monthy Python (Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Terry Jones, Michael Palin, Eric Idle)

Sie drehten auch einige Filme wie „Monty Python and the Holy Grail“ , „The Meaning of Life“ oder „The Life of Brian“.
Letzterer wurde von keinem geringeren als Ex-Beatles George Harrison produziert.

John Cleese schliesslich, der nach seiner Python-Zeit als Schauspieler tätig war, hatte 1999 im James Bond Film „The World is not enough“ die Gelegenheit, die Nachfolge von Desmond Llewelyn als MI6-Tüftler Q, anzunehmen.

Alle drei, Bond, The Beatles und Monty Python, haben sich ins Kollektivgedächtniss unserer Kultur eingebrannt, und stehen alle auf ihre Weise für britische Kultur.

Bleibt abzuwarten, was uns der 5. Oktober in Zukunft bringen wird…

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