Olympus Has Fallen

olympus_has_fallen_ver10Das Weisse Haus wird von Terroristen eingenommen, und ein Secret Service- Mitarbeiter muss, ganz auf sich alleine gestellt den Präsidenten retten.
Erstmals ist dies heuer in „Olympus Has Fallen“ von Regisseur Antoine Fuqua der Fall.
Später folgt dann noch Roland Emmerichs „White House Down“…
Nebst Gerard Butler und Aaron Eckhard sind auch die Oscarpreisträger Melissa Leo und Morgan Freeman (die sich ja bereits in „Oblivion“ gegenüberstanden) mit von der Partie.

Uraufführung: 22.3.2013
Regie: Antoine Fuqua
Darsteller: Gerard Butler, Aaron Eckhart, Angela Bassett, Morgan Freeman, u.a…

Story:
Mike Banning (Gerard Butler) ist der Chef des Sicherheitsdienstes des US-Präsidenten, Benjamin Asher (Aron Eckhart).
Bei einer Fahrt von Camp Davis aus, wird der präsidiale Wagen in einen Unfall verwickelt, bei dem die First Lady (Ashley Judd) stirbt.

Der Gute (Gerard Butler)...

Der Gute (Gerard Butler)…

18 Monate später arbeitet Banning, der sich nach wie vor die Schuld an dem Vorfall gibt, und daher von seinem Posten zurücktrat, beim Finanzdepartement in Washington D.C., nahe dem Weissen Haus.

In ebendiesem, empfängt Präsident Asher den Südkoreanischen Premierminister (Keong Sim), als der Präsidentensitz von Terroristen angegriffen wird.
Mit ungeahnter Härte und in kürzester Zeit gelingt es den Angreifern das Weisse Haus in ihre Hände zu nehmen.
Dem Präsidenten und seinen Gästen gelang es eben noch, sich in den Bunker zu retten, ungeahnt den Drahtzieher des Anschlages, Kang (Rick Yune) den Sicherheitschef des Südkoreanischen Premiers, in ihren Reihen zu haben.

...der Böse (Rick Yune)...

…der Böse (Rick Yune)…

Da sowohl der Präsident und auch sein Vize (Phil Austin) nun in den Händen der Terroristen befinden, wird kurzerhand der Sprecher des Repräsentantenhaus, Allan Trumbull (Morgan Freeman) zum ausführenden Präsidenten.
Dieser befindet sich im Pentagon, und versucht mit den Terroristen zu verhandeln.

...und die Mächtigen (Morgan Freeman und Aaron Eckhart)

…und die Mächtigen (Morgan Freeman und Aaron Eckhart)

Derweil dringt Banning auf eigene Faust ins Weisse Haus ein, und beginnt die Terroristen nach und nach auszuschalten.
Denn diese wollen unbedingt Connor (Finley Jacobsen), den Sohn des Präsidenten, der sich noch irgendwo im Gebäude befindet, in ihre Hände bekommen.

Trivia:
„Olympus Has Fallen“ von Regisseur Antoine Fuqua („King Arthur „) basiert auf dem allerersten Script der beiden Drehbuchautoren Creighton Rothenberger und Katrin Benedikt.

Regisseur Antoine Fuqua

Regisseur Antoine Fuqua

Der Schotte Gerard Butler („300“) und Aaron Eckhart („The Dark Knight“) verkörperten die beiden Hauptrollen, Banning und Präsident Asher,
Radha Mitchell („Finding Neverland“) und Ashley Judd („Frida“) ihre Ehepartnerinen.

Die Rolle des Bösewichts Kang, ging an den Südkoreaner Rick Yune („Die Another Day“).

Die beiden Oscarpreisträger Morgan Freeman („Oblivion“) und Melissa Leo („The Fighter“) spielten den Sprecher des Repräsentantenhauses und die Verteidigungsministerin, während Robert Forster („Jackie Brown“) den Oberbefehlshaber der US-Army gab.

Angela Bassett („Malcom X“) und Dylan McDermott („The Perks of Being a Wallflower“) schliesslich, spielten hochrangige Agenten des Secret Services.

Ein Grossteil der Aussenaufnahmen fanden in Shreveport, Louisiana, statt.
Conrad W. Hall („Panic Room“) führte die Kamera, John Refoua („Avatar“) fungierte als Cutter.

Für Aufnahmen des Weissen Hauses wurde nebst Bauten aus der Hand Derek R. Hill’s (für den es nach Oliver Stone’s „JFK“ und „W.“ das dritte Mal war, dass er den Präsidentensitz nachbauen durfte), auf bestehendes Filmmaterial und CGI-Effekte zurückgegriffen.

Die Filmmusik schrieb Trevor Morris („Immortals“), der bislang hauptsächlich fürs Fernsehen komponierte.

„Olympus Has Fallen“ bleibt 2013 nicht der einzige Film, in dem das Weisse Haus unter Beschuss gerät.
Bereits Ende Juni (hierzulande Anfangs August) startet Roland Emmerich’s „White House Down“ mit Channing Tatum und Jamie Foxx in den Hauptrollen.

Fazit:
„Olympus Has Fallen“ ist Actionkino ganz im klassischen Stil.
Will heissen, der Spassfaktor und wuchtige Action geht vor, inhaltliche Tiefe sucht man vergebens, und die Storyline hätte locker auf einem Taschentuch platz.

Was nicht heissen soll dass der Film schlecht ist, nur muss man sich klar sein in welcher Kategorie bewegt.
In den 80ies, und 90ies den Jahrzenten für Actionkracher, hätte der Film ganz oben mitgemischt, steht er doch vom Stil her einem „Die Hard“ oder „Under Siege“ in nichts nach. Nur ist sich das Publikum von 2013 halt andere Kost gewohnt.

Wobei der Film, im Gegensatz zu Streifen wie „A Good Day To Die Hard“ oder „Fast And Furious Six“ fast schon wieder als Meisterwerk des diesjährigen Actionkinos bezeichnet werden darf.
Die Machart ist grosso modo solide, wenngleich die Computereffekte zum Teil haarsträubend schlecht sind.
Über logistische Fehler sehe ich an dieser Stelle mal grosszügig hinweg, schliesslich gehören Ungereimtheiten erwartungsgemäss zum Genre.

Wer indess bei „Olympus Has Fallen“ grosses Schauspiel erwartet, ist ganz klar im falschen Film gelandet.
Butler und Eckhart nimmt man zwar die toughen Typen ab, emotionale Nähe oder gar Charaktertiefe lassen sie allerdings kaum zu.
Für die darstellerischen Glanzlichter sorgt ganz klar Morgan Freeman.
Obschon er den ganzen Film über nur im Krisenraum des Pentagon sitzt, spielt er seine Mitschauspieler gegen die Wand, und bringt ein wenig mimische Klasse in den Film.

Was dem Film auf alle Fälle angekreidet werden kann, ist der übermässige Pathos, mit dem er sich inszeniert.
Als Nicht-Amerikaner geht einem dies mit der Zeit arg auf den Wecker.
Aber was erwartet man schon von einem Film, der zu 99% im Weissen Haus spielt…

Antoine Fuqua bietet einen Film der die Erwartungen erfüllt, und typisches Actionkino bietet wie man es aus den 80ern und 90ern kennt.
„Olympus Has Fallen“ wird kaum Filmgeschichte schreiben, aber wer Filme wie „Die Hard“ (die ersten drei) mag, soll ihn sich ansehen und seinen Spass dabei haben.

Und man darf bereits gespannt darauf sein, was Roland Emmerich aus der Themengrundlage machen wird…

3 von 5 Atomraketen-Abschusscodes

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Eine Antwort zu Olympus Has Fallen

  1. donpozuelo schreibt:

    Ich muss ja gestehen, dass mir der vom Trailer her irgendwie eher zusagt als Emmerichs „White House Down“. Aber da im Moment so viel gutes Zeugs im Kino läuft, werde ich den hier wohl trotzdem erst auf DVD richtig wahrnehmen.

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