Skyfall

skyfall-uk-posterZum dritten Mal in Folge schlüpfte Daniel Craig in die Rolle des MI6-Agenten James Bond.
„Skyfall“ erschien exakt 50 Jahre nach der Uraufführund von „Dr.No“, dem allerersten Bondfilm.

Uraufführung: 23.10.2012
Regie: Sam Mendes
Darsteller: Daniel Craig, Javier Bardem, Bérénice Marlohe, Ralph Fiennes u.a…

Story:
James Bond (Daniel Craig) soll in der Türkei eine gestohlene Computerdisc wiederbeschaffen, auf der sich Namen verschiedener MI6-Agenten befinden.
Die Übergabe scheitert, und Bond muss den Dieb und Killer Patrice (Ola Rapace) schnellstmöglich verfolgen.
Unterstützung erhält er sogleich von der Agentin Eve (Naomi Harris).
Bei der rasanten Hetzjagd auf einem fahrenden Zug wird 007 von Eve versehentlich getroffen und fällt metertief von einer Eisenbahnbrücke.

Eve (Naomie Harris) und Bond (Daniel Craig)

Eve (Naomie Harris) und Bond (Daniel Craig)

Der MI6 geht davon aus, dass Bond tot ist.
Doch für M (Judi Dench) ist dies nur eines von zahlreichen Problemen. Die Disc bleibt verschwunden, und bereits wurden mehrere Agenten-Namen veröffentlicht.
Es droht ihr nicht nur ein Verhör vor dem Regierungsauschuss, auch mischt sich ihr neuer Vorgesetzter Gareth Mallory (Ralph Fiennes) verstärkt in ihr Handeln ein.

Bill Tanner (Rory Kinnear), Gareth Mallory (Ralph Fiennes) und M (Judi Dench) blicken in eine ungewisse Zukunft

Bill Tanner (Rory Kinnear), Gareth Mallory (Ralph Fiennes) und M (Judi Dench) blicken in eine ungewisse Zukunft

Als wäre das nicht genug, erschüttert auch noch eine Explosion das MI6 Hauptquartier und fordert mehrere Tote.

Just in diesem Moment meldet sich Bond, nach dreimonatiger Abwesenheit, von den Toten zurück.

Nach einem Debriefing, nimmt er mithilfe des neuen Quartiermeisters Q (Ben Whishaw) die Spur Patrices wieder auf.

Tüfftler Q (Ben Wishaw)

Tüfftler Q (Ben Wishaw)

Er spürt den Auftragskiller in Shanghai auf, wo dieser ein weiteres Attentat verübt.
Nach einem erbitterten Kampf in einem Hochhaus, stürzt Patrice in die Tiefe, ohne Bond sagen zu können wer die Daten hat.

Bond gelangt mithilfe eines Spielechips mit hohem Gegenwert, den der Killer als Sold erhielt, in ein Casino in Macao.
Hier trifft er auf die geheimmnisvolle Sévérine (Bérénice Marlohe), die ihn zu Patrices Auftraggeber führen will.

Sévérine (Bérénice Marlohe)

Sévérine (Bérénice Marlohe)

Auf einer verlassenen Insel, trifft Bond auf Raoul Silva (Javier Bardem), seineszeichen ehemaliger MI6-Agent.

Silva, einst von M im Stich gelassen, hat Rache an der Chefin des MI6 geschworen.
Und diese will er nun um jeden Preis kriegen.

Raoul Silva (Javier Bardem) nimmt sich Bond zur Brust...

Raoul Silva (Javier Bardem) nimmt sich Bond zur Brust…

Trivia:
Nach dem Erscheinen von „Quantum Of Solace“ 2008, war die Zukunft von 007 ungewiss.
Den MGM, die Produktionsfirma der Bondreihe, war in finanzieller Not, und sämtliche Projekte des Studios wurden vorerst auf Eis gelegt.

Erst mit Unterstützung von Sony Pictures konnten 2010 die Arbeiten an dem Projekt wieder aufgenommen werden.
Neal Purvis und Robert Wade schrieben erneut das Drehbuch. Unterstützung erhielten sie hierbei von John Logan.
Schliesslich legte man das Erscheinungsdatums des Films auf November 2012 fest.
Exakt 50 Jahre nach der Uraufführung von „Dr. No“.

Auf persönliche Empfehlung Daniel Craigs hin wurde der Oscar-prämierte Regisseur Sam Mendes („American Beauty“) auf den Regiestuhl geholt.

Regisseur Sam Mendes und Daniel Craig

Regisseur Sam Mendes und Daniel Craig

Für Craig selbst war es der dritte Auftritt als 007.
Judi Dench spielte gar zum siebten Mal die Rolle der M.
Seinen zweiten Auftitt als Staabschef Bill Tanner hatte Rory Kinnear.

Mit Ben Whishaw („The Perfume“) wurde die Figur des Q’s nach zwei Absenzen wiedereingeführt.

Ralph Fiennes der M’s Vorgesetzter Mallory spielte ist nach Honor Blackman, Diana Rigg und Patrick Macnee der vierte Darsteller mit „The Avengers“-Vergangenheit.

Als Bösewicht wurde der Spanier Javier Bardem („No Country For Old Men“) verpflichtet.

Die Französin Bérénice Marlohe, die sich seit 2005 immer wieder für eine Rolle in einem Bondfilm bewarb, durfte den Part der Sévérine spielen, während Naomi Harris („The Pirates Of The Carribean-Dead Man’s Chest“) Bonds MI6-Partnerin Eve verkörperte.

Den Part des schottischen Gutsverwalter Kincade übernahm die britische Schauspiellegende Albert Finney („Murder On The Orient Express“).
Ursprünglich war für diesen Part Ur-Bond Sean Connery vorgesehen, die Produzenten liessen die Idee jedoch nach reiflicher Überlegung wieder fallen.

Die Musik wurde auf Wunsch von Regisseur Mendes von seinem Stammkomponisten Thomas Newman geschrieben.
Der Titelsong wurde von der Soulsängerin Adele, die ihn gemeinsam mit Paul Epworth komponierte, gesungen.

Gedreht wurde in den Pinewoods Studios, an mehreren Plätzen in London, und der Türkei.
Istanbul wurde von den Produzenten als Location ausgewählt, da es die Lieblingsstadt von Bondschöpfer Ian Fleming war.
Die Japanische Insel Hashima diente zudem als Inspiration für das Versteck von Raoul.

Fazit:
Nachdem dem eher gewöhnungsbdürftigen „Quantum Of Solace“, präsentieren die Produzenten mit „Skyfall“ einen Bondfilm der wieder stärker zu den Wurzeln zurückkehrt.

Die Story ist nicht nur spannend, sondern geht auch in die Tiefe und setzt sich intensiv mit den Figuren auseinander.
Diese wiederum sind gut gezeichnet, und grossmerheitlich gut gespielt.

Daniel Craig hat sich nach dem eher hölzern wirkenden Auftritt im Vorfilm wieder gefangen, und verkörpert einen Bond mit Ecken und Kanten.

Judi Dench absolviert den wohl besten Auftritt als M, und Javier Bardem spielt den psychopatisch, leicht tuntigen, doch stets kühl berechnenden Raoul, mit solcher Hingabe, dass es eine wahre Freude ist, ihm beim spielen zusehen zu dürfen.

Weniger Freude macht Bérénice Marlohe, die eher flach wirkt, und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Entschädigung bietet dafür Naomi Harris, die wirklich gut spielt, und von der man durchaus mehr sehen möchte…

Gleiches gilt für Ralph Fiennes, der trotz verhältnissmässig wenig Leinwandpräsenz, diese bestens auszufüllen versteht.

Auch die Leinwandlegende Albert Finney spielt top, und reiht sich nahtlos in die Reihe der „All Time Coolest-Bond-Verbündeten“ ein.

Nebst der guten Story und hervorragenden Akteuren kommt noch die saubere Machart des Films hinzu.
Die Ausstattung des Filmes zum zweiten Mal in Folge von Dennis Gassner übernommen, und lässt sich wirklich sehen.
Wenn er auch optisch nicht ganz an den Vorgänger hinreicht, so überflügelt er diesen jedoch in punkto Action um Längen.

Und sosehr der Film auch eine moderne Story und einen Bond des 21. Jahrhunderts bietet, er vergisst nie seine Wurzeln, und beinhaltet eine ganze Reihe Hommagen an die Franchise.
Man denke nur an den Aston Martin DB5, der seit „Thunderball“ nicht mehr so stark beansprucht wurde wie hier.

Der Soundtrack mag locker mit David Arnold mithalten, und der Titelsong ist der beste seit Tina Turners „GoldenEye“.

Einer der besten Bondfilme ever.
Modernes Actionkino und stilvolle Hommage zugleich, rasant und tiefgründig in einem.

„Skyfall“ erreicht das was „The World Is Not Enough“ wollte, führt fort was „Casino Royale“ anschnitt und ist der Jubiläumsbond, der „Die Another Day“ hätte sein sollen.

5 von 5 Porzellanhündchen

5 Stern

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