Hansel And Gretel: Witch Hunters

hgWas wäre wenn…
Hänsel und Gretel sich nach dem Tod der Knusperhexe weiterhin ans Hexentöten machen?
Die Antwort liefert Tommy Wirkola mit „Hansel And Gretel: Witch HuntersUraufführung: 17.1.2013
Regie: Tommy Wirkola
Darsteller: Jeremy Renner, Gemma Arterton, Famke Janssen, u.a…

Story:
Nachdem sie die böse Knusperhexe zur Strecke gebracht haben, beschliessen Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) sich voll und ganz auf das Hexentöten zu spezialisieren.

Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel(Gemma Arterton) verirrten sich im Wald...

Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel(Gemma Arterton) verirrten sich im Wald…

So ziehen die beiden als professionelle Hexenjäger durch die Lande.
Ihr Ruf eilt ihnen vorraus und erreicht auch den Bürgermeister der Stadt Augsburg (Rainer Bock).

Nachdem eine Serie von Kindesentführungen, hinter denen man Hexen vermutet, seine Stadt in Angst und Schrecken versetzt hat, ruft er die beiden Hexenjäger zu Hilfe.

Doch sie sind nicht die einzigen, die den Hexen an den Kragen wollen, auch der städtische Sherrif (Peter Stormare) und seine Männer haben sich dem Kampf gegen das Böse verschrieben, mit höchst zweifelhaften Mitteln.

Das Geschwisternpaar hat indess herausgefunden, dass die Oberhexe Muriel (Famke Janssen) hinter den Kindesentführungen steckt.
Sie und ihre besenreitenden Gefährtinnen planen mit dem Blut der Kinder ein düsteres Ritual abzuhalten.

Oberhexe Muriel (Famke Janssen)

Oberhexe Muriel (Famke Janssen)

Hänsel und Gretel wagen sich in die Höhle des Löwen, nichtahnend, dass ihre eigene Vergangenheit sehr viel mit den jüngsten Ereignissen zu tun hat.

Trivia:
„Hänsel und Gretel“ zählt zu den bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm.
Schon mehrmals wurde der Stoff verfilmt, 2010 wagte sich der Norweger Tommy Wirkola („Dead Snow“) an eine Adaption.
Es ist dies seine erste englischsprachige Filmarbeit.

Regisseur Tommy Wirkola

Regisseur Tommy Wirkola

Für die Hauptrollen sah er Jeremy Renner („The Avengers“) und Noomi Rapace vor.
Nachdem Rapace allerdings kein Interesse an der Rolle des Gretels bekundete, waren Diane Kruger und Eva Green im Gespräch, ehe Gemma Arterton („Quatum Of Solace“) den Zuschlag erhielt.

Die Holländerin Famke Janssen („GoldenEye“) verkörperte die Oberhexe Muriel, der Schwede Peter Stormare („The Big Lebowski“) den Sheriff.
Thomas Mann („Project X“) war als Hänsel und Gretels jugendlicher Sidekick Benjamin zu sehen, während die Finnin Pihla Viitala („Red Sky“) das Mädchen Mina spielte.

Dem Troll Edward verhalfen gleich zwei Darsteller zum Leben.
Derek Mears („Friday The 13th“) war für das CGI verantwortlich, während Robin Atkin Downes („Prometheus“) ihm die Stimme lieh.

Mit Rainer Bock („Das Weisse Band“) als Bürgermeister, und den TV-Darstellern Kathrin Kühnel und Thomas Scharff als Hänsel und Gretels Eltern, traten gleich einige deutsche Darsteller auf.

Dies hängt damit zusammen, das zu einem Grossteil in Deutschland gedreht wurde, namentlich in den „Babelsberg Studios“ und in der Nähe von Berlin.

Für den Soundtrack war Atli Örvarsson („Season Of The Witch“) verantworlich, während sein „Mentor“ Hans Zimmer („Inception“) als Music Supervisor fungierte.

Ursprünglich war der Filmstart auf März 2012 angelegt.
Da Hauptdarsteller Jeremy Renner jedoch in diesem Jahr mit „The Avengers“ und „The Bourne Legacy“ gleich zwei Blockbuster die Kinos stürmte, verschob man den Starttermin um ein Jahr.

Fazit:
In Hollywood grasiert in letzter Zeit das Märchenfieber.
Bereits 2005 lieferte Terry Gilliam mit „The Brothers Grimm“ seine Geschichte rund um die berühmten Märchenonkels, letztes Jahr überflutete uns eine Schneewittchen-Welle und mit „Jack The Giant Slayer“, „Beautiful Creatures“ und „Oz The Great And Powerful“, stehen gleich mehrere Märchenproduktionen in den Startlöchern.

Alle diese Filme haben gemein, dass sie sich an alles andere als an die Vorlagen halten, und dazudichten und erweitern was das Zeug hält.
Solche Inovation ist durchaus zu begrüssen, – wenn sie denn zu überzeugen weiss!

Tommy Wirkola, bekannt geworden durch die Nazi-Horror-Komödie „Dead Snow“, wagte sich nun also auch an das Märchen-Genre, und wie es der Titel bereits vermuten liess, geht es dabei nicht unbedingt nach dem Prinzip „der Wind, der Wind, das himmlische Kind…e.t.c“ sondern eher hart und gnadenlos zur Sache.

Das dabei auch nicht unbedingt eine tiefgründige Story zu erwarten war, war von Beginn weg klar, doch was hier geboten wird, durchbricht alle Böden.

Die Handlung hätte auf einem Bierdeckel Platz, ist von Beginn weg durchschaubar, die Dialoge sind absolut platt und die Darsteller agieren hölzern wie Pinocchio.

Man versucht trockene Sprüche und trashigen Humor in den Film zu packen, lachen kann man jedoch nur ob der diletantischen Art der Machart.

Beim optischen Konzept konnte man sich nicht wirklich einigen ob man nun auf Mittelalter, Steampunk oder Kölner Karneval setzen sollte.
Das Make-Up der Hexen ist grottig und die digitalen Effekte erfüllen den Tatbestand einer Beleidigung.

Die Brüder Grimm schrieben Volksmärchen, der Film ist glatte anderthalb Stunden Volksverblödung.
Oder anders gesagt: er fühlt sich an wie ein Lebkuchen; klebrig in der Konsistenz, mit allerlei unnötigem Zuckerzeugs beladen, schnell gegessen und bald verdaut.

2 von 5 ebendieser Lebkuchen

2

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4 Antworten zu Hansel And Gretel: Witch Hunters

  1. donpozuelo schreibt:

    Sehe ich genauso wie du. Dabei hat Wirkola, wenn man sich mal sein „Dead Snow“ anschaut, deutlich mehr drauf. Wenn der „Hänsel & Gretel“ hier in Europa nach seinen Maßstäben hätte drehen können, wäre das sicherlich ein etwas interessanterer Film geworden.

  2. maloney schreibt:

    Warum stellt ihr an solche Filme auch immer so hohe Ansprüche? Nehmt sie doch als das was sie sind. Wir haben Gemma und Jeremy als coole Hexenjäger, innovatives Hexendesign und rasante Splatteraction, was willst du mehr von einem Film, der Hansel & Gretel: Witch Hunters heisst?

    • Mr. Nick schreibt:

      Klar waren meine Erwartungen nicht allzu hoch, doch sie wurden durch das Gesehene unterboten.
      Und: sonderlich innovativ war das Design (nicht nur der Hexen) nicht wirklich.
      Man hat sich optisch ein wenig in der Horrorecke, von „Hellraiser“ bis „Saw“ bedient, dazu ein wenig „Van Helsing“ und „Underworld“ beigefügt, et voilà.
      Nicht sonders bahnbrechend, wenn du mich fragst…

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