Man Of Steel

man-of-steel-posterSieben Jahre nach dem letzten Superman – Film „Superman Returns“ reebootet Warner Bros. den bekanntesten Superhelden der Welt neu.
Mit Christopher Nolan als Ideenlieferant und Produzent und Zack Snyder a
uf dem Regiestuhl sind gleich zwei Hollywoodgrössen mit von der Partie, die sich mit DC-Verfilmungen einen Namen gemacht haben.
Mit Hauptdarsteller Henry Cavill schlüpfte zudem erstmals ein Brite in das rot-blaue Cape.

Uraufführung: 14.6.2013
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Henry Cavill, Amy Adams, Michael Shannon, Russel Crowe, u.a…

Story:
Kal-El ist seit tausend Jahren das erste Kind auf dem Planeten Krypton, das auf natürliche Weise zur Welt kommt.
Da der Planet unterzugehen droht, versucht Kal-El’s Vater, Jor-El (Russell Crowe) seinen Sohn zu retten, und sendet ihn zur Erde.

Jahre später, aus dem Kleinkind von damals ist nun ein junger Mann namens Clark Kent (Henry Cavill) geworden, der im ländlichen Kansas bei seinen menschlichen Adoptiveltern Martha (Diane Lane) und Jonathan Kent (Kevin Costner) aufwächst.

Da die Gravitationskräfte der Erde sich von denen auf Krypton stark unterscheiden, gelten für ihn die hier geltenden physikalischen Gesetze nicht, und er verfügt über Superkräfte.

Allein gegen alle...

Allein gegen alle…

Auf der Suche nach seinen Wurzeln stösst Clark am Polar auf ein kryptonisches Raumschiff.
Hierbei erhofft er sich Auskunft über seine Herkunft zu kriegen.

Chefredaktor Perry White (Laurence Fishburne) und Reporterin Lois Lane (Amy Adams)

Chefredaktor Perry White (Laurence Fishburne) und Reporterin Lois Lane (Amy Adams)

Seine Präsenz auf der Erde ist indess nicht unbemerkt geblieben, Reporterin Lois Lane (Amy Adams) ist ihm dicht auf der Spur.
Und plötzlich taucht ein Raumschiff mit General Zod (Michael Shannon) auf; dem alten Erzfeind seines leiblichen Vaters…

Knee before Zod!!

Knee before Zod!!

Trivia:
Als Christopher Nolan und David S. Goyer am Drehbuch zu „The Dark Knight Rises“ arbeiteten, entsannen die beiden, zum Spass, eine Story um den zweiten grossen DC-Helden, Superman.

Aus dem Spass wurde alsbald Ernst, als sich Warner Bros. für die Idee zu interessieren zu begannen.
Goyer schrieb ein Drehbuch, als Regisseur verpflichtete man Zack Snyder („300“), währenddessen Nolan als Produzent fungierte.

Regisseur Zack Snyder und Hauptdarsteller Henry Cavill (v.r.n.l.)

Regisseur Zack Snyder und Hauptdarsteller Henry Cavill (v.r.n.l.)

Als Superman wurde der Brite Henry Cavill („Imortals“) verpflichtet, der bereits 2006 für „Superman Returns“ im Gespräch für die Rolle des Stählernen war.
Amy Adams („The Master“) spielte Lois Lane.

Supermans leibliche Eltern wurden vom Australier Russel Crowe („Robin Hood“), der dabei Mitbewerber wie Sean Penn und Clive Owen ausstach, und die Israeli Ayelet Zurer („Angels & Demons“) verkörpert, während Kevin Costner („Robin Hood: Prince of Thieves“) und Diane Lane seine Adoptiveltern spielten.
Für Lane war es nach „Hollywoodland“ indess der zweite „Superman“-Film.

Für die Rolle des Bösewichts, General Zod, war zunächst Viggo Mortensen im Gespräch, ehe Michael Shannon („Revolutionary Road“) den Part übernahm.
Als seine Handlangerin, Faora wirkte die deutsche Schauspielerin Antje Traue („Phantomschmerzen“) mit.

Laurence Fishburne („The Matrix“) spielte Perry White, den Chefredaktor des „Daily Planet“ während Richard Schiff („The Lost World – Jurassic Park“) als Dr. Emil Hamilton auf den Plan trat.

Gedreht wurde zum Grossteil in und um Chicago, aber auch die kanadische Westküste und das Umland von Vancouver wurde zum Drehort.
Der Iraner Amir Mokri („Transformers: Dark of the Moon“) führte die Kamera und der oscarprämierte Cutter David Brenner („Born On The Fourth Of July“) übernahm den Filmschnitt.

Hans Zimmer („The Dark Knight“) komponierte den Filmscore.
Zum ersten Mal wurde in einem abfüllenden Superman-Streifen auf das bekannte Main Theme von John Williams verzichtet.

Fazit:
Wie ich bei der Zusammenfassung der ersten fünf Supi-Filme bereits erwähnte, bin ich nicht gerade ein Fan des „Stählernen“.
Dennoch habe ich dem Kinostart von „Man Of Steel“ mit grosser Vorfreude entgegengefiebert.

Dies lag vorallem an der Zusammenarbeit von Christopher Nolan und Zack Snyder, die mit der „Dark Knight“-Trilogie und „Watchmen“ bewiesen haben, dass das Marvel-Universe (welches ich selbst sehr mag) nicht das Non Plus Ultra im Bereich des Superheldenkinos ist.

Leider habe ich ernüchternd feststellen müssen, dass meine Erwartungen vielleicht etwas gar hoch gestapelt waren.

Die visuelle Umsetzung (Snyders Einflussbereich) ist sehr gelungen, auch wenn einem das Gefühl nicht loslässt, das alles irgendwie, irgendwo schon einmal gesehen zu haben.
Krypton erinnert stark an „Star Wars Episode III“, die Raumschiffe an H.R. Giger’s Alien-Design und das zerstörte Metropolis weckt Erinnerungen an „The Avengers“.
Hierbei muss aber gesagt werden, dass insbesonders das letzte Drittel und der Endkampf an Action und Tempo kaum zu topen sind und einfach grossartig umgesetzt ist.

Leider kann die Story (Nolan und Goyer) mit der Optik und der Action nicht ganz mithalten.
Zwar gelingt es dem Drehbuch, den einzelnen Figuren mehr Tiefe abzugewinnen, die Handlung an sich wirkt wie ein Aufwasch von „Superman 2“.
Zudem wirkt das erste Drittel mit seiner nicht-linearen Erzählstruktur und den Rückblenden ein wenig wie der Anfang von „Batman Begins“.

Die schauspielerischen Leistungen überzeugen allesamt, insbesonders Michael Shannon spielt die getriebene Figur des General Zod sehr gut und gewinnt ihr sehr viel ab.

Hans Zimmer’s Score gefällt ebenfalls sehr gut, ganz ohne das obligate Thema von Altmeister Williams.

Zusammengefasst ist „Man Of Steel“ ein visuell ansprechend umgesetztes, wuchtig daherkommendes Superheldenkino, das gut unterhält.
Der Neuanfang den Nolan und Snyder hier gewagt haben, ist löblich, wenn auch, im Gegensatz zur „Dark Knight“-Trilogie dem Mann aus Stahl nicht viel Neues abgewonnen werden kann.
Superman bleibt eben Superman, und daher reicht der Film nicht über gutes Mittelmass hinaus.

3.5 von 5 durch die Luft geschleuderten Tanklastern

3.5

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2 Antworten zu Man Of Steel

  1. donpozuelo schreibt:

    Ja, es ist tatsächlich sehr viel „Superman 2“ und „Batman Begins“… aber die Batman-Anleihen muss man wohl bei einem Nolan produzierten Film einfach erwarten. Wie gesagt, ich frage mich ja nach wie vor, ob man diesen „Origins“-Abschnitt wirklich so lang hätte machen müssen.

    • Mr. Nick schreibt:

      Grundsätzlich finde ich es schon gut, dass man sich bei einem Reeboot auch der Herkunftsgeschichte der Figur annimmt, und eventuell auch neue Facetten aufweist.
      Doch wirklich viel Neues wurde in „Man Of Steel“ eben nicht präsentiert, was ich, wie gesagt, auf die Figur von Superman zurückführe, die einfach facettenlos und langweilig ist, und mit der sich schlecht arbeiten lassen kann.
      Immerhin konnte man bei ihm ein gutes Stück Charaktertiefe entwickeln…

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