The Pink Panther

pink_pantherVor genau 50 Jahren erschien mit „The Pink Panther“ der erste Film einer, bis heute anhaltenden, Franchise rund um den trotteligen Inspector Clouseau.

Uraufführung: 9.1.1963
Regie: Blake Edwards
Darsteller: David Niven, Peter Sellers, Claudia Cardinale, u.a…

Story:
Prinzessin Dala (Claudia Cardinale), Tochter des Schahs von Lugash, verbringt ihren Winterurlaub im italienischen Cortina d’Ampezzo.
Da sie den wertvollen „Pink Panther“, einen rosaschimmerden Diamanten von unschätzbarem Wert, mit sich führt, ist die Aufregung gross.
Denn der internationale Meisterdieb „Phantom“ hat es auf den Edelstein abgesehen.

Prinzessin Dala (Claudia Cardinale)

Prinzessin Dala (Claudia Cardinale)

Hinter der Maske des Ganoven verbirgt sich niemand geringeres als der britische Lebemann Sir Charles Lytton (David Niven), der sich ganz „zufälligerweise“ ebenfalls in den italienischen Alpen aufhält.

Ebenso „zufällig“ taucht auch dessen Neffe George (Robert Wagner) auf, den der Onkel eigentlich auf einer amerikanischen Universität wähnte.
In Tat und Wahrheit macht er jedoch diesem alle Ehre, schlägt ebenfalls eine kriminelle Laufbahn ein, und hofft seinerseits mit dem Diebstahl des „Pink Panthers“ einen grossen Coup landen zu  können.

Zwei Gauner vereint... (Robert Wagner und David Niven)

Zwei Gauner vereint… (Robert Wagner und David Niven)

Auf der Spur des „Phantoms“ ist der französische Kriminalist Inspector Clouseau (Peter Sellers).
Dieser ist ein jedoch ein unbeholfener Trottel, der mit dem Fall heillos überfordert ist.

Madame und Monsieur Clouseau (Capucine und Peter Sellers)

Madame und Monsieur Clouseau (Capucine und Peter Sellers)

Und dann wäre da noch Clouseaus Frau, Simone (Capucine), die heimlich mit Sir Charles Lytton ein Verhältniss hat, und diesem erst noch bei seinen Diebeszügen hilft.

Für Spannung und Turbulenzen ist also durchaus gesorgt im italienischen Skiort…

Trivia:
„The Pink Panther“ erschien 1963, und ist der erste Teil einer, (bis heute) 11 Filme umfassenden, Reihe.

Blake Edwards, der in den frühen sechziger Jahren mit Filmen wie „Operation Petticoat“ und „Breakfast At Tiffany’s“ internationale Bekanntheit erlangte, schrieb sowohl das Drehbuch und führte Regie.

Regisseur Blake Edwards

Regisseur Blake Edwards

Für die Rolle des Meisterdiebes Lytton wurde David Niven („Death On The Nile“) verpflichtet, Robert Wagner („The Longest Day“) spielte dessen Neffe und Claudia Cardinale („Il Gattopardo“) die hübsche Prinzessin Dala.

Als Inspector Clouseau und seine Frau Simone waren zunächst Peter Ustinov und Ava Gardner vorgesehen.
Da Gardner das Projekt jedoch frühzeitig verliess und sich Ustinov ihr anschloss, wurden die Rollen kurzerhand mit der französischen Filmschauspielerin Capucine („Fellini – Satyricon“) und dem britischen Comedian Peter Sellers („Dr. Strangelove“) neubesetzt.

Insbesonders die letztere Wahl erwies sich als goldrichtig.
Denn obschon eigentlich David Niven Hauptdarsteller des Filmes war, so wurde Sellers bzw. Clouseau schnell zum Publikumsliebling, sodass Blake Edwards sich schon bald an die Produktion eines neuen Filmes um den schusseligen Flic machte.
Insgesammt sollte Sellers in fünf Filmen die Rolle des Inspector Clouseau spielen.

Ebenfalls ungeheure Popularität erlangte die Figur des „Pink Panthers“.
Obwohl es sich dabei, streng genommen, um einen Diamanten handelte, liess Edwards die Trickfilmschmiede DePatie-Freleng Enterprises einen Titelvorspann um einen rosaroten Panther erstellen.
Diese Trickfilmfigur, die in der gesamten Werbekampagne des Filmes Verwendung fand, bekam aufgrund der grossen Beliebtheit bereits 1964 eine eigene Trickfilmserie und wurde im deutschsprachigen Raum unter dem Namen „Paulchen Panther“ bekannt.

Den Soundtrack schrieb Edwards‘ Stammkomponist Henry Mancini („Breakfast at Tiffany’s“), der hierfür sowohl eine Oscar- wie auch eine Grammynomination einheimste.

Fazit:
Die Sechziger schossen Krimi-Komödien wie Pilze aus dem Boden, was Klassiker wie „Arabesque“ oder „Charade“ beweisen.
„The Pink Panther“ reiht sich nahtlos in diese Reihen ein, wenn er auch ganz klar heraussticht.

Der Film bietet eine intelligente, wendungsreiche Story, gespickt mit jeder Menge Slapstik, Action, Glamour und Romantik sowie zahlreichen Verwechslungmomenten.
Aberwitzige Situationskomik, die sich, wie von selbst, und ganz nebenbei ergibt, tragen stark zum Humor des Filmes bei.
Blake Edwards Inszenierung kommt im Grossen und Ganzen ziemlich flott daher, dennoch hat es mehrere Momente in denen das Tempo markant abnimmt, und der Handlungsfluss etwas harzt.

Die tollen Schauspielleistungen merzen jedoch diese Mängel wieder aus.
Peter Sellers spielt schlicht genial, und wird von David Niven, Claudia Cardinale und Robert Wagner bestens ergänzt.

Hinzu kommt Mancinis grossartiger Soundtrack im Easy listening-Stil mit dem unverkennbaren Titelmotiv und dem Canzoni „It Had Better Be Tonight /Meglio Stasera“ gesungen von Fran Jeffries.

Blake Edwards beweist mit diesem Film dass er ein Meister der stilvollen Komödie ist. Trotz einiger Längen, punktet der Film mit seinem Cast, allen voran Peter Sellers.

4 von 5 rosaroten Edelsteinen

4

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