Epic

epic-movie-posterNach den „Ice Age“-Filmen und „Rio“ wagten sich die Macher von BlueSky unter Ägide von Chris Wedge mit „Epic“ an ein modernes Fantasy-Märchen.
Mit Sprechern wie Amanda Seyfried und Christopher Waltz holte man sich zudem prominente Unterstützung ins Boot.

Uraufführung: 16.5.2013
Regie: Chris Wedge
Sprecher: Amanda Seyfried, Josh Hutcherson, Christoph Waltz, Colin Farrell, u.a…

Story:
Mary Katherine (Amanda Seyfried), genannt M.K., ist unterwegs zu ihrem, von ihr und ihrer Mutter getrennt lebenden, Vater (Jason Sudeikis), einem verschrobenen Forscher, der im Wald dem geheimnissvollen Volk der Wald-Minimenschen nachjagt.

M.K. stempelt die Ideen ihres Vaters als Hirngespinnste ab, nicht ahnend, dass er in seinen Vermutungen goldrichtig liegt.

Denn im Wald tobt ein erbitterter Kampf zwischen den Mächten des Guten, angeführt von der Königin Tara (Beyoncé Knowles), die Alles zum blühen bringen, und den finsteren, todbringenden Boggans und ihrem Leader, Mandrake (Christoph Waltz).

Mandrake und seine Boggarts greifen an

Mandrake und seine Boggarts greifen an

Bei einem Angriff der Boggans wird Tara tödlich verwundet.
In ihren letzten Lebenszügen, holt sie sich Hilfe von M.K, die sie dafür auf ihre Grösse schrumpft.
Die letzte Hoffnung der Waldbewohner ruht nun auf M.K., und einer geheimmnissvollen, Leben verheissenden Blütenknospe.

Es geht im Schneckentempo vorwärts...

Es geht im Schneckentempo vorwärts…

Gemeinsam mit dem Anführer der Laubkrieger, Ronin (Colin Farrell), seinem jugendlichen Soldaten Nod (Josh Hutcherson), und den beiden Schnecken Mub (Aziz Ansari) und Grub (Chris O’Dowd), macht sie sich auf zum Weisen Nim Galuu (Steven Tyler), der ihnen helfen soll.

"Well excuuuuse me, princess"

„Well excuuuuse me, princess“

Trivia:
2006 plante Chris Wedge („Ice Age“) Stammregisseur und Mitbegründer des Animationsstudios „BlueSky“ das Buch „The Leaf Men and the Brave Good Bugs“ von Filmemacher und Autor William Joyce („The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore“), mit dem er bereits bei „Robots“ zusammengearbeitet hatte, zu verfilmen.

William Joyce, Autor der Buchvorlage

William Joyce, Autor der Buchvorlage

Gemeinsam mit James V. Hart („Hook“) machten sich die beiden an die Ausarbeitung eines Drehbuches.

Da „20th Century Fox“, der Mutterkonzern von „BlueSky“, zunächst kein Interesse an dem Werk zeigte, wendete sich Wedge zunächst an den Konkurenten „Pixar“.
Hier empfing man ihn mit offenen Armen, und es wäre beinahe zur Zusammenarbeit gekommen, hätte Fox sich nicht in letzter Minute umbesonnen, und grünes Licht für die Produktion gegeben.

Der Film wurde zunächst unter dem Arbeitstitel „Leaf Men“ vorangekündet, ehe er 2012 als „Epic“ beworben wurde.

Für die Hauptrolle der M.K. verpflichtete man Amanda Seyfried („Les Misérables“) als Sprecherin, während Josh Hutcherson („The Hunger Games“) dem jungen Krieger Nod seine Stimme leihen sollte.

Colin Farrell („Seven Psychopaths“) sprach den Hauptmann der Leafmen, Ronin, der Österreicher Christoph Waltz („Django Unchained“) den bösen Mandrake.

Eine Handvoll bekannter Musiker, darunter Beyoncé Knowles („Dreamgirls“) als Tara, Rapper Pitbull als Kröterich und Rocklegende Steven Tyler, von Aerosmith, als der weise Nim Galuu, wurden gecastet.

Aziz Ansari („Ice Age: Continental Drift“) und Chris O’Dowd („The Boat That Rocked“) in den Rollen der beiden Schnecken, Mub und Grub, sowie Jason Sudeikis („Horrible Bosses“) als M.K.’s Vater, vervollständigten den Cast.

Danny Elfmann („Frankenweenie“) schrieb den Filmscore, zu dem Beyoncé gemeinsam mit der australischen Sängerin Sia das Lied „Rise Up“ beitrug.

Fazit:
Mit „Epic“ zementieren BlueSky-Boss und Regisseur Chris Wedge und Schreiberling und Filmemacher William Joyce ein weiteres Mal ihre Zusammenarbeit.

Die Geschichte präsentiert nicht viel Neues; ein bischen „FernGully“, ein wenig „Lord Of The Rings“, eine Spur „Avatar“.
Dennoch wird das Ganze inhaltlich ansprechend, präsentiert und in eine interessante Handlung, zwischen Fantasy und Realität, gepackt, die stellenweise zwar recht erwachsen daherkommt, aber auch genug Platz für Humor lässt.

Die Sprecher passen sehr gut zu ihren Rollen, insbesonders Christoph Waltz macht seinen Job sehr gut, und sein pointiertes, wohlüberlegtes Sprechen zeugt von grossem handwerklichem Können.

Weniger überzeugend ist dafür die Machart des Filmes.
Hier hinkt „Epic“ der Konkurenz von Pixar und DreamWorks hinterher.
Das Figurendesign wirkt uninspiriert und kühl.
Zudem stimmt die Synchronisation (ich spreche von der Originalfassung), insbesonders bei gewissen „unwichtigen“ Nebenfiguren nicht ganz.

Wenn „Epic“ wohl nicht den Preis für inhaltliche Inovation gewinnen wird, so wird die Geschichte doch spannend erzählt, und kann es durchaus mit der Konkurenz im Animationsgeschäft aufnehmen.
In Punkto Machart muss BlueSky allerdings noch Gewaltiges leisten, will man ernsthaft an ebendiese Konkurenz anschliessen.

3.5 von 5 dreibeinigen Hunden

3.5

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