Star Trek – Into Darkness

star-trek-into-darkness-posterAls ich mir 2009 J.J. Abrams erstes „Star Trek“-Reboot ansah, hatte ich wenig bis gar keine Ahnung von Star Trek.
Doch Abrams gelang es, selbst einem Nicht-Trekkie wie mir, die Welt der Enterprise näher zu bringen.
Als Vorbereitung auf den neusten Teil, habe ich im Vorfeld einen kleineren Star Trek-Marathon eingelegt.
Dies erwies sich als sehr hilfreich, wenn auch Abrams seinen neusten Film wieder für ein breites Publikum auslegt, und man sich auch ohne Vorkentnisse gut zurechtfindet.

Uraufführung: 23.4.2013
Regie: J.J.Abrams
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Alice Eve, Benedict Cumberbatch, u.a…

Story:
Nachdem James T. Kirk (Chris Pine), Captain der U.S.S. Enterprise, bei einer brandgefährlichen Mission seinen ersten Offizier, den Vulkanier Spock (Zachary Quinto), entgegen den Richtlinien der Sternenflotte, rettete, wird ihm das Kommando über sein Raumschiff entzogen.

Verstehen sich blendend: Spock (Zachary Quinto) und Uhura (Zoe Saldana)

Verstehen sich blendend: Spock (Zachary Quinto) und Uhura (Zoe Saldana)

Doch genau da greift der Terrorist John Harrison (Benedict Cumberbatch) das Archiv der Sternenflotte an, und jeder verfügbare Offizier wird sofort ins Hauptquartier einberufen. Im Zug der allgemeinen Errreignisse wird Kirk seine geliebte Enteriprise inklusve der Crew zurückgegeben.

Carol (Alice Eve) und James

Carol (Alice Eve) und James

Er soll die Spur von Harrison verfolgen, der sich ausgerechnet nach Kronos, Heimat der feindseligen Klingonen, gebeamt hat.
Höchste Vorsicht ist also geboten, um nicht einen Krieg mit den Klingonen zu entfachen.

Es gelingt Kirk und seiner Crew tatsächlich den Terroristen dingfest zu machen. Allerdings, erweist dieser sich als ein wesentlich gefährlicherer und listigerer Gegner als gedacht, und es scheint fast so als wäre er Captain Kirk und seinen Leuten weitaus überlegen.

Wer im Glashaus sitzt...

Wer im Glashaus sitzt…

Trivia:
Nachdem J.J.Abrams‘ („Mission Impossible 3“) Star Trek-Reboot von 2009 einen beachtlichen Erfolg verbuchen konnte, war schnell klar, dass man sich an die Produktion eines Sequels machen wollte. Produziert und realisiert werden, sollte der Film wiederum von Abrams selbst.

Benedict Cumberbatch, J.J.Abrams und Chris Pine (v.l.n.r.)

Benedict Cumberbatch, J.J.Abrams und Chris Pine (v.l.n.r.)

Doch während er sich selbst, zunächst an die Arbeit zu seinem nächsten Film „Super 8“ machte, schrieben seine Mitproduzenten Roberto Orci („Transformers“), Alex Kurtzman („Watchmen“) und Damon Lindelof („Prometheus“), bereits am Drehbuch.

Nahezu die gesamte Crew des ersten Teils wurde auch hier wieder eingespannt.
Daniel Mindel („Thelma & Louise“) führte erneut die Kamera, Maryann Brandon („Mission: Impossible III“) und Mary Jo Markey („Super 8“) zeichneten sich für den Schnitt verantwortlich und Michael Giacchino („Up“) komponierte den Score.

Bei den Schauspielern griff man logischerweise auch wieder auf die Darsteller aus „Star Trek“ zurück.
Nebst Chris Pine und Zachary Quinto als Kirk und Spock, traten der Neuseeländer Karl Urban als Dr. Leonard „Bones“ McCoy, John Cho als Sulu, Anton Yelchin in der Rolle des Pavel Chekov, Zoe Saldana als Kommunikationsexpertin Uhura, und der Brite Simon Pegg als Techniker Montgomery Scott, auf.

Ebenfalls zum zweiten Mal dabei war der kanadische Schauspieler Bruce Greenwood  als Admiral Pike und der originale Mr. Spock, Leonard Nimoy.

Neu zum Cast hinzu stiessen unter anderem Peter Weller („RoboCop“) der den Flottenadmiral Marcus gab und die Engländerin Alice Eve („Men In Black 3“) als Wissenschaftlerin Carol.

Ihr Landsmann Benedict Cumberbatch („Atonement“) übernahm den Part des Bösewichts, John Harrison.
Für die Rolle war ursprünglich Benicio del Torro im Gespräch gewesen.

Gedreht wurde ausschliesslich in Kalifornien, unter anderem in Los Angeles, den Paramount- und den Sony Studios.
Der Regisseur Edgar Wright („Shaun Of The Dead“) durfte eine kleine Sequenz drehen. George Lucas‘ Industrial Light & Magic zeichneten sich für die Spezialeffekte verantwortlich.

Fazit:
Bereits mit „Star Trek“ gelang  Abrams das Kunststück, Star Trek-Laien wie mir Zugang zum Trekkie-Universum zu verschaffen, und dem Publikum gleichzeitig einen Film mit guter Story, Figuren und Action zu bieten.
„Star Trek – Into Darkness“ ist da nur wenig anders, und es gelingt dem Regisseur erneut eine spannende Geschichte zu präsentieren, die man sich getrost auch ohne grosse Vorkentnisse der Materie zu Gemüte führen kann.

Kommen wir als erstes gleich zur Story, die nicht nur spannend erzählt, sondern auch wendungsreich daherkommt.
Die Twists sind zwar oftmals vohersehbar, und das mit dem Bösewicht, der sich als Teil seines Planes einsperen lässt, scheint irgendwie etwas ausgelutscht („The Dark Knight“, „The Avengers“, „Skyfall“…).
Doch auch wenn er das Rad nicht neu erfindet, unterhält der Film ganz vortrefflich und es kommt  niemals Lange weile auf.

In Punkto Machart steht der Film seinem Vorgänger in nichts nach.
Die Spezialeffekte sind erneut sehr gut umgesetzt, und die rasanten Verfolgungsszenen und knallende Actionsquenzen toll inszeniert.
Die Kameraarbeit ist gut, und die im Erstling überbordenden Lance Flares wurden zurückgeschraubt.

Michael Giacchino’s Score überzeugt erneut, und er schafft eine Bandbreite zwischen wuchtigen Orchestralkompositionen und sanften Pianostücken, die gleichermassen neue Klänge bringt, aber die alten Goldsmith’schen Kompositionen einbaut.

Schauspielerisch kann der Film, wie schon der Erstling, überzeugen, was auch kein Wunder ist, entspricht doch der Cast über weite Strecken dem von „Star Trek“.
Chris Pine und  Zachary Quinto ergänzen sich als Kirk und Spock sehr gut, und dass es zwischen den beiden Figuren immer wieder zu kleineren Differenzen und Sticheleien kommt, und dieses Team noch nicht so gut harmoniert wie das Duo Shatner/ Nimoy, trägt nicht unerheblich zum Gelingen des Filmes bei.
Zachary Quinto und Zoe Saldana geben zudem ein schönes Liebespärchen ab.

Karl Urban gefällt erneut als miesepetriger „Bones“, während Anton Yelchin und John Cho erneut die Quotenausländer geben und für den einen oder anderen Lacher sorgen. Für den Humor sorgt jedoch ganz klar Simon Pegg als Scotty. Der Brite, der hier weit mehr Leinwandpräsenz hat, als noch im Vorgänger, spielt den schottischen Tüfftler auf aberwitzige Art und Weise.

Nebst dem altbekannten Team, überzeugen auch die Neubesetzungen.
Allen voran Benedict Cumberbatch, der als John Harrison schlicht grossartig spielt.
In ruhiger, wohlüberlegter Art argumentiert der Weltraumterrorist in der einen Szene, während er bereits in der nächsten auf äusserst brutale und unnachgiebige Art agiert. Cumberbatch gehört ohne Frage zu den schauspielerischen Höhepunkten des Filmes.

„Star Trek – Into Darkness“ bietet gute Unterhaltung, für die, wie schon beim Vorgänger, keine grossen Vorkentnisse erforderlich sind. Dennoch hat der Film viele Anspielungen und Referenzen auf die alten Streifen, was ihn auch für eingefleischte Trekkies interessant macht. Ein unterhaltsames, actionreiches und spanenndes Sci-Fi-Abenteuer, mit guten Hauptdarstellern.

4.5 von 5 Weltraumtorpedos

4.5

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4 Antworten zu Star Trek – Into Darkness

  1. Owley schreibt:

    Stimme dir da völlig zu (was ja nicht erstaunt, haben wir doch ausgiebig über den Film diskutiert). Hoffen wir, dass Paramount dem Mann genug Zeit lässt, damit er Teil 3 auch selber inszenieren kann. Ich traue das keinem anderen zu.

    • Mr. Nick schreibt:

      Nun, Abrams soll mal zunächst Star Wars machen… 😉
      Und zutrauen würd ich das schon dem einen oder anderern.
      Beispielsweise einem Joseph Kosinski…

      • donpozuelo schreibt:

        Kosinski wäre wirklich eine gute Wahl. Allein vom Optischen her wäre das grandios. Wenn Abrams dann wenigstens am Skript mitmacht, dann wird das ein guter Film.

        Ansonsten stimme ich dir auch zu. Super Film, der mich zumindest so halbwegs zu einem Trekkie macht… auch wenn das nur auf den Abrams-Filmen basiert 😉

      • Mr. Nick schreibt:

        Abrams/Kosinski wäre eine „gefährliche“ Mischung… und ich steh schliesslich auf Gefahr…

        Von den ST- Filmen, die ich kenne ist „Wrath Of The Khan“ auch ganz gut.

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