The Hangover

the-hangoverDiese Woche startet hierzulande der dritte (finale?) Teil der Hangover-Reihe.
Diese nahm ihren Anfang 2009 mit „The Hangover“ der zum Überaschungshit des Jahres wurde.
Hier ist nun meine Review zu Teil 1.
(Jene zu den Fortsetzungen folgen in den nächsten Tagen)

Uraufführung: 30.5.2009
Regie: Todd Phillips
Darsteller: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Heather Graham, u.a…

Story:
Doug (Justin Bartha) steht kurz vor seiner Heirat.
Zuvor möchte er aber noch mit seinen Kumpels Phil (Bradley Cooper) und Stu (Ed Helms) in Las Vegas Jungesellenabschied feiern.
Auf Bitten seiner Zukünftigen, Tracy (Sasha Barrese), nimmt er auch deren geistig etwas zurückgebliebenen Bruder Alan (Zach Galifianakis), sein Schwager in Spe, mit.

In Las Vegas angekommen, buchen die drei als erstes gleich die Luxussuite des Ceasars Palace, ehe sie mit Jägermeister auf den kommenden Abend anstossen.

Das Wolfsrudel (Zach Galifianakis, Ed Helms, Justin Bartha, Bradley Cooper)

Das Wolfsrudel (Zach Galifianakis, Ed Helms, Justin Bartha, Bradley Cooper)

12 Stunden später erwachen die Freunde total verkatert in einer komplett verwüsteten Hotelsuite, in dessen Badezimmer sich ein ausgewachsener Tiger befindet, und sich ein Neugeborenes auf dem Boden tummelt.

"Richard Parker"

„Richard Parker“

Nicht nur hat keiner der Kumpels eine Ahnung, wie man in diese Situation geraten konnte, auch fehlt jede Spur vom Bräutigam Doug.
Bis zur Hochzeit sind es nur noch wenige Stunden, und so versuchen die drei fieberhaft die Erreignisse der letzten Nacht zu rekonstruieren und Doug zu finden.

Trivia:
„The Hangover“ basiert lose auf realen Ereignissen, die dem Hollywoodproduzenten Tripp Vinson („The Number 23“) wiederfahren sind.
Das Drehbuchautoren-Duo Jon Lucas und Scott Moore (beide „Rebound“) verfasste ein erstes Script, welches die beiden für 2 Millionen Doller an Warner Bros verkauften.

Die Regie wurde dem Komödienspezialisten Todd Phillips („Starsky & Hutch“) übertragen.
Die Schauspieler Bradley Cooper („The Silver Linings Playbook“), Ed Helms („Evan Allmighty“), Justin Bartha („National Treasure“) und Stand-Up Comedian Zach Galifianakis („Up In The Air“) wurden mit den vier Hauptrollen bedacht.

Ebenfalls aus dem „komischen“ Fach, stammte Ken Jeong („The Knockup“) der den chinesischen Gangster Leslie Chow verkörpern sollte.

Für den Part der Stripperin Jade wollte Regisseur zunächst Lindsay Lohan.
Als diese jedoch ablehnte, kriegte Heather Graham („Bowfinger“) die Rolle.

Sasha Barrese („American Pie“) und Rachael Harris („Wreck-It Ralph“) wurden als Tracy und Melissa, Doug und Stu’s Freundinnen, gecastet, während Jeffrey Tambor („Hellboy“) den Vater der Erstgenannten spielte.

Profiboxer Mike Tyson hatte einen Cameo-Auftritt als sich selbst, weitere Kurzauftritte hatten unter anderem Regisseur Todd Phillips und Skateboarder Mike Vallely.

Der Filmsoundtrack stammte vom Kanadier Christophe Beck („RED“) und beinhaltete unter anderem Songs von Kayne West, Phil Collins, „Danzig“ und „Wolfmother“.
Lawrence Sher („The Dictator“) übenahm die Kameraführung, Debra Neil-Fisher („Austin Powers: International Man of Mystery“) den Filmschnitt.

Gedreht wurde an 15 Drehtagen in und um Las Vegas und Los Angeles.
Der Film dessen Kosten sich auf 35 Millionen US-Dollars beliefen, machte weltweite Einnahmen von 467 Millionen, und wurde dadurch zu einem der finanziell erfolgreichsten Filme des Jahres 2009.

Die Hauptdarsteller und Regisseur Todd Philipps (m.) an der Premiere

Die Hauptdarsteller und Regisseur Todd Philipps (m.) an der Premiere

Fazit:
Comedyfilme neueren Datums haben es schwer; allzuoft driften sie ins klamaukhafte, plattitüde ab, präsentieren infantile Handlungen und flache Figuren, und nicht selten kommt man sich als Kinozuschauer gelackmeiert vor.
„The Hangover“ bietet da eine schöne Ausnahme.

Der Film bietet zunächst mal eine interessante Idee und Ausgangslage.
Es geht nicht um die wilde, durchzechte Partynacht, sondern um deren Folgen am Tag danach.
Hinzu gesellen sich interessante Charaktere, unterschiedlicher couleur, die von den, zu diesem Zeitpunkt wenig bekannten, Darstellern gut verkörpert werden.

Aus dem Cast heraus sticht Zach Galifianakis.
Er verkörpert den autistisch wirkenden Alan mit seinem knochentrockenen, derben Humor schlicht grossartig.
Galifianakis schuf mit dem bärtigen, infantilen und bitterbösen Alan eine Kultfigur.
Nebst ihm überzeugt Ken Jeong, der den total durchgeknallten chinesischen Gangsterboss Chow ebenfalls genial verkörpert.

Etwas weniger gut kommen die weiblichen Figuren weg, zu Nebencharakteren gradiert, kommen sie etwas klischeehaft daher; als Stripperin (Graham) oder nervende Zicke (Harris), wirken sie doch etwas gar plakativ.

Die Musik und insbesonders die Songs untermalen die Handlung gut, und die Machart des Filmes überzeugt.

„The Hangover“ bietet eigentlich nicht viel Neues, und wartete in seiner Besetzung mit wenig bekannten Namen auf.
Doch er schafft es, die Story auf witzige Art, mit einem teils ganz bitterbösen Humor zu erzählen, ohne dabei lächerlich oder kindisch zu wirken.
Dazu tragen sicherlich auch die Darsteller auf, von denen jeder für sich in unterschiedlicher Art agieret, die als Ganzes jedoch wunderbar harmonieren.
Ankreiden könnte man dem Film allenfalls einen latenten Machoismus, den man ihm jedoch aufgrund der oben aufgezählten Gründe gerne vergibt.

4 von 5 Jägermeister-Shots

4

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