The Lord Of The Rings – The Fellowship Of The Ring

the-lord-of-the-rings-fellowship-of-the-rings2001 kam der erste Teil der, lange Zeit als unverfilmbar geltenden, „Lord Of The Rings“ – Trilogie in die Kinos.
Und war in mehr als nur einer Hinsicht bahnbrechend…

Uraufführung: 10.12.2001
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Elijah Wood, Ian McKellen, Cate Blanchett, Sean Bean, Hugo Weaving, u.a…

Story:
In alter Zeit wurden in Mittelerde mächtige Zauberringe geschmiedet, die an die Herrscher der Menschen, Zwerge und Elben abgegeben wurden.
In Mordor, dem Land des Bösen, schmiedete der dunkle Lord Sauron jedoch insgeheim ein eigener Ring, der die Macht besass die andern Ringe zu knechten.
Um Sauron und seiner Orkarmee Einhalt zu bieten, verbündeten sich Elben und Menschen in einer alles entscheindenden Schlacht.
Der dunkle Lord wurde vernichtet, der Ring des Bösen ging allerdings verloren und blieb über Jahrhunderte verschollen, bis er über Umwege in die Hände des Hobbits Bilbo (Ian Holm) gelang.

Sauron

Sauron

Dieser hat allerdings keine Ahnung um die Vorgeschichte des Ringes, der es ihm ermöglicht unsichtbar zu werden, und ihm ungewöhnlich langes Leben verleiht, und betrachtet ihn als hübsches Kleinod.

Bilbo, der dem Volk der wie alle Hobbits im beschaulichen Auenland wohnt, entschliesst sich an seinem 111 Geburtstag dieses zu verlassen. Sein alter Freund, der Zauberer Gandalf (Ian McKellen) kann ihn jedoch dazu überreden, den Ring seinem Neffen Frodo (Elijah Wood) zu überlassen.

Bilbo (Ian Holm) und Gandalf (Ian McKellen) am Pfeife schmauchen

Bilbo (Ian Holm) und Gandalf (Ian McKellen) am Pfeife schmauchen

Zur gleichen Zeit erstarkt der totgeglaubte Sauron erneut.
Seiner physischen Form beraubt, benötigt er allerdings seinen Ring, um zu alter Macht und Grösse zurückzukehren.
Er sendet daher die neun untoten Ringgeister, die Nazgûl, aus, den Ring aufzuspüren.

Die Ringgeister

Die Ringgeister

Gandalf kann Frodo rechtzeitig zur Flucht bewegen, den die Ringgeister haben seine Spur bereits aufgenommen.
Unterwegs schliessen sich Frodo sein Gärtner Sam (Sean Astin), sowie die beiden Spitzbuben Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) an.
Gandalf will sich indess mit Saruman dem Weissen (Christopher Lee), dem Vorsitzenden des Zauberordens, treffen um sich mit diesem zu beraten, und später zu der Gruppe stossen.

Im Menschenstädtchen Bree, in dem der vereinbarte Treffpunkt wäre, warten die Hobbits jedoch vergebens auf Gandalf.
Denn Saruman entpuppt sich als ein Verbündeter Saurons, und nimmt Gandalf kurzerhand gefangen.

Stattdessen hilft der Mensch Aragorn (Viggo Mortensen) den Hobbits bei ihrer weiteren Reise, deren Ziel Bruchtal, Hort der Elben, ist.
Nach grossen Strapazen, und einem Gefecht mit den Nazgûls, erreicht die Gruppe den Ort, wo sie nebst Elrond (Hugo Weaving) Herrscher der Elben, auch auf Gandalf, der aus seiner Gefangenschaft entkommen konnte.

Ein Rat, bei dem Vertreter der Elben, Menschen und Zwerge anwesend sind entscheidet nun über das weitere Vorgehen.
Schnell kristallisiert sich heraus das es nur eine Lösung gibt; die Vernichtung des Ringes im Schicksalsberg, in Mordor, in welchem er einst geschmiedet wurde.

Eine Gefährtenschaft wird auserkoren, der nebst den vier Hobbits auch Gandalf, Aragorn, der Mensch Boromir (Sean Bean), der Elbe Legolas (Orlando Bloom) und der Zwerg Gimli (John Rhys-Davies) angehört.

Die Gefährten: (oben) Aragorn, Gandalf, Legolas, Boromir, (unten) Sam, Frodo, Merry, Pippin, Gimli

Die Gefährten: (oben) Aragorn, Gandalf, Legolas, Boromir, (unten) Sam, Frodo, Merry, Pippin, Gimli

Die Reise die die Gefährten nun antreten, ist nicht nur äusserst strapaziös, auch lauern vielerlei Gefahren auf Ringträger Frodo und seine Gefährten.

Trivia:
Das zwischen 1954 und 1955 erschienene, dreibändige Fantasy-Epos „The Lord Of The Rings“ von dem Sprachprofessor J.R.R. Tolkien gilt als eines der grossen Standartwerke der Fantasyliteratur.

J. R. R. Tolkien

J. R. R. Tolkien

Obschon der Autor selbst, sein Epos als unverfilmbar bezeichnete, wurden schon früh filmisches Interesse an dem Stoff bekundet.
1978 verfilmte Ralph Bakshi Teile des Romans als Zeichentrickfilm der jedoch flopte.
Auch die japanisch-amerikanische Quasi-Fortsetzung aus dem Hause Rankin/Bass vermochte nicht wirklich zu überzeugen.

Nichtsdestotrotz machte sich der neuseeländische Regisseur Peter Jackson („Braindead“) bereits in den 90er Jahren mit seiner Frau Fran Walsh und der Drehbuchatorin Philippa Boyens daran ein Drehbuch zu entwickeln.

Miramax Studios unter Harvey Weinstein interessierten sich früh für das Projekt, wollten jedoch nur einen einzigen Film mache.
Da dies für Jackson unmöglich erschien, schaute er sich nach anderen möglichen Geldgebern um, und stiess bei New Line Cinema auf offene Ohren.
Die Studioverantwortlichen forderten ausdrücklich drei Filme, was ganz im Interesse des Regisseurs war.

Regisseur Peter Jackson mit Cristopher Lee und Ian McKellen

Regisseur Peter Jackson mit Cristopher Lee und Ian McKellen

Bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Produktion stiessen die beiden bekannten Tolkien-Illustratoren Alan Lee und John Howe, sowie der Produktionsdesigner Richard Taylor und seine Effektefirma Weta, zum Projekt, und beeinflussten die optische Gestaltung masgeblich.

Insgesammt wurde grosser Wert auf Detailgenauigkeit gelegt, und so wurde nebst Sprachtrainer, die mit den Darstellern die elbischen Sätze aus Tolkiens Sprachschatz einübten, auch Schwertkampfexperte Bob Anderson, der bereits mit Erol Flynn gedreht hatte und an den Star Wars-Filmen beteiligt war, an Bord geholt.

Für die Hauptrolle Frodos wurde Elijah Wood („Flipper“) gecastet, während für Gandalf zunächst Sean Connery vorgesehen war, ehe Ian McKellen („Gods And Monsters“) den Part übernahm.

Nebst bekannteren Darstellern wie Hugo Weaving als Elrond, John Rhys-Davies als Gimli oder Christopher Lee als Saruman, wurden auch neue Gesichter wie Orlando Bloom in der Rolle des Legolas oder Dominic Monaghan als Merry verpflichtet.

Die weiblichen Hauptrollen wurden von Liv Tyler („Armageddon“) als Arwen, die Geliebte Aragorns, und Cate Blanchett („Elizabeth“) als Elbenkönigin Galadriel, verkörpert.

Der Soundtrack stammte von Howard Shore („Silence Of The Lambs“), während die irische Sängerin Enya das Lied „May It Be“ dazu beisteuerte.

Der Film wurde 2002 für insgesammt 13 Oscars nomminiert und gewann 4 davon, unter anderem für die besten Special Effects und die beste Kameraarbeit.

Fazit:
Die „The Lord Of The Rings“-Trilogie ist wohl eines der grössten Kinoereignisse der letzten Jahre.
Da es sich um ein kompaktes Gesamtkunstwerk handelt, ist es schwer die einzelnen Teile der Reihe einzeln zu bewerten.
Ich versuche es nun dennoch.

„The Fellowship Of The Ring“ als erster Teil der Reihe, hat es in mehrerer Hinsicht schwer, erstens muss dem Publikum eine neue Filmreihe schmackhaft gemacht werden, zweitens müssen ihminnerhalb kürzester Zeit, die wichtigsten Handlungsstränge, für die Tolkien über 1000 Seiten zur Verfügung hatte, verständlich gemacht werden.

Jackson greift hierbei zu dem filmischen Stilmittel des Prologes, und schafft es somit auch absolute Fantasy-Laien in die Welt Mittelerdes einzuführen.

Ohnehin steigert Jackson das Tempo das Films Schritt für Schritt, und vergisst nicht auf wichtigen Storyelementen zu ruhen.
Er schafft es aus einem epischen, handlungsreichen Werk, eine flüssig, spannungsreiche Filmhandlung zu gestalten.

Dass gewisse Szenen und Handlungsstränge zugunsten des Filmflusses gestrichen oder umgeschrieben werden mussten ist angesichts der Tatsache, dass hierfür Elemente aus Tolkiens restlichem Kosmos (z.B. dem „Silmarillion“) eingefügt wurden, mehr als verkraftbar.

Ohnehin wurde mit grösster Sorgfalt und Detailgetreue vorgegangen.
Dies zeigt sich auch beim Design, von Weta, das dem Film zugrunde liegt.
So hat beispielsweise jedes Volk einen eigenen Stil, der sich von Architektur über Sprache, Kleidung und Schrift durchzieht.
Dies schafft Figurentiefe, die sich auch durch die präzisen Besetzung der Charaktere wiederspiegelt.

Die Schauspielerischen Leistungen überzeugen durchs Band, und nebst den Altstars wie Ian McKellen, Ian Holm und Cate Blanchett, können auch die Filmneulinge wie Orlando Bloom oder Sean Astin locker bestehen.

Grossartig sind selbstredlich auch die ganzen Locations in Neuseeland.
Die Landschaften bestechen durch ihre Schönheit, und Kameramann Andrew Lesnie fängt diese in atemberaubenden Bildern ein.

Ein grossartiger Einstieg in einen der wegweisensten Film-Zyklus unserer Tage.

5 von 5 Hobbitfüssen

5 Stern

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