Iron Man 2

Iron Man 2Nach dem Erfolg von „Iron Man“ liess eine Fortsetzung natürlich nicht auf sich warten.
2010, zwei Jahre nach dem Erscheinen des Ersten folgte der zweite Teil.
Regie führte erneut Jon Favreau, ein Grossteil von Cast und Crew aus „Iron Man“ wurde übernommen.

Uraufführung: 26.4.2010
Regie: Jon Favreau
Darsteller: Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Mickey Rourke, Don Cheadle, u.a…

Story:
Nachdem der Industrielle Tony Stark (Robert Downey Jr.) bekannt gegeben hat, dass er der Superheld „Iron Man“ sei, wächst seine Popularität enorm.
Er beschliess zudem, die „Stark Expo“ eine Industrie-Ausstellung, die vor Jahren sein verstorbener Vater Howard (John Slattery), Gründer von Stark Industries, lancierte, wiederzubeleben.

Doch zunächst muss er sich vor einem Ausschuss des US-Senates verantworten, sehr zur Freude seines grössten Konkurrenten, dem Rüstungsmogul Justin Hammer (Sam Rockwell).
Und dann wären da auch noch gesundheitliche Probleme mit denen Stark, der nur aufgrund eines Elektromagneten in seiner Brust überleben kann, sich herumschlagen muss.

All diese Probleme veranlassen ihn dazu, seine Assistentin, Virginia ‚Pepper‘ Potts (Gwyneth Paltrow), fortan zur neuen CEO von Stark Industries zu ernennen, und sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen.
Die Notarin Natalie Rushman (Scarlett Johansson) soll fortan seine Assistentin werden.

Frauenpower (Scarlett Johansson und Gwyneth Paltrow v.l.n.r)

Frauenpower (Scarlett Johansson und Gwyneth Paltrow v.l.n.r)

Doch seine Pläne werden über den Haufen geworfen als der Russe Ivan Vanko (Mickey Rourke) auftaucht, der sich einen Kampfanzug konstruiert hat, dem dieselbe Technik wie Tony’s Rüstung zugrunde liegt.
Das erklärte Ziel Ivans, ist es, Tony endgültig zu vernichten.

Ivan "Der Schreckliche" (Mickey Rourke)

Ivan „Der Schreckliche“ (Mickey Rourke)

Bei der Suche nach Gründen, stösst dieser auf ein Geheimmniss in der Biografie seines Vaters und in seinem Unternehmen.

Iron Man (Robert Downey Jr.) erhält unterstützung von War Machine (Don Cheadle)

Iron Man (Robert Downey Jr.) erhält unterstützung von War Machine (Don Cheadle)

Trivia:
Bereits während der Vorbereitungsphase zu „Iron Man“, plante Regisseur Jon Favreau das Ganze als Trilogie anzulegen.
Zwar wurde der Gedanke wieder verworfen, die Option auf eine Fortsetzung jedoch belassen.

Diese wurde nach dem Erfolg des ersten Teils genutzt, und noch 2008, im Erscheinungsjahr desselben, machte man sich an die Vorbereitung zu „Iron Man 2“.
Der Film ist nach „Iron Man“ und „The Incredible Hulk“ der dritte innerhalb des Marvel Cinematic Universe, welches von den „Marvel Studios“ lanciert wurde.
Justin Theroux („Tropic Thunder“) schrieb das Drehbuch zum Film.
Nebst Jon Favreau, der erneut die Regie übernahm, wurden ein Grossteil des Casts und der Crew des Vorgängers übernohmen.

Robert Downey, Jr. spielte erneut die Titelrolle und Gwyneth Paltrow agierte wiederum als dessen Assistentin Virginia ‚Pepper‘ Potts.
Leslie Bibb und Paul Bettany gaben erneut die Reporterin Christine Everhart und Starks Computer J.A.R.V.I.S., bzw. dessen Stimme, und Clark Gregg und Samuel L. Jackson traten wieder als die S.H.I.E.L.D.-Agenten Coulson und Nick Fury auf.
Jackson unterschrieb vor Drehbeginn einen Vertrag für neun Filme.

Samuel L Jackson und Sam Rockwell an der Premiere

Samuel L Jackson und Sam Rockwell an der Premiere

Nicht mehr mit dabei war Terrence Howard als Lt. Col. James Rhodes.
Aufgrund von Differenzen wurde die Rolle mit Don Cheadle („Hotel Rwanda“) neubesetzt. Cheadle durfte hier erstmals als Iron Man’s Sidekick „War Machine“ auftreten.

Für die Rolle der Natalie Rushman aka. Natasha Romanoff war zunächst Emily Blunt vorgesehen, später ging der Part an Scarlett Johansson („The Girl Whit A Pearl Earring“).

Mickey Rourke („Sin City“) gab den Schurken Ivan Vanko, während Sam Rockwell („Confessions Of A Dangerous Mind“), der einst selbst für die Rolle von Iron Man im Gespräch war, den Industriellen Justin Hammer spielte.

Komiker Garry Shandling („The Dictatot“), spielt den US-Senator Stern, John Slattery („Mona Lisa Smile“) verkörperte Tony’s Vater, Howard Stark während der geistige „Vater“ von Iron Man, Stan Lee, wieder einmal eines seiner legendären Cameos gab.

Die Musik des Filmes stammte von John Debney („Spy Kids“) der hierbei von Gittarist Tom Morello unterstützt wurde, der schon am Score zum ersten Teil beteiligt war.
Zudem wurden Stücke von AC/DC, The Clash, Queen, Daft Punk und Robert B.Sherman („The Jungle Book“) verwendet.

Die Kameraarbeit wurde, wie schon bei „Iron Man“, wiederum von Matthew Libatique übernommen, während Favreaus Stamm-Cutter Dan Lebental den Film schnitt. Unterstützt wurde Lebental hierbei von Richard Pearson („Quantum Of Solace“).

Gedreht wurde grösstenteils in Kalifornien.
Der Flushing-Meadows-Park in New York City, in dem 1964 die Weltausstellung stattfand, diente als Kulisse für die „Stark Expo“ und das Autorennen wurde auf der legendären Rennstrecke von Monaco gedreht.

Wie bereits „Iron Man“ war auch „Iron Man 2“ für einen Oscar für die besten visuellen Effekte nominiert.

Fazit:
„Iron Man 2“ knüpft dort an, wo der erste Teil aufgehört hat, wenn er auch den Humor desselbigen markant zurückschraubt, und stattdessen mehr Handlungstiefe aufweist.
So muss sich Tony Stark hier vermehrt mit seiner Vergangenheit befassen und wirkt über weite Strecken nachdenklicher und reifer als noch in „Iron Man“.

Der Witz, welcher den Erstling ausmachte, behält Favreau allerdings auch in diesem Film bei, jedoch wesentlich subtiler.

Die Geschichte entwickelt sich langsam voran, und während die erste Filmhälfte, für eine Comicverfilmung, recht dialoglastig daherkommt, schraubt Favreau die Action in der zweiten markant an.
Leider fällt der Endkampf, wie schon bei „Iron Man“ recht lau aus.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchzogen.
Robert Downey Jr. spielt wiederum solide, wenn auch weniger feinschichtig als noch im ersten Teil.
Don Cheadle, als neuer James Rhodes überzeugt und gefällt mir persönlich besser als sein Vorgänger Howard.

Scarlett Johansson, die ebenfalls neu mit von der Partie ist bringt nebst solidem Schauspiel viel Sexappeal in den Film, überzeugt aber auch als toughe Kämpferin. Gwyneth Paltrow wird dafür etwas gar zur Nebenfigur abgestempelt, und insbesonders im letzten Drittel des Filmes nervt sie stellenweise gehörig.

Grossen Spass macht Sam Rockwell als schmieriger Waffenschieber.
Er agiert mit solchem Spielwitz und auf so abgedrehte Art, dass es eine wahre Freude ist ihm zuzusehen.

Weniger überzeugend ist Mickey Rourke als böser Russe.
Die Rolle wirkt klischiert und Rourke mit seinem Fake-Akzent einfach nur lächerlich.

Noch herauszustreichen wäre natürlich noch Samuel L. Jackson, der hier als Nick Fury erstmals einen grösseren Auftritt absolvieren kann.
Ohnehin bekommt dessen Organisation S.H.I.E.L.D. in diesem Film eine wesentlich grössere Bedeutung als zuvor, und man kann diesen Handlungspart als direkte Vorbereitung auf „The Avengers“ sehen.

Visuell kann der Film wiederum überzeugen und auch an den Spezialeffekten gibt es wahrlich nichts zu rütteln.
Der Soundtrack, neu von John Debney rockt ebenso wie der des Vorgängers und die Heuler von Queen oder AC/DC sind wieder passend eingesetzt.

Der zweite Teil der Iron Man-Franchise kommt ernster daher als sein Vorgänger. Handlungsmässig bietet der Film mehr Tiefe als „Iron Man“ und die Action ist, insbesonders im letzten Drittel des Films, sehr gelungen.
Leider bietet „Iron Man 2“ mit Mickey Rourke einen schwachen, klischeehaften Filmschurken ab.
In gewissen Punkten übertrifft er den Vorgänger in in einigen unterbietet er ihn; insgesammt kann Favreau das Niveau das er mit „Iron Man“ anschlug aber halten.

4 von 5 frischen Erdbeeren

4

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4 Antworten zu Iron Man 2

  1. donpozuelo schreibt:

    Ich muss ja gestehen, dass mir Teil 2 weniger gut gefallen hat als der erste Teil. Ich fand’s fast ein bisschen schade, dass man Mickey Rourkes Charakter so schnell wieder raus eliminiert hat. Der war doch echt gut.

  2. Owley schreibt:

    Ach, ich fand Rourke ganz okay. Bisher waren ja alle Bösewichte in Iron Man-Filmen irgendwie überzeichnet, den Mandarin miteingeschlossen. Und Rourke ist halt kein allzu toller Schauspieler… mehr.

    Insofern stimme ich dir zu. Imho sind alle drei Teile etwa gleich gut, sie schwächeln einfach immer woanders.

    • Mr. Nick schreibt:

      Das stimmt, der dritte Teil wirkt auf mich einfach ein Stück „reifer“ als die beiden Vorgänger, daher habe ich ihm eine etwas bessere Bewertung verpasst…

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