The Hobbit- An Unexpected Journey

New-Hobbit-PosterNeun Jahre nach Abschluss der „Lord Of The Rings“-Reihe bringt der Neuseeländer Peter Jackson mit „The Hobbit- An Unexepted Journey“ die Vorgeschichte dazu ins Kino.
Zumindest der erste Teil derselbigen…

Uraufführung: 28.11.2012
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage

Story:
Für Bilbo Beutlin (Martin Freeman) geht, wie für alle Hobbits, nichts über ein ruhiges und beschauliches Leben.
Mit demselbigen ist es allerdings im nu vorbei alls eines Abends der Zauberer Gandalf (Ian McKellen) vor seiner Tür steht; im Schlepptau 13 Zwerge.

Angeführt von Thorin Eichenschild (Richard Armitage), Abkömmling eines mächtigen Zwergenkönigs, wollen sie den Berg Erebor, unter dem ein mächtiger Zwergenschatz liegt, und den der Feuerdrache Smaug einst eingenommen hat, zurückerrobern.

Für dieses Abenteuer benötigen die Zwerge noch einen „Meisterdieb“, welchen sie in Bilbo gefunden zu haben glauben.
Dieser kann sich jedoch mit dem Vorhaben zunächst nur schwerlich anfreunden, und es kostet ihn einiges an Überwindung, doch zuzustimmen.

Bilbo (Martin Freeman) studiert den Zwergenvertrag

Bilbo (Martin Freeman) studiert den Zwergenvertrag

Die Reise gestaltet sich jedoch schwerer als gedacht, den die Gruppe trifft nicht nur auf hungrige Trolle, wargreitende Orkkrieger und gigantische Steinriesen, auch weiss der braune Zauberer Radagast (Sylvester McCoy), ein Freund Gandalfs, von einer dunklen Macht, die sich im Osten Mittelerdes ausbreitet zu berichten…

Zauberer unter sich: Gandalf der Graue (Ian McKellen) und Radagast der Braune (Sylvester McCoy)

Zauberer unter sich: Gandalf der Graue (Ian McKellen) und Radagast der Braune (Sylvester McCoy)

Trivia:
Bereits nach Erscheinen der „Lord Of The Rings“-Filmtrilogie wurde die Forderung nach einer Verfilmung des, 1937 erschienenen, Vorgängerromanes laut.

Peter Jackson, Regisseur und Produzent der „Lord Of The Rings“-Filme, erklärte sich bereit, dass Projekt durchzuführen, allerdings bloss als Produzent.
Für die Regie zog man 2008 den Mexikaner Guillermo Del Torro („El Labyrintho Del Fauno“) hinzu.

Del Torro erarbeitete mit Jackson, Fran Walsh, und Philippa Boyens ein Drehbuch, sowie ein visuelles Konzept.
Hierfür wurden die Tolkien-Illustratoren Alan Lee und John Howe, die bereits an der „Lord Of The Rings“-Trilogie beteiligt waren, involviert.
Man entschloss sich zudem dazu, den Roman auf zwei Filme aufzuteilen.

Da MGM, die die Rechte an J.R.R. Tolkiens Roman innehatten, jedoch zwischenzeitlich in finanzielle Schieflage gerieten, und die Filme auf der Kippe standen, verliess Del Torro 2010 das Projekt.

Als MGM endlich die finanziellen Turbulenzen überstanden hatten, sahen sich die Produzenten gezwungen, einen Ersatz auf dem Regiestuhl zu platzieren.
Nachdem vorerst Namen wie David Yates und Brett Ratner als ins Spiel gebracht wurden, entschloss sich Peter Jackson schlussendlich, selbst die Regie zu übernehmen.

Er gab bekannt, dass es nicht länger zwei, sondern drei Filme geben solle, und dass diese in High Frame Rate 3D, mit 48 Bildern pro Sekunde, also doppelter Geschwindigkeit, aufgenommen werden würden.

Da Ian Holm für den Part des jungen Bilbo Beutlins etwas zu alt schien, waren diverse Schauspieler für die Rolle im Gespräch.
Elijah Wood, Daniel Radcliff und James McAvoy, wurden nebst anderen gehandelt, ehe Martin Freeman („The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy“) die Rolle erhielt.

Ian Holm als gealterter Bilbo und Elijah Wood als Frodo tauchen kurz im Filmprolog auf.
Daneben nimmt auch Ian Mc Kellen seine Rolle als Zauberer Gandalf wieder auf.

Ebenfalls wiederum zu sehen sind Hugo Weaving als Elrond, Cate Blanchett als Galadriel, Christopher Lee als Saruman und Andy Serkis als Gollum.

Dr. Who-Darsteller Sylvester McCoy, der Radagast der Braune spielt, war einige Jahre zuvor für die „Lord Of The Rings“-Trilogie als Bilbo im Gespräch, ehe damals Ian Holm die Rolle erhielt.

Richard Armitage („Captain America“) gab Thorin Eichenschild.
In seinem Gefolge traten unter anderem Ken Stott („King Arthur“) als Balin, sowie Jed Brophy und Mark Hadlow als Nori und Dori auf.
Die letzten zwei traten bereits zuvor in mehreren Filmen Peter Jacksons auf, Jed Brophy auch in allen „Lord Of The Rings“-Filmen.

Als Antagonisten fungierten unter anderen der Neuseeländer Manu Bennet („30 Days Of Night“) als Orkanführer Azog und der australische Comedydarsteller Barry Humphries („Finding Nemo“) als Goblinkönig.

Der Goblinkönig (Barry Humphries)

Der Goblinkönig (Barry Humphries)

Der Soundtrack schrieb erneut Oscar-Preisträger Howard Shore, während, wie schon bei der „Lord Of The Rings“-Reihe, Andrew Lessnie die Kameraführung übernahm.
Der Filmschnitt erfolgte schliesslich durch Jabez Olssen, der bereits bei „The Two Towers“ diese Aufgabe innehatte.

Fazit:
„The Hobbit- An Unexpected Journey“ als Quasi-Prequels zu einer  der erfolgreichsten Filmreihen der letzten Jahre, muss sich wohl oder übel an dieser messen lassen.

Die Machart ist wie bei der „Lord Of The Rings“-Trilogie wiederum vom allerfeinsten.
Richard Taylor und seine Effekteschmiede WETA entzücken wiederum mit tollem Charakterdesign und grossartigen Sets, während Andrew Lessnies Kamerafahrten den Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Das Guillermo Del Torro in punkto Design seine Finger im Spiel hatte, wird insbesondere in der Goblinszene deutlich.

Storytechnisch hält man sich zwar nahe an die Vorlage, scheut sich aber nicht davor, Elemente aus Tolkiens weiteren Werken dazuzuführen.
Auch bei den Figuren liess man sich grosse künstlerische Freiheiten.

So scheint mir persönlich, insbesondere die Figur Thorins etwas gar zu jung und zu „Aragorn-mässig“ geraten.
Dies ist jedoch kein Vorwurf an Richard Armitage, der wie alle Akteure sehr gute Arbeit leistet.

Radagast der Braune ist to mutch. Zu abgefahren und viel zu freakig ist er, und hätte in dieser Form eher in eine weitere „Narnia“-Verfilmung denn in Tolkiens Kosmos gepasst.

Ebenfalls nicht wirklich überzeugen kann Azog, der als Villain keinerlei Empathien zu wecken vermag.
Ganz anders verhält es sich mit dem Goblinking, der trotz kurzem Auftritt in bleibender Erinnerung bleibt.

Auch das Wiedersehen mit den Figuren aus der „Lord Of The Rings“-Trilogie, allen voran Gollum, lässt das Fanherz höher schlagen.
Seine Szene gehört zu den Höhepunkten des Films.

Wie erwähnt, überzeugen die Schauspieler durchs Band, allen voran Martin Freeman, der Bilbo grossartig verkörpert, und nicht der Versuchung erliegt, bloss Ian Holm zu imitieren.

Der Soundtrack schliesslich, ist sehr gelungen. Wenn auch nicht ganz so episch wie derjenige zur „Lord Of The Rings“-Reihe, so hat er doch seine Momente.
Insbesondere der „Misty Mountain“-Song der Zwerge, der auch in orchestraler Form den Film begleitet, ist ein wahrer Ohrenschmaus.

Obschon der Film, storytechnisch, stellenweise etwas gar zu aufgeblasen, und zeitweise ein wenig langatmig wirkt, überzeugt er im grossen Ganzen dennoch.

Auch muss man es dennoch anrechnen, dass er sich die nötige Zeit und nötigen Freiheiten herausnimmt, um die Geschichte stimmig zu erzählen.

So darf man also bereits gespannt auf die nächsten beiden Teile sein.

4 von 5 Rätseln (im Dunkeln)

4 Stern

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Eine Antwort zu The Hobbit- An Unexpected Journey

  1. Owley schreibt:

    Gute Review. Könnte es nicht besser auf den Punkt bringen – Gut, aber mit Luft nach oben.

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