Silver Linings Playbook

slp posterEiner der grossen Favoriten bei den Oscarverleihungen dieses Jahr, mit 8 Nominationen, darunter in den 5 Haupt- und sämtlichen Schauspielerkategorien.
Ob der Film allerdings auch wirklich so gut ist? 

Uraufführung: 8.9.2012
Regie: David O. Russell
Darsteller: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Chris Tucker, u.a…

Story:
Pat (Bradley Cooper) wurde soeben von seiner Mutter (Jacki Weaver) aus der psychiatrischen Anstalt geholt.
In diese wurde er eingewiesen, nachdem er seine Frau Nikki (Brea Bee) inflagranti beim Fremdgehen erwischt, und den Ehebrecher fast zu tode geprügelt hatte.

Nun möchte er unbedingt die Beziehung zu Nikki kitten.
Doch er hat nicht nur ein, gesetzlich verordnetes, Annäherungsverbot zu seiner Noch-Ehefrau, sondern muss auch noch erfahren, dass diese das gemeinsame Haus verkauft hat, und weggezogen ist.

Also lebt Pat fortan bei seinen Eltern, in Philadelphia.
Doch auch hier liegt einiges im Argen.
So hat Pat’s Vater (Robert De Niro) soeben seinen Job verloren, und versucht mit Baseball-Wetten sein Geld zu machen.

Pat's Eltern (Jacki Weaver und Robert De Niro)

Pat’s Eltern (Jacki Weaver und Robert De Niro)

Als er von seinem Kollegen Ronnie (John Oritz) und dessen Frau Veronica (Julia Stiles) zum Essen eingeladen wird, lernt er dort die attraktive Tiffany (Jennifer Lawrence) kennen.
Pat hofft durch sie Kontakt zu Nikki aufbauen zu können, und freundet sich mit ihr an.
Doch er weiss nicht dass es sich bei Tiffany um eine Nyphomanin handelt, die ihre eigenen Pläne verfolgt.

Tiffany (Jennifer Lawrence) und Pat (Bradley Cooper)

Tiffany (Jennifer Lawrence) und Pat (Bradley Cooper)

Trivia:
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Matthew Quick.
Noch ehe dieser erschien, sicherte sich Weinstein Company die Rechte an einer Verfilmung.
Ursprünglich war Sidney Pollack als Regisseur vorgesehen, als dieser jedoch 2008 verstarb, übernahm David O. Russell („The Fighter“) an seiner statt.

Regisseur David O. Russell (m.) mit seinen Hauptdarstellern.

Regisseur David O. Russell (m.) mit seinen Hauptdarstellern.

Russell verfasste das Drehbuch des Filmes eigenhändig.
Für die Hauptrollen waren zunächst Vince Vaughn und Zooey Deschanel vorgesehen.
Während sich Russell für die Rolle Pats schon bald für Bradley Cooper („The Hangover“) entschied, war die Wahl bei der Rollenvergabe für Tiffany wesentlich schwerer.
Ein ilusteres Darstellerkarusell mit Namen wie Angelina Jolie, Olivia Wilde und Anne Hathaway, drehte sich, ehe es bei Jennifer Lawrence („The Hunger Games“) zu stehen kam.

Als Pat’s Eltern sind die Australierin Jacki Weaver („Animal Kingdom“) und Oscarpreisträger Robert De Niro („The Godfather Part II“) zu sehen, während Chris Tucker („Rush Hour“) den Psychiatrieinsassen Danny spielt.

Bollywood-Schauspieler Anupam Kher spielt Pats Psychiater, Dr. Patel und Paul Herman den Buchmacher Randy.

Letzterer hat mit Filmpartner Robert De Niro schon eine Vielzahl Filme gedreht, darunter „Once Upon A Time In America“ oder „Casino“.

Für den Filmsoundtrack wurden sowohl von Danny Elfman („Batman“) komponierte Stücke, wie bereits vorhandene Songs, u.a. von Stevie Wonder, Led Zeppelin und Dave Brubeck verwendet.

Der Film wurde in nur gerade 33 Tagen gedreht.
Für die Kameraführung war Masanobu Takayanagi („Babel“) verantwortlich, während Jay Cassidy („Into The Wild“) und Crispin Struthers („RocknRolla“) den Schnitt übernahmen.

Der Film wurde für eine Vielzahl Preise Nominiert, darunter 8 Oscars, darunter in allen Hauptkategorien und sämtlichen Schauspieler-Kategorien.

Trivia:
„Silver Linings Playbook“ verkauft sich zwar als romantic comedy, über weite Strecken des Filmes vermag dieser es jedoch nicht, das Publikum zu erreichen.

Etwas mehr als die Hälfte des Films kommt die Story flach und uninspirierend daher.
Erst im letzten Drittel dreht sie nochmals auf und gewinnt stetig an Essenz dazu.
Hier zeigt sich das grosse Potential, welches die Handlung durchaus gehabt hätte, hier packt Russell nochmals alles rein, Spannung, Comedy und grosse Gefühle.

Wenn auch die Handlung inkonstant daher kommt, so überzeugen zumindest die Darsteller.

Ausklammern muss man meiner Meinung nach jedoch Hauptdarsteller Cooper.
Zu blass und eintönig spielt er, und vermag es nicht die Sympathie des Publikums zu gewinnen.

Doch er wird von einer grossartigen Schar Nebendarsteller umgeben.
Robert De Niro gibt Pats neurotischen Vater absolut herrlich, Jacki Weaver als seine Mutter überzeugt und Comedian Chris Tucker spielt den Psychopaten Danny genial abgedreht.
Überschattet werden sie alle jedoch von Jennifer Lawrence.
Die junge Actresse spielt voller Elan und glüht förmlich von Spielfreude.
Im Zusammenspiel mit Bradley Cooper spielt sie diesen locker an die Wand und füllt die Szene locker aus.

Somit bleibt der Film eine nicht sonders herausragende Rum-com, die ihre Stärken erst zum Schluss preisgibt.
In Erinnerung bleiben einzig die tollen Nebendarstellern, allen voran die grossartige Jennifer Lawrence.

3.5 von 5 Silberstreifen (am Horizont)

3.5

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2 Antworten zu Silver Linings Playbook

  1. donpozuelo schreibt:

    Ich habe immer überlegt, ob ich mir den anschauen soll oder nicht. Aber was du so schreibst, bestätigt meine Befürchtungen. Von daher warte ich vielleicht doch einfach auf die DVD.

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