Jurassic Park

1993-jurassic-park-poster1Auf den Tag genau vor 20 Jahren erschien mit „Jurassic Park“ ein Film, der die Digitaleffekte revolutionierte, und dessen Nachwirkung bis heute anhalten.
Erstmals in der Filmgeschichte wurden mittels CGI Lebewesen so realistisch und lebensecht wie möglich dargestellt.

Uraufführung: 9.6.1993
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum, Richard Attenborough, u.a…

Story:
Der exzentrische Milliardär John Hammond (Richard Attenborough) lädt das Paläontologenpaar Alan Grant (Sam Neill) und Ellie Sattler (Laura Dern), den Mathematiker und Chaos-Theoretiker Ian Malcolm (Jeff Goldblum) sowie seinen Anwalt Donald Gennaro (Martin Ferrero) in seinen Vergnügungspark „Jurassic Park“ auf der Isla Nublar vor der Küste Costa Ricas.

Welcome to Jurassic Park (Richard Attenborough, Martin Ferrero, Sam Neill, Jeff Goldblum, Laura Dern, v.l.n.r)

Welcome to Jurassic Park (Richard Attenborough, Martin Ferrero, Sam Neill, Jeff Goldblum, Laura Dern, v.l.n.r)

Dass es sich hierbei um keinen gewöhnlichen Vergnügungspark handelt, wird der Gruppe klar, als sie auf eine Herde ausgewachsener Dinosaurier treffen.
Denn, Hammond und seiner Firma InGen ist es gelungen, die seit rund 65 Millionen Jahren ausgestorbenen Urechsen mittels modernster Gentechnik zum Leben zu erwecken.

Seine Besucher sollen nun die prähistorischen Zooanlage begutachten und ihr Urteil abgeben.
Begleitet werden sie von Hammond’s Enkelkindern Tim (Joseph Mazzello ) und Lex (Ariana Richards).

Doch während die Gruppe im Jeep über die Insel gondelt, zieht ein Tropensturm auf, und im Technikraum des Parkes spielen sich dramatische Szenen ab.
Denn der Computer-Programmierer Dennis Nedry (Wayne Knight) entwendet wertvolle Saurier-Embryonen aus der Brutstation, und legt hierfür kurzerhand die gesamte Stromversorgung des Parkes ausser Kraft.

Denis Nedry (Wayne Knight)

Denis Nedry (Wayne Knight)

Nun brechen diverse Saurier aus ihren Gehegen aus, und die Besucher werden plötzlich zu Gejagten.
Dass es hierbei noch wesentlich üblere Bedrohungen als ein ausgewachsener T-Rex gibt, stellen sie alsbald fest…

Don't mess with the T-Rex

Don’t mess with the T-Rex

Trivia:
Noch ehe der Roman „Jurassic Park“ von Bestseller-Autor Michael Crichton („Rising Sun“) veröffentlicht wurde, interessierten sich mehrere grosse Studios und Regisseure für denselbigen.

So feilschten unter anderem Warner Bros. und 20th Century Fox, sowie Tim Burton oder Richard Donner um die Filmrechte.
Das Rennen machte jedoch Steven Spielberg („Jaws“) und Universal Pictures.
Crichton selbst, schrieb gemeinsam mit den Drehbuchautoren Malia Scotch Marmo („Hook“) und David Koepp („Mission: Impossible“), das Script zum Film.

Michael Crichton und Steven Spielberg

Michael Crichton und Steven Spielberg

Nebst dem Neuseeländer Sam Neill („The Hunt for Red October“) und Laura Dern („The Master“) als die Paläontologen Alan Grant und Ellie Sattler, wurde Jeff Goldblum („Independence Day“) als Mathematiker Ian Malcolm gecastet.

Der britische Regisseur und Schauspieler Richard Attenborough („Gandhi“) spielte John Hammond, während Ariana Richards („Timescape“) und Joseph Mazzello („G.I. Joe: Retaliation“) seine beiden Enkelkinder verkörperten.

Martin Ferrero („Get Shorty“) wurde als Anwalt Gennaro gecastet.
Bob Peck („Surviving Picasso“) verkörperte den Sicherheitschef Robert Muldoon, Wayne Knight („Rat Race“) und Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) die Computerprogrammierer Dennis Nedry und Ray Arnold.

Für die Erzeugung der Dinosaurier heuerte Spielberg eine Armada von Effektkünstlern an.
Stan Winston („Aliens“) war für die Herstellung der lebensgrossen, beweglichen Dinosaurierpuppen verantwortlich, Michael Lantieri („Mars Attacks!“) für die Spezialeffekte, und Stop-Motion-Pionier Phil Tippett („Star Wars Episode V – The Empire Strikes Back „) für die Animation der Saurier.

Spielberg war jedoch mit dem Ergebnis von Tippett’s Arbeit nicht zufrieden und so zog er SFX-Spezialist Dennis Muren („Terminator 2: Judgment Day“) hinzu.
Bei der gemeinsamen Sichtung einer, von Muren animierten Szene, sagte Spielberg zu Tippett : „You’re out of a job,“ auf da Tippett entgegnete: „Don’t you mean extinct?“ – der Dialog fand seinen Weg in den Film.
Tippet unterstützte fortan Muren und sein Team, dem nun die Leitung der Animation übertragen wurde, bei seiner Arbeit.
Es war dies die Geburtsstunde der modernen CGI-Animation.

Die Dreharbeiten fanden auf den hawaiianischen Inseln Kauaʻi, Oahu und Niihau, sowie im kalifornischen Red Rock Canyon und den Warner Bros.- und Universal Studios’s statt.
Die Kamera führte Dean Cundey („Back To The Future“).

Spielberg’s Stammcutter Michael Kahn („Lincoln“) schnitt den Film, und während sein Freund, der Regisseur und Produzent George Lucas („Star Wars Episode V – A New Hope“) die Erstellung der Soundeffekte überwachte, schrieb John Williams („E.T. The Extra-Terrestrial“) den Filmsoundtrack.

Der Film brach nach seiner Veröffentlichung alle Dämme.
Nicht nur löste er ein wahres Dino-Fieber aus, auch erzielte er mit einem Umsatz von über 950 Millionen $, das bis dato höchste Box Office, welches erst 1998 von James Cameron’s „Titanic“ egalisiert wurde.

Fazit:
Steven Spielberg gehört neben Robert Zemeckis und Chris Columbus zu jenen Regisseuren, mit deren Filmen ich aufgewachsen bin.
Es sind Filme, die tolle, fantasievolle Geschichten erzählen, grosse Effekte und Abenteuer bieten, und in erster Linie eins wollen: unterhalten.
Grosse Tiefe und Dramatik sucht man hier vergeblich, doch mal ehrlich; will man dass überhaupt in einem solchen Film?

„Jurassic Park“ füllt dieses Schema voll und ganz aus und passt so wunderbar in die Zeit seiner Entstehung.
Hinzu gesellen sich Special Effekte, die bahnbrechend waren, und 1994 alles bisher gesehene in den Schatten stellte.

Rein vom Aufbau her, erinnert der Film stellenweise stark an Spielbergs Durchbruch „Jaws“.
Hier wie dort wird ein profaner Tierhorror geboten; doch während 1975 ein einzelner Hai eine ganze Küste in Angst und Schrecken versetzte, kriegt man es hier mit einem Heer von Sauriern, unterschiedlicher Grösse und Kampftaktik zu tun.
Zudem vermischt der Regisseur hier gekonnt Horror mit Adventure und Sci-Fiction-Elementen.

Die Dramatik des Filmes nimmt nach und nach zu und er wird mit zunehmender Länge immer besser, bis hin zum spannungsgeladenen, absolut fulminanten Schlussdrittel.

Der Filmbeginn verläuft eher ruhig, und Spielberg baut die Spannung erst nach und nach auf.
Am Anfang wird  zunächst die Schönheit der Insel gezeigt, von Kameramann Dean Cundey perfekt in Szene gesetzt, von John Williams epochalen Klängen wunderbar untermalen, und man sieht friedlich grasende Brachiosaurier.
Es dauert knapp eine Stunde bis der fleischhungrige T-Rex erstmals auftaucht; doch ab dann geht die Post so richtig ab, und die Geschichte mutiert zu einer profanen Jagd ums nackte Überleben.

Die Schauspieler sind gut gecastet und inbesonders Sam Neill und Jeff Goldblum
ergänzen sich mit ihrem Spiel sehr gut.
Daneben stechen vorallem Richard Attenborough und Wayne Knight aus der Darstellerriege heraus.

Ersterer verkörpert den exzentrischen Milliardär Hammond auf herrlich schräge Weise, währenddessen Knight das Ekelpaket Dennis Nedry absolut wiederwärtig und unsympathisch wiedergibt.

„Jurassic Park“ bietet eine tolle Mischung aus Tierhorror und Adventure-Film, der mit zunehmender Dauer immer besser wird und der zum Schluss hin eine handvoll atemberaubende dramatische Szenen bereithält.
Dass der Film zum absoluten Kultklassiker wurde, erstaunt in keiner Weise.
Ein Meilenstein der CGI-Technik, der sich sehen lassen kann.

4.5 von 5 vibrierenden Wasseroberflächen

4.5

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