And the Oscars went to…

oscars 2013So, nun ist es soweit, und die Oscars sind verliehen worden.

Ich liess es mir natürlich nicht nehmen, und habe mir die Nacht auf heute die Show angeschaut.
Wie jedes Jahr hatte ich meine Favoriten, lag allerdings mit meinen Vermutungen nur bei etwa der Hälfte der Kategorien richtig.

Hier die Preisträger:

  • Best Picture: „Argo“
  • Best Actor: Daniel Day-Lewis („Lincoln“)
  • Best Actress: Jennifer Lawrence („Silver Linings Playbook“)
  • Best Supporting Actor: Christoph Waltz („Django Unchained“)
  • Best Supporting Actress: Anne Hathaway („Les Misérables“)
  • Best Director: Ang Lee („Life of Pi“)
  • Best Original Screenplay: „Django Unchained“ (Quentin Tarantino)
  • Best Adapted Screenplay: „Argo“ (Chris Terrio)
  • Best Animated Feature: „Brave“
  • Best Foreign Language Film: „Amour“
  • Best Original Score: „Life of Pi“ (Mychael Danna)
  • Best Original Song: „Skyfall“ (Adele Adkins, Paul Epworth)
  • Best Production Design: „Lincoln“ (Rick Carter, Jim Erickson )
  • Best Cinematography: „Life of Pi“ (Claudio Miranda)
  • Best Costume Design: „Anna Karenina“ (Jacqueline Durran)
  • Best Documentary Feature: „Searching for Sugar Man“
  • Best Documentary Short Subject: „Inocente“
  • Best Film Editing: „Argo“ (William Goldenberg)
  • Best Make-Up/Hairstyling: „Les Misérables“ (Lisa Westcott and Julie Dartnell)
  • Best Animated Short Film: „Paperman“
  • Best Live Action Short Film: „Curfew“
  • Best Sound Editing: „Skyfall“ (Per Hallberg, Karen Baker Landers) / „Zero Dark Thirty“ (Paul N. J. Ottosson)
  • Best Sound Mixing: „Les Misérables“ (Andy Nelson, Mark Paterson, Simon Hayes)
  • Best Visual Effects: „Life of Pi“ (Bill Westenhofer, Guillaume Rocheron, Erik-Jan de Boer, Donald R. Elliott )

Bei den Darstellerpreisen lag ich, ausnahmslos richtig.
Ebenso bei dem besten Regisseur und dem besten ausländischen Film.

Die Sieger der Schauspieler-Kategorien: Daniel Day-Lewis, ennifer Lawrence, Anne Hathaway und Christoph Waltz (v.l.n.r.)

Die Sieger der Schauspieler-Kategorien: Daniel Day-Lewis, Jennifer Lawrence, Anne Hathaway und Christoph Waltz (v.l.n.r.)

Verschätzt hatte ich mich beim besten animierten Film, wo ich „ParaNorman“ favoritisierte.
Der Sieger „Brave“ ist für mich hingegen der schwächste der fünf Nominierten.

Ebenso lag ich bei den Soundtracks falsch, wo ich auf den Bond-Score zu „Skyfall“ setzte.
„Life Of Pi“ ist für mich jedoch auch keine schlechte Wahl, obschon man zugegebenermasen sagen muss, dass es 2012 wesentlich stärkere Scores, als die fünf Nominierten gegeben hätte…

Dass Adele jedoch mit dem Titelsong zu „Skyfall“ abräumen wurde war klar.
Nach über 50 Jahren hat so erstmals ein Bond-Song triumphieren können

Die Auszeichnung für Quentin Tarantinos Drehbuch zu „Django Unchained“ war goldrichtig (auch wenn ich dem underrateten „Moonrise Kingdom“ die Statue ebenso gegönnt hätte), seine Dankesrede, wie könnte es anders sein, die coolste des Abends.

Und nun zum Hauptpreis.
Ich persönlich favorisierte eigentlich für „Life Of Pi“, vermutete jedoch dass ein „amerikanischerer“ Film d.h. „Lincoln“ oder „Zero Dark Thirty“ gewinnen würde.
Dass es „Argo“ wurde, ist für mich nachvollziehbar, da es einerseits eine amerikanische Story ist, die ein politische Thematik innehat, und der Film sich ein Stück weit, wie schon der Vorjahressieger „The Artist“, Hollywoods Vergangenheit annimmt.

Ben Affleck räumte mit "Argo" ab

Ben Affleck räumte mit „Argo“ ab

Zur Show an sich ist nur wenig anzumerken.
Trotz Seth MacFarlane als Host, unterschied sich der Anlass nicht gross von den Veranstaltungen anderer Jahre.

Führte durch die Show: Seth MacFarlane

Führte durch die Show: Seth MacFarlane

Hierfür blieb mir MacFarlane über zu grosse Strecken zu bissarm.

Die Musikeinlagen, von dem Musical-Medley mit „Les Misérables“, „Chicago“ und „Dreamgirls“, über die Interpretationen der Bondsongs „Goldfinger“ von Dame Shirley Basey und „Skyfall“ von Adele, bis hin zu Barbara Streisands „The Way We Were“, zu Ehren des verstorbenen Komponisten Marvin Hamlisch und weiterer Filmgrössen, die im letzten Jahr die Bühne der Welt verlassen hatten, waren allesamt sehr gelungen.

Adele singt "Skyfall"

Adele singt „Skyfall“

Jack Nicholson, der die Hauptkategorie präsentierte, war mal wieder eine Klasse für sich, während ich es etwas speziell fand dass First Lady, Michelle Obama den Sieger verlas.
Aber dass zeigt eben die patriotische Seite der Academy Awards…

Witzig wäre es gewesen, wenn die Demokratin Obama, „Lincoln“ den Film über den ersten republikanischen Präsidenten, als Sieger verkündet hätte… ;))

Alles in allem, trotz Seth MacFarlane als Gastgeber und James Bond-Ehrung, eine durchschnittliche Vergabe, die sich in den Kanon der Preisverleihungen der letzten paar Jahre einreiht.

Bei der Preisvergabe fällt auf, dass das Feld der Gewinner sehr weit gestreut ist.
Keiner der Filme konnte sich als grosser Abräumer präsentieren, und keiner der Topfavoriten konnte seiner Rolle gerecht werden.

Obschon viele grossartige Filme, gar nicht erst nominiert wurden, bin ich mit den Siegern grossmehrheitlich sehr zufrieden.
Es ist deshalb anzunehmen, dass ich mir die 86. Vergabe der Academy Awards, im kommenden Jahr wiederum ansehen werde…

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