The Lost World – Jurassic Park

Jurassic Park 2Nachdem „Jurassic Park“ 1993 zum (bis dato) erfolgreichsten Film mutierte, liess eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten.
1997 war es dann soweit, und „The Lost World – Jurassic Park“ feierte Premiere.
An den Kinokassen musste sich der Film allerdings gegenüber James Cameron’s „Titanic“ geschlagen geben, der nebenbei gleich noch den finanziellen Rekord von „Jurassic Park“ egalisierte.

Uraufführung: 23.5.1997
Regie:
Steven Spielberg
Darsteller:
Jeff Goldblum, Julianne Moore, Vince Vaughn, Pete Postlethwaite, u.a…

Story:
Nachdem das „Jurassic Park“-Projekt gescheitert ist, könnte man meinen, das Kapitel Klon-Saurier sei endgültig vorüber.
Doch weit gefehlt, auf Isla Sorna, auf welcher die Saurier einst in einer Zuchtanlage geklont wurden ehe sie in den eigentlichen Park überführt wurden, haben sich die Urechsen seit Abzug der Menschen munter weiterverbreitet.

Life always finds a way...

Life always finds a way…

„Jurassic Park“-Erfinder John Hammond (Richard Attenborough) sendet nun ein Team von Wissenschaftlern aus, die Dinos in ihrer natürlichen Umgebung dokumentieren sollen.
Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm (Jeff Goldblum), der bereits auf der Isla Nublar mit von der Partie war, weigert sich zunächst dem Team beizuwohnen.

Als er jedoch erfährt, dass seine Freundin, die Biologin Sarah Harding (Julianne Moore) bereits auf der Insel befindet, schliesst er sich der Expedition an,  entschlossen, Sarah zu retten.

Der Truppe gehören noch der Fotograf Nick Van Owen (Vince Vaughn) und der Ingenieur Eddie Carr (Richard Schiff), an.
Zudem schliesst sich ihnen Malcolms Tochter Kelly (Vanessa Lee Chester) als blinde Passagierin an.

Lagebesprechung im Dschungel...(Jeff Goldblum, Julianne Moore, Vince Vaughn, Vaness Lee Chester, Richard Schiff, v.l.n.r)

Lagebesprechung im Dschungel…(Jeff Goldblum, Julianne Moore, Vince Vaughn, Vaness Lee Chester, Richard Schiff, v.l.n.r)

Die Reise läuft zunächst relativ ruhig, doch dann kreutzt Hammond’s geldgieriger Neffe Peter Ludlow (Arliss Howard) mit einem Trupp Grosswildjäger, angeführt vom Jäger Roland Tembo (Pete Postlethwaite), auf, und plant allen Ernstes einen ausgewachsenen Tyrannosaurus Rex nach San Diego zu verschiffen.

Jägersmann Roland Tembo (Pete Postlethwaite)

Jägersmann Roland Tembo (Pete Postlethwaite)

Trivia:
Nach dem gewaltigen Erfolg von „Jurassic Park“ und des gleichnamigen Romans, schrieb dessen Autor Michael Crichton, auf drängen seiner Fans mit „The Lost World“ eine Fortsetzung.
Steven Spielberg und Universal Pictures sicherten sich die Filmrechte, und 1995, kaum war der Roman erschienen, begann man mit der Pre-Production.

Regisseur Spielberg gibt seinen Hauptdarstellern Anweisungen...

Regisseur Spielberg gibt seinen „Hauptdarstellern“ Anweisungen…

Das Dehbuch schrieb, wie schon beim Vorgänger David Koepp.

Jeff Goldblum nahm seine Rolle des Dr. Ian Malcolm wieder auf.
Auch  Richard Attenborough war als John Hammond wieder mit von der Partie.

Neu zum Cast stiessen unter anderem Julianne Moore („Hannibal“) als Ian’s Freundin, Dr. Sarah Harding und Vanessa Lee Chester („17 Again“), als dessen Tochter Kelly.
Vince Vaughn („Wedding Crashers“) und Richard Schiff („I Am Sam“) verkörperten die Forscher Nick und Eddie, während Pete Postlethwaite („Inception“), Thomas F. Duffy („Super 8“) und der Schwede Peter Stormare („Fargo“) die Wilderer verkörperten.

Arliss Howard („Amistad“) schliesslich, gab den geldgierigen CEO von InGen, Peter Ludlow.

Gedreht wurde in Kalifornien, San Diego, und der Hawaiiinsel Kauai.
Die Kamera führte Janusz Kamiński, seit „Schindler’s List“ Kammeramann bei sämtlichen Filmen Spielbergs.
Für den Schnitt und die Filmmusik zeigten sich, wie schon bei „Jurassic Park“ Michael Kahn und John Williams verantwortlich.

Auch die Spezialeffekte wurden vom altbewährten Team um Stan Winston, Michael Lantieri und Dennis Muren erstellt.

Bei den Oscarverleihungen 1998 war der Film für die besten Spezialeffekte nominiert, die dann jedoch an James Cameron’s „Titanic“ gingen.
Zudem war er in drei Kategorien für die Goldene Himbeere nominiert, darunter für das schlechteste Remake/ Sequel.

Fazit:
Es gibt Sequels, die sind so gelungen, dass sie sogar ihre Vorgängerfilme in den Schatten stellen.
„The Lost World“ gehört nicht dazu.

Es ist zwar grundsätzlich toll, dass Spielberg nach dem Grosserfolg von „Jurassic Park“, die Urzeitechsen erneut zum Leben erweckt; nötig war der Schritt nie.

Das Rad wird hier nicht neu erfunden, und wenngleich auch die Geschichte anders angegangen wird, und man wesentlich mehr Saurier zu sehen kriegt, so bleibt der Film im Grundsatz schlicht eine Variation des Erstlings.

Während dieser jedoch im Stile eines Tierhorrorfilms daherkommt, ist „The Lost World“ mehr ein Adventurefilm.
Die Horrorelemente kommen hier viel mehr in Form von Anspielungen, sei es auf „Moby Dick“ (wirkt doch der Grosswildjäger Roland wie ein moderner Captain Ahab), „Godzilla“ oder „King Kong“.

Wenn auch die Story wenig Inovation aufweist, so kann der Film ganz klar mit seinen Effekten und seiner Machart punkten.
Handwerklich haben es Steven Spielberg und sein Team nach wie vor drauf, und John Williams Musik wirkt fast noch stimmiger als im Vorgänger.

Die Actionsequenzen sind spannend umgesetzt, und die, im wahrsten Sinne, Cliffhangesszenen sind atemberaubend.
Die Darsteller sind zudem, wie stets bei Spielberg sehr gut gecastet.
Jeff Goldblum gefällt mit seiner zynischen Art, und Julianne Moore spielt mal wieder eine starke Frauenfigur.

Pete Postlethwaite verkörpert den schiesswütigen Grosswildjäger gekonnt, und Vince Vaughn beweist, dass ihm auch „ernstere“ Rollen liegen.
Richard Attenborough’s Auftritte sind eine schöner Verweis auf den Erstling, und allzu gerne hätte man mehr von ihm gesehen.

„The Lost World“ kommt trotz gelungenen Effekten, spannender Umsetzung und ordentlicher Machart nicht an die Qualität seines Vorgängers heran.
Dennoch bietet der Film gute Unterhaltung und ganz profanes Popcorn-Kino.

4 von 5 Tyrannosaurus – Babys

4

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