Tomorrow Never Dies

Zum zweiten Mal spielt Pierce Brosnan 007.
Bond kämpft hier gegen ein mächtiges Medienunternehmen, unter Führung des grössenwahnsinnigen Elliott Carver (Jonathan Price)…

Uraufführung: 9.12.1997
Regie: Roger Spottiswoode
Darsteller: Pierce Brosnan, Michelle Yeoh, Jonathan Price, Teri Hatcher, u.a…

Story:
Ein britisches Kriegsschiff im Chinesischen Meer, dass sich in internationalen Gewässern wähnt, torpediert. Überlebende gibt es keine. Es scheint, als hätten die Chinesen das Schiff versenkt. Die politische Lage verschärft sich umgehend.

Nur kurz später steht die delikate Geschichte als grosse Schlagzeile in „Tomorrow“, der international erscheinenden Zeitung des britischen Medienmoguls Elliott Carver (Jonathan Price).

Der Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce)

Der Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce)

MI6- Chefin M (Judi Dench) vermutet, dass Carver mit der Geschichte mehr zu tun haben könnte, als es scheint, und sendet James Bond-007 (Pierce Brosnan) aus, Carver zu überprüfen.

In Hamburg wo die Carver- Mediagroup ihren Hauptsitz hat, trifft Bond bei einem Presseball nicht nur auf den Medienzar selbst, sondern auch dessen Frau Paris (Teri Hatcher).
Diese hatte mit Bond einst ein Liebesverhältniss, und hegt nach wie vor Gefühle für ihn. Bond nutzt dies als Chance, mehr über Paris‘ Ehemann herauszubekommen.

Bond (Pierce Brosnan) trifft Paris (Teri Hatcher)

Bond (Pierce Brosnan) trifft Paris (Teri Hatcher)

Doch nach einer Liebesnacht zwischen den Beiden, kommt Carver ihnen auf die Schliche. Er bringt Paris um, und hetzt Bond den sadistischen Folterarzt Dr. Kaufmann (Vincent Schiavelli) auf den Hals.

Dr. Kaufmann (Vincent Schiavelli)

Dr. Kaufmann (Vincent Schiavelli)

Bond kann entkommen, und macht sich nach Asien, genauer Vietnam, auf, um im Meer nach dem Wrack des gesunkenen Kriegsschiffes zu tauchen. Doch er ist nicht der einzige der in diesem Fall ermittelt. Die chinesische Agentin Wai Lin (Michelle Yeoh) verfolgt die Spur Carvers, schon länger im Auftrag ihrer Regierung.

Die Chinesische Agentin Wai Lin (Michelle Yeoh)

Die Chinesische Agentin Wai Lin (Michelle Yeoh)

Dieser plant, mithilfe seines getarnten Kampfschiffes, weitere Schiffe zu versenken, um so die Lage vollends eskalieren zu lassen. Die Folge; ein neuer Weltkrieg, und druckfertige Schlagzeilen für „Tomorrow“.

Carvers Tarnschiff

Carvers Tarnschiff

007 und Wai Lin unternehmen daher alles, um den grössenwahnsinnigen Mogul zu stoppen.

Trivia:
Bereits während der Post-Production von „GoldenEye“ plante man den nächsten Bond-Film.

Bruce Feirstein, Mitautor bei „GoldenEye“, verfasste das Drehbuch, welches eigentlich „Tomorrow Never Lies“ hiess, durch einen Druckfehler dann zu „Tomorrow Never Dies“ wurde.
Zum dritten Mal in Folge basierte der Titel nicht auf einem Werk Flemings. Es war zudem der erste Titel der Franchise der auch ansonsten keinerlei Bezug auf das Werk des Bondautors nimmt.

Da Regisseur Martin Campell nach „GoldenEye“ vorerst keine Lust auf eine weitere Bond-Arbeit hatte, engagierte man an seiner Stelle Roger Spottiswoode.

Pierce Brosnan und Regisseur Roger Spottiswoode

Pierce Brosnan und Regisseur Roger Spottiswoode

Der Soundtrack des Films schrieb zum ersten Mal David Arnold („Independence Day“), der danach zum neuen Stammkomponisten der Serie werden sollte.
Arnold fiel den Filmemachern mit seinem Bond-Tribute-Album „Shaken And Stirred“ auf, und Altmeister John Barry soll ihm gesagt haben: „Sie sind ein würdiger Nachfolger“. Allerdings wurde sein, von Don Black getextetes, von k.d.Lang gesungenes „Surrender“ als Titellied verworfen, und stattdessen Sheryl Crowe’s „Tomorrow Never Dies“ verwendet.

Pierce Brosnan spielte erneut James Bond.
Ebenfalls wieder dabei waren Judi Dench als M, Samantha Bond als Moneypenny, Desmond Llewelyn in der Rolle des Q und Joe Don Baker als CIA-Agent Jack Wade.
Da Michael Kitchen, der den  MI6-Staabschef Bill Tanner gab, verhindert war, führte man stattdessen die Figur des Robinson ein, den Colin Salmon verkörperte.

Für den Part von Elliott Carver war wiederum Anthony Hopkins im Gespräch, ehe man Jonathan Price („Brazil“) verpflichtete.
Mit Götz Otto („Iron Sky“) als Stamper spielt mal wieder ein deutschsprachiger Schauspieler ein Bösewicht.

Stamper (Götz Otto)

Stamper (Götz Otto)

Während Michelle Yeoh Wai Lin spielte, war für die Rolle von Paris Carver erst Monica Belluci vorgesehen, schliesslich bekam sie Tari Hatcher („Desperate Housewifes“ TV).

Bond fährt wie bereits in „GoldenEye“ einen BMW, diesmals einen 750iL, zudem ein Motorrad des Bayrischen Herstellers. Mit dem Ericsson-Handy JB988, wird 007 erstmals mit einem Mobiltelefon (natürlich mit allerlei Q-Funtionen), ausgestattet. Zudem gibt wird er erstmals seit 1962 seine legendäre Walther PPK ab, um mit einer neuen Dienswaffe ausgestattet zu werden- der Walther P99.

Der BMW750

Der BMW750

Gedreht wurde nebst Hamburg, in Thailand (das als Vietnam herhalten musste), den französischen Pyrenäen, den englischen Pinewood Studios, und den mexikanischen Baja Studios, wo die Schiffsszenen in demselben Wassertank wie „Titanic“ aufgenommen wurden.

Fazit:
Nachdem man die Bond-Serie mit „GoldenEye“ erfolgreich in die 90ies geholt hatte, so musste nun der Beweis erbracht werden, dass 007 auch standhält.

Die Story bietet zwar nicht viel Neues, setzt die klassischen Motive aber gekonnt zu einem stimmigen Ganzen zusammen.

Schauspielerisch überzeugen praktisch alle Beteiligten des Filmes. Brosnan merkt man förmlich seine Freude an der Figur an; er punktet auf ganzer Linie.

Beide Bondgirls, Michelle Yeoh und Teri Hatcher spielen sehr gut. Während Hatcher die glamuröse, damenhafte Paris abgibt, und eine der erotischsten Szenen der Franchise bestreitet, gefällt Yeoh als toughe Agentin, die Bond durchaus die Stirn bieten kann, und ihm mehr als nur ebenbürtig ist.

Auch Jonathan Price als Bösewicht ist gut besetzt. Seine Performance hat Klasse. Götz Otto ist ein Henchman des Typs „stummer Schläger“, während Vincent Schiavelli als kaltblütiger Folterarzt überzeugt.

Die Actionssequenzen sind temporeich inszeniert und zum teil sehr innovativ. Ich denke beispielsweise an die Motorradjagd durch Saigon.

Der Soundtrack von Arnold ist sehr gelungen, moderner pakender Elektoscore und dennoch der Tradition verpflichtet. Einzig als Titelsong hätte mir „Surrender“ weit besser gefallen.

Ein Bondfilm der mit altbewährten Motiven und gutem Schauspiel solide Kinounterhaltung bietet.
Etwas mehr Innovation hätte er durchaus vertragen, aber auch so macht der Streifen Spass.

4 von 5 Newsschlagzeilen

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Eine Antwort zu Tomorrow Never Dies

  1. Owley schreibt:

    Bah. Ich fand den Streifen ziemlich groben Unfug, allen voran Jonathan Pryce. Alleine die Szene, in der er Wai Lin nachahmt ist an Peinlichkeit und Fremdscham kaum zu überbieten.

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