Superman Special

supermanDiese Tage läuft „Man Of Steel“, der 6. abfüllende Spielfilm rund um den Helden Superman.
Für mich Anlass, mir die „alten“ Supi-Filme mal wieder zu Gemüte zu führen, wobei
„Superman Returns“ der bislang letzte Streifen ja erst 2006 über die Leinwand flackerte…

SUPERMAN (1978)

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Plot:

Kal-El (Christopher Reeve), der letzte Überlebende des Planeten Kryptons, landet als Kind auf der Erde, wo er fortan unter dem Namen Clark Kent lebt.
Da für ihn die physischen Kräfte nicht gelten, sorgt er als Superman für Recht und Ordnung.
Doch der Superkriminelle Lex Luthor (Gene Hackman) kommt hinter das Geheimnis seiner Herkunft und findet seinen Schwachpunkt.

Fazit:
Richard Donners erster „Superman“-Film bleibt vor allem als Meilenstein der Tricktechnick in Erinnerung.
Die Story erzählt recht ausführlich die Entstehungsgeschichte Supermans, bietet daher wenig Twists und Erzähltiefe.
Reeve gefällt als Supi und Margot Kidder kann als Lois Lane überzeugen.
Gene Hackman spielt jedoch weit unter seinem Wert und stilisiert Lex Luthor zur Witzfigur.

3.5

SUPERMAN 2 (1980)

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Plot:
Durch eine Nuklearexplosion im Weltall wird General Zod (Terence Stamp) und seine Mitstreiter aus ihrem Weltraum-Gefängnis befreit.
Sie verfügen über dieselben Kräfte wie Superman (Christopher Reeve) und wollen die Erde unterjochen.
Dieser ist jedoch, nachdem er eine Liebesbeziehung zu Lois Lane (Margot Kiddar) eingeht, seiner Superkräfte beraubt…

Fazit:
Der zweite Teil setzt unmittelbar an den ersten an.
Nachdem Richard Donner, aufgrund Streitereien gefeuert wurde, übernahm Richard Lester das Ruder, musste aber ein Grossteil der, bereits gedrehten Szenen neu aufnehmen.
„Superman 2“ ist besser als der Vorgänger, bietet die spannendere Story, eine schöne Romanze und vorallem, mit Terence Stamp einen charismatischen Bösewicht.

4

SUPERMAN 3 (1983)

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Plot:
Der Multimillionär Ross Webster (Richard Vaughn) versucht mittels eines Wettercomputers des Computergenies Gus Gorman (Richard Pryor) den Welt-Kaffemarkt zu beeinflussen.
Superman (Christopher Reeve), durch Kryptonid-Kontakt geschwächt, entwickelt ein böses Ich, gegen welches er fortan ankämpfen muss.

Fazit:
Komödienspezialist Lester wurde nach „Superman 2“ freie Hand gelassen.
Der Film wirkt so auch mehr wie eine Zotte, als ein ernstzunehmender Superheldenfilm.
Richard Pryor agiert als Bösewicht absolut lächerlich, ebenso die ganze Geschichte um den bösen Supi und die Idee des Supercomputers.
Dass sich Charakterdarsteller Richard Vaughn einem solchen Quatsch hingab ist absolut unbegreiflich.

2

SUPERMAN 4 – THE QUEST FOR PEACE (1987)

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Plot:
Während Superman (Christopher Reeve) für die nukleare Abrüstung kämpft, wird der „Daily Planet“, die Zeitung bei der sein Alter Ego Clark Kent arbeitet, aufgekauft.
Damit nicht genug; seinem Erzfeind Lex Luthor (Gene Hackman) ist indess, mithilfe seines Neffen Lenny (Jon Cryer), die Flucht aus dem Gefängnis geglückt und er kreiert durch Atomkraft den Nuclear Man (Mark Pillow) der Superman kräftemässig weit überlegen ist.

Fazit:
Mit „Superman 4 – The Quest Of Peace“ wurde dem Mann aus Stahl entgültig der Todesstoss versetzt.
Eine dümmliche Story, unmotivierte Darsteller und lieblose Machart zeichnen diesen Film aus.
War der dritte Teil noch (zugegebenermassen unfreiwillig) komisch, so fragt man sich hier schlicht, was das Ganze soll.
Denn, gutes Superheldenkino sieht ganz klar anders aus.

1.5

SUPERMAN RETURNS (2006)

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Plot:
Nachdem er fünf Jahre lang verschwunden war, kehrt Superman (Brandon Routh) zu Erde zurück.
Hier muss er feststellen, dass sich so einiges geändert hat.
Lois Lane (Kate Bosworth) ist mit einem andern Mann verlobt und hat gar ein Kind von diesem, und hat soeben einen Artikel mit dem Titel: „Why the World doesn’t need Superman“ verfasst.
Zudem plant Lex Luthor (Kevin Spacey) mittels Krypton-Kristallen neue Landmassen zu erzeugen.

Fazit:
„X-Men“-Regisseur Bryan Singer setzt direkt an „Superman 2“ an und lässt Teil 3 und 4 ausser Acht.
So ist denn der Film auch mehr eine Hommage an die Richard Donner – Filme, denn eine eigenständige Fortsetzung.
Brandon Rough gibt sich offensichtlich Mühe, kommt allerdings nicht an die Darstellung Reeve’s heran, und Kate Bosworth ist als Lois Lane eine absolute Fehlbesetzung und wirkt total unsympathisch.
Einzig Kevin Spacey kann überzeugen und gibt erstmals eine anständige Darstellung Lex Luthor’s ab.

3

Gesamturteil:
Obschon eine DC-Figur, konnte ich mit Superman nie wirklich viel anfangen.
Zu aalglatt, zu unantastbar, und vorallem zu kontrastarm kam mir persönlich der „Mann aus Stahl“ rüber.
Die Filme habe ich alle in frühster Jugend mal im Vorabend-Fernsehprogramm gesehen, behielt sie allerdings als eher trashig in Erinnerung (wohl haben sich Teil 3 und 4 am besten eingeprägt).

Nun, nach durchstandener Sichtung der fünf Spielfilme, sind die Erinnerungen aufgefrischt und ich muss sagen: viel hat sich an meiner Haltung zu Supi nicht verändert.

Die Filme, vorallem die von Donner, mögen ihren Platz in der Kino-Geschichte haben, die Staubschicht die sie angesetzt haben ist allerdings beachtlich.
Im Gegensatz zu den Batman-Filmen und den Avengers-Streifen, die ich selbst als bekennender Nicht-Marveljünger mehrheitlich als gelungen befinde, kann die Superman-Reihe wohl nur hartgesottene Fans überzeugen.

Ob das Duo Nolan/Snyder den Stählernen nun wiederbeleben und einem neuen Publikum schmackhaft machen kann, wird sich zeigen…

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3 Antworten zu Superman Special

  1. donpozuelo schreibt:

    Da sprichst du mir in allen Punkten aus der Seele 😉 Superman IV war wirklich kaum noch zu ertragen. Das hat schon echt weh getan…

    Ich bin ja mal echt gespannt, wie dir „Man of Steel“ gefallen wird!!! Langsam habe ich schon Angst, ich bin der einzige, der den Film so richtig mag.

  2. Michi schreibt:

    Als Fan tut es mir weh, was Man of Steel kann! Zugegeben der Film an sich ist sehr gut. Nur das ist nicht Superman…und dessen echte Geschichte!
    Und bitte bitte bitte, das Kostüm braucht die rote Überhose!

    • Mr. Nick schreibt:

      @michi: Nun, im Prinzip finde ich es gut wenn man versandete Franchisen (was die Supermanreihe ja zugegebenermassen auch war) reebootet, und dabei die Herkunftsgeschichte etwas abändert.
      Ich kann allerdings nachvollziehen, dass Fans der Reihe sich dabei vor den Kopf gestossen fühlen.

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