Seven Psychopaths

Seven Psychopaths (2012)Der zweite Spielfilm des irischen Oscarpreisträgers Martin McDonagh bewegt sich zwischen knallhartem Gangsterfilm und schwarzhumoriger Komödie.

Uraufführung: 7.9.2012
Regie: Martin McDonagh
Darsteller: Colin Farrell, Sam Rockwell, Woody Harrelson, Christopher Walken u.a…

Story:
Drehbuchautor Marty (Colin Farrell) arbeitet verzweifelt an einem neuen Script namens „Seven Psychopaths“.
Martys Kumpel Billy (Sam Rockwell), der sein Lebensunterhalt mit dem Kidnapping kleiner Hunde verdient, versucht ihm bei der Arbeit zu helfen.

Als Billy und sein Partner Hans (Christopher Walken) eines Tages versehentlich das Schosshündchen des Gangsterbosses Charlie (Woody Harrelson) entführen, geraten sie in ernsthafte Schwierigkeiten.

Marty (Colin Farell), Hans (Christopher Walken) und Billy (Sam Rockwell)

Marty (Colin Farell), Hans (Christopher Walken) und Billy (Sam Rockwell)

Denn Charlie ist zum Äussersten bereit, um seinen Liebling wiederzukriegen.

Gangsterboss Charlie (Woody Harrelson)

Gangsterboss Charlie (Woody Harrelson)

Zudem treibt auch noch ein Psychokiller, dessen Markenzeichen Pokerkarten sind, die er am Tatort platziert, sein Unwesen.

Und was hat der Kanninchenliebhaber Zachariah (Tom Waits) der eines Abends vor Martys Haus steht, und sich als „Serienkiller-Killer“ ausgibt, mit dem Ganzen zu tun?

Zachariah (Tom Waits) und seine Freundin ( Amanda Mason Warren)

Zachariah (Tom Waits) und seine Freundin ( Amanda Mason Warren)

Trivia:
Nach seinem Überaschungserfolg „In Bruges“, 2008, ist „Seven Psychopaths“ erst der zweite Film des irischen Theaterregisseurs Martin McDonagh.
Wie bereits bei seinem Erstling schrieb er das Drehbuch, das dem Film zugrunde liegt, wiederum selber.

Regisseur Martin McDonagh

Regisseur Martin McDonagh

Und wiederum übernimmt McDonagh’s Landsmann Colin Farrell („Minority Report“) die Hauptrolle.
An seiner Seite spielen unter anderem Sam Rockwell („Confessions of a Dangerous Mind“) und Christopher Walken („The Deer Hunter“).

Für die Rolle des Verbrecherbosses Charlie war zunächst Mickey Rourke vorgesehen, der hierfür sogar das Angebot zu „The Expendables 2“ sausen liess.
Nachdem er sich allerdings am Set mit McDonagh zerstritt, wurde er kurzerhand durch Woody Harrelson („Natural Born Killer“) ersetzt.

Die weiblichen Hauptrollen übernahmen Olga Kurylenko („Quantum Of Solace“) und Abbie Cornish („Sucker Punch“) als Martys australische Freundin Kaya.

In kleinen Nebenrollen zu sehen sind der Charakterdarsteller Harry Dean Stanton („Paris, Texas“) als Quäker und Gabourey Sidibe („Precious“) als Hundesitterin.

Der Soundtrack des Filmes komponierte Carter Burwell, der bereits den Score zu „In Bruges“ schrieb.

Fazit:
„Seven Psychopaths“ ist ein Film wie man ihn nicht alle Tage sieht.
Der Streifen bewegt sich zwischen Gangsterfilm, Roadmovie und Komödie, irgendwo zwischen Brian Da Palma, Guy Ritchie und Quentin Tarantino, überrascht aber immer wieder durch Innovation.

Die Story ist gut erzählt, weisst ein schönes Tempo auf und die verschiedenen Handlungsstränge sind raffiniert miteinander verwoben.
Der Film nimmt zudem sich selbst und Hollywood an sich auf die Schnippe, was  eine weitere Ebene schafft.

McDonagh scheut sich auch nicht davor Gewaltszenen ungeschönt zu zeigen, und gewisse Szenen neigen geradezu zur Tragik.
Hier zeigt sich das Talent des Regisseurs; der es vermag zwischen den Extermen zu balancieren, und bitteren Ernst mit tiefschwarzem Humor zu einem harmonischen Ganzen zu bündeln.

Von den Schauspielleistung her überzeugen eigentlich alle Darsteller.
Besondere Freude macht es jedoch, Christopher Walken zuzusehen, der ein weiteres Mal beweist, dass er sich nicht zu schade ist, auch mal etwas „schrägere“ Rollen zu übernehmen.

Meiner Meinung nach liegt die einzige Schwäche des Films darin, dass man versucht hat all zu viele Charaktere in der Geschichte zu platzieren, wodurch mehrere Charaktere zu Randfiguren werden.
Weniger wäre in diesem Fall wohl mehr gewesen.

Insgesamt jedoch ein innovativer, schräger Streifen, der von einem bitterbösen Humor durchzogen wird, und sich selbst auch nicht allzu ernst nimmt.

4 von 5 Shih Tzu Hündchen

4

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