Spring Breakers

Spring BreakersVier Mädchen wollen aus ihrem tristen Alltag ausbrechen, und an den berühmt-berüchtigten Spring Break fahren.
Statt für die Schule zu büffeln, gilt nun: feiern, saufen und f****n.

Uraufführung: 5.9.2012
Regie: Harmony Korine
Darsteller: Selena Gomez, Vanessa Hudgens, James Franco, Ashley Benson, Rachel Korine, u.a…

Story:
Die vier College-Freundinnen Faith (Selena Gomez), Candy (Vanessa Hudgens), Brit (Ashley Benson) und Cotty (Rachel Korine) wollen in ihren Ferien an den Spring Break in Florida.

The Quartett (Ashley Benson, Selena Gomez, Vanessa Hudgens und Rachel Korine, v.l.n.r)

The Quartett (Ashley Benson, Selena Gomez, Vanessa Hudgens und Rachel Korine, v.l.n.r)

Da ihnen das nötige Geld für die Reise fehlt, überfallen sie kurzerhand eine Frittenbude und klauen das Auto ihres Lehrers.

In Florida angekommen, feiern die vier was das Zeug hält, und konsumieren Alkohol, Marihuanna und Crack. Sie werden von der Polizei wegen Drogenbesitzes festgenommen und müssen in Haft.

Doch da erscheint der zwielichtige Rapper Alien (James Franco) und bezahlt kurzerhand die nötige Kaution. Sie folgen ihm, und er führt sie in seine Welt von Drogen- und Waffengeschäfte ein.

Hat die Zähne schön... (James Franco)

Hat die Zähne schön… (James Franco)

Trivia:
Harmony Korine der mit seinem Skandalfilm „Kids“ für Furore sorgte, schrieb für „Spring Breakers“ das Drehbuch und führte Regie.

Regisseur Harmony Korine

Regisseur Harmony Korine

Für die Rolle der Cotty engagierte er seine Ehefrau Rachel Korine („Trash Humpers“).
Die beiden, von der Sparte „Disneychannel“ her kommenden, Selena Gomez („The Muppets“) und Vanessa Hudgens („High School Musical“), spielten Faith und Candy.
Als Brit wurde zunächst Emma Roberts gecastet, aufgrund Meinungsverschiedenheiten mit Regisseur Korrine, verliess sie jedoch das Projekt und wurde durch Ashley Benson („13 Going on 30“) ersetzt.

James Franco („Spider-Man“) spielte Alien, während der Rapper Gucci Mane, dessen Konkurenten Archie verkörperte.

Die Musik wurde von Cliff Martinez („Traffic“) und Skrillex geschrieben, die Kamera führte der Belgier Benoît Debie („The Runaway“) und Douglas Crise („Deception“) schnitt das Werk.

Gefilmt wurde in und um St. Petersburg in Florida.

Der Film lief 2012 am Filmfestival Venedig im Rennen um den Goldenen Löwen.

Fazit:
Party, Drogen, Alkohol und viel nakte Haut. Wer bei einem Film mit dem Titel „Spring Breakers“ etwas anderes erwartet, wird überrascht.

Allerdings bewegt sich das Werk inhaltlich auf der geistigen Ebene der saufenden und kopulierenden Teenager. Der Film bedient sich massenhaft abgedroschener Klischees, vom gottesfürchtigen Teenie das in Versuchung gerät, über den drogendealenden, waffenvernarrten, Rapper, bis hin zum Showdown im „Natural Born Killers“-Stil.

Was der Film genau aussagen will, bleibt unklar, anfangs tippt man auf ein sozialkritischen Streifen, später auf ein bitterböse Komödie, ein Drama böte sich an, und dann bewegt er sich plötzlich in Richtung eines Rachefilms. Über weite Strecken bleibt der Film reichlich unentschlossen.

Optisch erzeugt der Film zwar interassante, teils ganz hübsch arrangierte Bilder, doch durch den MTV-mässigen Schnitt, ständige Zeitsprünge, wechselnde Bildschärfen und sich endlos wiederholende Szenen, wirkt das ganze eher mühsam und irgendwie unfertig.

Die Schauspieler geben sich und haben Mühe. Von den vier Ladys kann Selena Gomez noch am ehesten überzeugen, die andern drei sind absolut austauschbar. James Franco kämpft mit seiner Darstellung klar gegen die stupid geschriebene Figur an, die er verkörpern soll, an, er verliert den Kampf allerdings haushoch.

Die Musik von untermalt den Film zugegebenermasen gut, der unablässige Einsatz von Soundelementen als dramaturgisches Element verfehlt seine Wirkung allerdings und wirkt mehr störend als inovativ.

Ein Film wie der Spring Break: laut, grell, nichtssagend und ist er vorbei, folgt Ernüchterung. Man hätte es einem Teil der Figuren gleichtun, und das Filmgeschehen nach der Hälfte der Zeit verlassen sollen.

2 von 5 Strumpfmasken (in Pink)

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