Oblivion

oblivion-posterNach seinem Erstling „Tron: Legacy“, drehte Regisseur Joseph Kosinski mit „Oblivion“ ein weiterer Film aus dem Science Fiction-Genre.
Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen, bislang unveröffentlichten, Comic aus der Feder von Kosinski selbst.

Uraufführung: 3.4.2013
Regie: Joseph Kosinski
Darsteller: Tom Cruise, Olga Kurylenko, Morgan Freeman,  Andrea Riseborough, u.a…

Story:
Die Erde in ferner Zukunft. Nach einer Alieninvasion und anschliessendem Atomkrieg ist der Planet numehr schon seit 60 Jahren unbewohnbar.

Der Letzte (Tom Cruise) räumt die Erde auf

Der Letzte (Tom Cruise) räumt die Erde auf

Die verbleibenden Menschen leben auf einer Weltraumstation.
Mechaniker Jack (Tom Cruise) gehört zu den wenigen die den Planeten täglich besuchen. Sein Job ist es nämlich, die Drohnen, die die auf der Erde verbliebenen Aliens in Schach halten, zu warten.
Unterstützt wird er dabei von seiner Partnerin Victoria (Andra Riseborough), die Kontakt zum Mutterschiff hält.

Victoria (Andrea Riseborough) auf der Kommandobrücke

Victoria (Andrea Riseborough) auf der Kommandobrücke

Doch des Nachts suchen Jack Träume heim, in denen er sich an die Zeit vor der Invasion erinnert- insbesonders an eine mysteriöse Frau.
Es macht ihn stutzig, da seine Erinnerung an diese Zeit gelöscht wurden.

Als eines Tages ein Raumschiff abstürzt, eilt Jack zur Unfallstelle.
Beim Wrack stösst er auf einen Sarkophag in dem sich eine Frau, in den Tiefschlaf versetzt, befindet.
Es handelt sich um Julia (Olga Kurylenko) – die geheimnissvolle Frau aus seinen Träumen.

Sleeping Beauty (Olga Kurylenko)

Sleeping Beauty (Olga Kurylenko)

Trivia:
Joseph Kosinski, der seine ersten Filmerfahrungen in der Werbebrance sammelte, arbeitete an einen Sci-Fi-Comic welches er so gut fand, dass er damit bei grossen Filmkonzernen anklopfte.

Disney fand Gefallen an der Geschichte, doch zunächst übertrug man dem ambitionieten Kosinski die Regie an „Tron: Legacy“.
Mittlerweile kaufte Universal Pictures von Disney die Rechte an dem, noch unveröffentlichten, Comic und machte sich sogleich an die Pre-Production.

Die erste Drehbuchfassung stammte aus der Feder Konsinski und William Monahan („The Departed“), später überarbeitete  Michael Arndt („“Little Miss Sunshine“) das Script.

Für die Hauptrolle engagierte man Aciondarsteller Tom Cruise („Mission Impossible“). Beim Casting der weiblichen Protagonistin kristallisierten sich Namen wie Jessica Chastain, Olivia Wilde oder Noomi Rapace heraus.
Nachdem zunächst Chastain den Part der Julia erhielt, musste die Rolle nach deren Ausstieg aus dem Projekt (sie drehte stattdessen „Zero Dark Thirty“) neubesetzt werden und ging schlussendlich an das Ex-Bondgirl Olga Kurylenko („Quantum Of Solace“).

Für die Rolle von Jacks Kollegin Victoria bewarben sich Diane Kruger und Kate Beckinsale; das Rennen machte schliesslich Andrea Riseborough („Happy-Go-Lucky“).

Mit Morgan Freeman („Million Dollar Baby“) und Melissa Leo („The Fighter“) ergänzten gleich zwei Oscarpreisträger den Cast.

Regisseur Joseph Kosinski und Morgan Freeman

Regisseur Joseph Kosinski und Morgan Freeman

In kleineren Nebenrollen traten Zoë Bell („Death Proof“) und Nikolaj Coster-Waldau („Kingdom Of Heaven“) auf.

Die Musik stammte von Joseph Trapanese, der bereits an „Tron: Legacy“ gearbeitet hatte und nun von der französischen Electro-Band M83 unterstüzt wurde.

Ebenfalls bereits am „Tron“-Sequel beteiligt waren Produktionsdesigner Daren Gilford(„Ocean’s Thirteen“) und Kameramann Claudio Miranda („Life Of Pi“).
Den Filmschnitt übernahm Richard Francis-Bruce („Se7en“).

Nebst Drehorten in den USA entstand ein Grossteil der Aussenaufnahmen auf Island.

Fazit:
Auch wenn ich mich nicht als auserordentlicher Science-Fiction-Fan bezeichnen würde, so bin ich dem Genre gegenüber ganz aufgeschlossen und mir ist doch so der eine oder andere Titel bekannt.
Der Trailer zu Joseph Kosinski’s zweitem Film hat mich zwar nicht aus dem Hocker gerissen, doch fand ich sein Erstling „Tron: Legacy“ optisch ganz ansprechend und gab daher „Obvilion“ seine Chance. Ich muss sagen: ich wurde nicht entäuscht.

Die Story fängt simpel an, man fühlt sich an Pixars „Wall-E“ erinnert wenn Tom Cruise täglich zur Erde pendelt und Drohnen repariert.
Doch dann gewinnt die Story rasch an Komplexität und man muss stellenweise gut aufpassen, will man den Faden nicht verlieren.

Begleitet wird das Ganze von grossartigen Bildern und coolem Setdesign, das, nicht unbeabsichtigt, an Sci-Fi-Klassiker der letzten Jahre erinnert. Ohnehin sind es gerade diese Referenzen, inhaltlicher und optischer Natur, die viel vom Charme des Streifens ausmachen.

Seien es die feindlichen Aliens die irgendwie Ähnlichkeit mit dem Predator aufweisen, Tom Cruises Outfit, das an Luke Skywalker’s Kostüm aus „The Empire Strikes Back“ erinnert, das verschüttete New York, welches Assozationen an „Planet Of The Apes“ weckt, Referenzen an Stanley Kubriks „2001 – A Space Odyssey“ oder „Matrix“ – man merkt die Leidenschaft die die Macher für das Genre aufbringen.

Der Soundtrack des Filmes, der zeitweise stark an Hans Zimmers „Inception“ erinnert, fügt sich nahtlos den Bilder an.
Wenn ich auch schon bessere Filmmusik gehört habe, so ist das was M83 und Joseph Trapanese hier abliefern, gut gelungen und passt zum Film.

Nebst der Story, die zwar das Rad nicht unbedingt neu erfindet, aber ansprechend umgesetzt wurde, und der tollen Machart sowie dem Look des Filmes, bleibt noch die Schauspielleistung zu erwähnen.

Hier müssen Abstriche gemacht werden, was insbesonders an Hauptdarsteller Cruise liegt. Dieser spielt mal wieder äusserst flach und hölzern, und gibt den stereotypischen Actionhelden wie er dies seit den 80ern tut. Sein Schauspiel wirkt emotionslos und man ist froh um die Präsenz seiner Co-Stars. Insbesonders Andrea Riseborough vermag zu überzeugen, und ich hoffe in Zukunft mehr von der Dame zu sehen.

Olga Kurylenko kommt hingegen meiner Meinung nach nicht über d.en „nice to have“-Status hinaus.

Morgan Freeman seinerseits überzeugt trotz relativ kurzer Leinwandpräsenz erneut mit seinem präzisem Spiel. Der Mann könnte das Telefonbuch rezitieren; es wäre grosses Kino.

So bleibt „Oblivion“ ein bildgewaltiges Werk, mit solidem Sci-Fi-Plot, das dem Genre huldigt. Mit einem besseren Hauptdarsteller stünde der Film unter Umständen ganz hoch bei mir im Kurs. Doch so muss man sagen: trotz (oder wegen) Tom Cruise reicht es (nur) für:

4 von 5 Kampfdrohnen

4

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2 Antworten zu Oblivion

  1. donpozuelo schreibt:

    Ja, bei Cruise muss man immer Abstriche machen, finde ich! Er hat in letzter Zeit halt einfach irgendwie immer solche Rollen, in denen er einfach nur der Action-Typ sein muss, mehr nicht. Große Emotionen braucht’s da von ihm nicht. Trotzdem macht er seine Sache solide. Und genau wie du, war ich sehr begeistert von Andrea Riseborough.

    Mir hat der Film auch echt gut gefallen… denn anders als bei „Tron: Legacy“ hat Kosinski hier den Dreh ein bisschen besser raus gehabt, Optik und Story mit einander zu verbinden. Bei Tron war’s einfach nur der Look. Hier gibt’s schon eine enorme Verbesserung 😉

    • Mr. Nick schreibt:

      Der Film war allgemein eine Steigerung gegenüber „Tron: Legacy“.
      Für den Hauptpart hätte es meiner Meinung nach aber schon mehr gebraucht als ein simpler Action-Hero.
      Etwas mehr Charaktertiefe wäre schön gewesen, wobei Mr.Cruise damit wohl überfordert gewesen wäre…

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