Anthony Hopkins wird 75

Am heutigen Silvestertag feiert mit Anthony Hopkins einer der bedeutesten englischsprachigen Schauspieler seinen 75. Geburtstag.

Anthony Hopkins

Anthony Hopkins

1937 in Port Talbot, Wales, geboren, der Ortschaft aus welcher auch Richard Burton stammte, zog es ihn schon früh zur Schauspielerei. 1957 schrieb er sich am „Royal Welsh College of Music & Drama“ in Cardiff ein. Bald wurde er von keinem geringerem als Sir Laurence Olivier entdeckt, und ans renomierte „Royal National Theatre“ in London, geholt, wo er fortan, vorwiegend Shakespeare-Stücke, spielte.

1968 spielte Hopkins seine erste Spielfilm-Rolle in dem Historienstück „The Lion In Winter“. Nebst ihm agierten Schauspiellegenden wie Peter O’Toole und auch Katherine Hepburne, die für ihre Leistung promt den Oscar erhielt.

Mit Katherine Hepburne in "The Lion In Winter"

Mit Katherine Hepburne in „The Lion In Winter“

In den 70ern drehte er viel fürs britische Fernsehen, was ihm einige Preise einbrachte, und spielte nebst „Hamlet“ auch in verschiedenen Historienfilme.

Ohnehin verkörperte er des öfteren historische Figuren, von Richard Löwenherz über Adolf Hitler, C.S. Lewis, Pablo Picasso bis hin zu seiner neusten Rolle als Alfred Hitchcock im eben erst angelaufenen Biopic über den Regisseur. Für 2014 ist mit „Hemingway & Fuentes“ ein Film über Ernest Hemingway geplant, in dem er den Ausnahmeschriftsteller darstellen soll.

In folgenden Jahren drehte er auch mehrfach mit Richard Attenborough, unter anderem den Kriegsfilm „A Bridge To Far“ und den Psychothriller „Magic“.

1980 spielte er unter David Lynch und an der Seite von John Hurt in „The Elephant Man“. Im Jahr darauf folgte mit „Othello“ eine weitere Shakspeare-Filmrolle.

Mit John Hurt in "The Elephant Man"

Mit John Hurt in „The Elephant Man“

1991 folgte sein entgültiger Durchbruch mit der Verkörperung des genial-wahnnsinnigen Psychokillers Dr. Hannibal Lecter in Johnathan Demmes „The Silence Of The Lambs“. Die Rolle, die er von Brian Cox übernahm, und die sowohl Gene Hackman wie auch Jeremy Irons abgelehnt hatten, brachte ihm mehrere Preise ein, darunter den Oscar für den besten Hauptdarsteller.
Hopkins spielte Lecter noch zwei weitere Male, 2001 in „Hannibal“ und ein Jahr später in „Red Dragon“.

Dr. Hannibal Lecter

Dr. Hannibal Lecter

In den 90ern spielte Hopkins unter anderem unter der Regie Steven Spielbergs, Oliver Stones oder Francis Ford Coppola.
Mit James Ivory drehte er „Howards End“ und „The Remains of the Day“.
Für letzteren Film war er 1994 als bester Hauptdarsteller für einen Oscar nomminiert. Weitere Oscarnominationen erhielt Hopkins 1995 und 1997 für die Darstellung der amerikanischen Präsidenten Richard Nixon („Nixon“) und John Quincy Adams („Amistad“).

Mit Joan Allen in "Nixon"

Mit Joan Allen in „Nixon“

1993 wurde der Walise von Queen Elizabeth II zum Ritter gschlagen, und darf sich seither „Sir“ nennen.
Im Jahre 1996 versuchte sich Hopkins erstmals als Regisseur mit „August“,einer Filmadaption von Anton Tschechow’s Theaterstück „Onkel Wanya“.

1999 folgte mit der Rolle des Titus Andronicus in „Titus“ eine weitere, vielbeachtete Shakespear-Rolle.

Daneben trat Hopkins auch in „Bram Stokers Dracula“ als Van Helsing, in „The Mask Of Zorro“ als gealterter Zorro oder auch im Historienepos „Alexander“ auf.

In den letzten Jahren war er unter anderem in der Neufassung des Horrorklassikers „The Wolfman“ oder der Marvel-Verfilmung „Thor“ zu sehen. Für letzterer wird bereits das Sequel gedreht, in dem Hopkins erneut auftreten soll, und auch in der Fortsetzung des Actionhits „Red“ wird er zu sehen sein.

In einem Interview äusserte sich Hopkins kürzlich über die langen Drehtage, die ihm mit zunehmenden Alter stärker belasten, folgendermassen:
„Heutzutage sind die Arbeitstage sehr lang. Außer wenn man mit Woody Allen oder Clint Eastwood dreht. Die hören gerne früh auf. Ich persönlich halte das für eine gute Idee.“

Es bleibt zu hoffen dass Hopkins sich selbst diesen Rat nicht zu Herzen nimmt, noch einige Filme dreht, und die Zuschauer mit seinem grossartigen Schauspiel in den Bann schlägt.

In diesem Sinne:
Happy Birthday Anthony Hopkins.

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