The Hangover Part 2

the-hangover-part-2„The Hangover“ schlug ein wie eine Bombe und wurde zu dem Überaschungserfolg 2009.
Kein Wunder, liess eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten.
Wobei „Hangover Part 2“ von 2011, nicht bloss eine Fortsetzung sondern auch eine Neuinterpretation des Erstlings darstellte…

Uraufführung: 26.5.2011
Regie: Todd Phillips
Darsteller: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Ken Jeong, u.a…

Story:
Zahnartzt Stu (Ed Helms), möchte in Bangkok seine thailändische Freundin Lauren (Jamie Chung) heiraten.
Dass seine besten Kumpels Phil (Bradley Cooper) und Doug (Justin Bartha) dabei sein werden ist Ehrensache.
Auf bitten Doug’s hin darf auch dessen geistig etwas zurückgebliebener Schwager Alan (Zach Galifianakis) mit.

The Wolfpack is back...

The Wolfpack is back…

In Bangkok stösst Stu auf wenig Gegenliebe seitens seines künftigen Schwiegervaters (Nirut Sirijanya), und Alan legt sich mit Teddy (Mason Lee), dem jüngeren Bruder von Stu’s Verlobten an.

Dennoch beschliessen die Kumpels, den Abend vor der Hochzeit am Strand zu begiessen.

Als sie am nächsten Morgen, ohne jegliche Erinnerung an den Vorabend in einem heruntergekommenen Hotel mitten in Bangkok aufwachen, kommen Erinnerungen an den legendären Jungesellenabend in Las Vegas auf.

Gross ist zudem die Aufregung als die Freunde bemerken dass von Teddy, bis auf dessen Zeigefinger, jede Spur fehlt.
Stattdessen gesellt sich ein alter Bekannter zu der Truppe: Gangsterboss Chow (Ken Jeong).

"Welcome to bangkok" (Ken Jeong)

„Welcome to bangkok“ (Ken Jeong)

Ausgerüstet mit nichts als einem drogendealenden Äffchen begeben sie sich in die Tiefen der Millionenstadt Bangkok, in Sümpfe aus Drogenmilieu und Prostitution, um den verlorenen Teddy zu finden.

Trivia:
Bereits als „The Hangover“ noch im Post-Production-Stadium war, gaben Warner Bros. Regisseur Todd Phillips grünes Licht für ein Sequel.
Das Drehbuch hierfür schrieb Phillips gemeinsam mit Scot Armstrong („Road Trip“) und Craig Mazin („Superhero Movie“).

Regisseur Todd Phillips in Thailand

Regisseur Todd Phillips in Thailand

Nach dem sensationellen Erfolg des ersten Teils, waren die Erwartungshaltungen bei den Fans gross, und Warner Bros. genehmigte ein Budget von 80 Millionen Dollars, was mehr als doppelt soviel wie noch für „The Hangover“ darstellte.
Gedreht wurde nebst Locations in Kalifornien, zu einem Grossteil in Thailand, hauptsächlich in Bangkok

Nebst dem „Wolfsrudel“, Zach Galifianakis, Bradley Cooper, Ed Helms und Justin Bartha, trat auch Ken Jeong als Chow erneut auf.

Neu traten Jamie Chung („Sucker Punch“) als Stu’s Verlobte Lauren, der thailändische Schauspieler Nirut Sirijanya („The King Maker“) als ihr Vater und Mason Lee, Sohn des Filmregisseurs Ang Lee als ihr Bruder, Teddy, auf.

Paul Giamatti („The Ides Of March“) spielte den geheimmnissvollen Kingsley, während Fernsehkomiker Bryan Callen („MADtv“) den Clubbesitzer Samir gab.

Filmemacher Nick Cassavetes („Alpha Dog“) spielte einen Tätowierer.
Für die Rolle war zunächst Mel Gibson vorgesehen, später sollte Liam Neeson den Part übernehmen, war jedoch aufgrund anderweitiger Projekte verhindert.

Bei der Crew änderte sich nahezu nichts.
Lawrence Sher und Debra Neil-Fisher zeichneten sich wiederum für Kamera und Schnitt verantwortlich, während Christophe Beck erneut den Score schrieb.
Der Soundtrack erhielt erneut zahlreiche Originalsongs, von „The Black Eyed Peas“ über Deadmau5 bis hin zu Johnny Cash.

Fazit:
„The Hangover Part 2“ wurde hüben und drüben kritisiert, er wäre „bloss“ ein Abklatsch seines Vorgängers.
Dies mag wohl auf den ersten Blick stimmen, das Gerüst und die Handlung des Erstlings wurden blaupausenhaft übernommen, und statt Las Vegas muss nun Bangkok dran glauben.

Doch den Film daran aufzuknöpfen, ist etwas gar simpel.
Gerade im Comedyfach war und ist es ja nicht unüblich ein erfolgreiches Konzept möglichst Lange zu adaptieren; man denke nur an Jerry Lewis oder Owen Wilson und Ben Stiller

Daher erachte ich es als undifferenziert „The Hangover Part 2“ deswegen als schlecht abzustempeln.
Denn gross stört dieser Sachverhalt nun wirklich nicht.
Zugegeben, die Überraschungsmomente die „The Hangover“ hatte, fehlen; dafür ist es witzig zu sehen wie die altbewährten Gags neuangewandt werden.

Das Sequel ist zudem in Sachen Humor weitaus derber, heftiger, düsterer und bösartiger als Teil 1.
Im Bezug auf Thailand werden alle Möglichen Klischees bedient, und kein, noch so übler, Gag ausgelassen.

Die Darsteller spielen wiederum sehr gut, und es macht Spass zu sehen wie sie in die Rollen gewachsen sind.
Ken Jeong topt seine Darstellung aus Teil 1 um Längen, und agiert noch verrückter und durchgeknallter als im Vorgänger.
Ein kleiner Höhepunkt ist zudem Paul Giamatti, auch wenn sein Part für meinen Geschmack etwas klein geraten ist.

Von der Machart her gefällt der Film erneut ganz gut.
Nebst dem Score bzw. den Songs die passend arrangiert wurden, wartet Kameramann Lawrence Sher mit sehr schönen Bilder, die einen exotischen Look schaffen, auf.

„The Hangover Part 2“ steht seinem Vorgänger in nichts nach, wenngleich er auch nahezu dieselbe Story, einfach unter neuen Vorzeichen, erzählt.
Dies macht den Film zwar vorhersehbar, beinhaltet allerdings einen interessanten Ansatz, da man als Zuschauer gespannt ist, wie die jeweiligen Handlungselemente nun übertragen werden.
Man könnte sagen der zweite Teil ist einfach Teil 1 mit ganz, ganz viel Ferienfeeling…

4 von 5 Schalen weichgekochter Reis

4

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