Hyde Park On Hudson

hpoh posterNach „Lincoln“ ist „Hyde Park On Hudson“ der zweite Film heuer, der sich mit einem US-Präsidenten befasst.
Diesesmal ist es Franklin D. Roosevelt, verkörpert von Bill Murray, der im Mittelpunkt des Filmes steht.

Uraufführung: 7.12.2012
Regie: Roger Michell
Darsteller: Bill Murray, Laura Linney, Samuel West, Olivia Colman, u.a…

Story:
Sommer 1939; um dem Polit-Alltag zu entkommen, flüchtet sich der US-Präsident Franklin D. Roosevelt (Bill Murray) auf den Landsitz seiner Mutter Sara (Elizabeth Wilson), „Hyde Park on Hudson“.

Dort macht er Bekanntschaft mit seiner entfernten Cousine Daisy (Laura Linney).
Die beiden kommen sich deutlich näher und beginnen eine Affäre.

Daisy (Laura Linney) und Roosevelt (Bill Murray)

Daisy (Laura Linney) und Roosevelt (Bill Murray)

Als eines Wochenendes das englische Königspaar George VI (Samuel West) und Elizabeth (Olivia Colman), die spätere Queenmum, zu Besuch kommen – der erste Staatsbesuch eines britischen Monarchen in den USA- ist die Anspannung bei allen Beteiligten gross.

Denn King George ist nicht ohne Grund in die USA gereist, der Krieg steht vor der Tür, und der englische König möchte die vereinigten Staaten auf der Seite der Verbündeten wissen.

"The Royals" (Olivia Colman und Samuel West)

„The Royals“ (Olivia Colman und Samuel West)

Und Daisy muss ihrerseits zudem feststellen, dass sie wohl nicht die einzige Mäträsse des Präsidenten ist…

Trivia:
Der Film des südafrikanischen Regisseurs Roger Michell („Notting Hill“) ist die Adaption des gleichnamigen BBC-Radiohörspieles.
Dieses basiert lose auf Tagebucheinträgen von Margaret „Daisy“ Suckley, welche nach ihrem Ableben, 1991, an die Öffentlichkeit kamen.

Regisseur Roger Michell (stehend) am Filmset

Regisseur Roger Michell (stehend) am Filmset

Richard Nelson, Autor der Radio-Vorlage, schrieb das Drehbuch zum Film.

Obschon der Film im US-Staat New York spielt, wurde er ausschliesslich in England gedreht.
Auch der Cast bestand zu einem Grossteil aus britischen Darstellern.

Samuel West („Howards End“) und Olivia Colman („Hot Fuzz“) spielten das englische Königspaar, und Olivia Williams („An Education“) Roosevelts Ehefrau Eleanor.

Elizabeth Marvel, die Maggie, die Sekretärin des Präsidenten, spielte, trat dieses Jahr bereits in einem Präsidenten-Film auf; „Lincoln“.

Ebenso hat Laura Linney („The Savages“) „Erfahrung“ im Umgang mit US-Präsidenten, verkörperte sie doch in der TV-Serie „John Adams“ die Frau desselbigen.
Bill Murray („Lost In Translation“) schliesslich, gab Franklin D. Roosevelt, den amerikanischen Präsidenten mit der längsten Amtszeit, und der einzige, der viermal hintereinander gewählt wurde.

Für den Part von dessen Mutter, wurde Kinolegende Elizabeth Wilson („The Birds“)verpflichtet

Fazit:
„Hyde Park On Hudson“ ist eine Liebeskomödie in politisch-geschichtliche Tatsachen und Begebenheiten gebettet.

Die realen Ereignisse nehmen nur eine untergeordnete Rolle ein, und was tatsächlich zwischen Roosevelt und den Frauen gelaufen ist, bleibt in Tat und Wahrheit Gegenstand von Vermutungen.

Somit sollte man keine historische Abhandlung, noch ein Biopic erwarten.
Dafür kriegt man eine heitere Komödie geboten.

Die stocksteifen, auf Ettiket bedachten, Windsors, die auf die äusserst liberalen Roosevelts treffen, welche ihnen sogleich das Du anbieten, ist allein schon genial komisch.
Und wenn das Ganze dann noch im gemeinsamen Hot Dog-Essen mit allerlei falschen Vermutungen gipfelt, bleibt garantiert kein Auge trocken.

Doch leider ist die Story an sich eher schwach, und bietet weder grosse dramaturgische Höhepunkte, noch Platz für Figurenentwicklung.

Insbesondere Daisy wird zunehmend zur Nebenfigur des Streifens, und mit andauernder Handlung immer unwichtiger.

An dieser Schwäche kann weder das, zugegeben, sehr ambitionierte, Ensemble, noch die tolle Machart, insbesondere die wunderschönen, detailreichen Aufnahmen von Kameramann Lol Crawley („Four Lions“) nicht viel dran ändern.

So bleibt der Film eine durchschnittliche Komödie, witzig zwar, aber nicht mit besonders viel Tiefe.
Die Schauspieler spielen allerdings gut, insbesondere Murray kann überzeugen.

3 von 5 Hot Dogs

 3

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