Pirates Of The Caribbean – The Curse Of The Black Pearl

pirates_of_the_caribbean_ver3Vor genau 10 Jahren feierte „Pirates Of The Caribbean – The Curse Of The Black Pearl“ Premiere.
Die Verfilmung eines Motives aus dem Disneyland-Themenpark war der Startschuss zu einer der lukrativsten Franchisen des letzten Jahrzehntes, die nebenbei das Piratenfilmgenre wiederbelebte und mit der Figur des Jack Sparows eine Ikone in der Filmlandschaft schuf.

Ich werde daher im Rahmen eines Specials, in den nächsten Tagen zu allen vier Teilen der Reihe Reviews verfassen...

Uraufführung: 9.7.2003
Regie: Gore Verbinski
Darsteller: Johnny Depp, Keira Knightley, Orlando Bloom, Geoffrey Rush, u.a…

Story:
Auf der Überfahrt von England nach Jamaica greifen der Gouverneur Swann (Jonathan Pryce) und seine Tochter Elizabeth (Keira Knightley) den Schiffsbrüchigen Will Turner (Orlando Bloom) auf, dessen Schiff scheinbar von Piraten angegriffen wurde.
Das Medaillon, welches der bewusstlose Will um den Hals trägt, nimmt die Gouverneurstochter kurzerhand zu sich…

Zehn Jahre später in Port Royal; Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), ein berüchtigter Seeräuber, allerdings ohne Crew und Schiff wurde dabei erwischt, wie er ein Kriegsschiff der Royal Navy zu stehlen versuchte, und wartet nun im Gefängnis auf seine Strafe.
Doch zu dieser kommt es nicht, den in der Nacht wird die Stadt von Piraten des berüchtigten Schiffes „The Black Pearl“ angegriffen, und Elizabeth entführt.

Beauty (Keira Knightley) and the Beast (Geoffrey Rush) (v.r.n.l.)

Beauty (Keira Knightley) and the Beast (Geoffrey Rush) (v.r.n.l.)

Barbossa (Geoffrey Rush), Captain der „Pearl“, und seine Crew, haben vor Jahren eine verfluchten Aztekenschatz gestohlen, und wandeln seither als Untote auf der Erde (bzw. den Meeren).
Der Fluch kann erst aufgehoben werden, wenn das letzte Stück des Schatzes zurückgebracht wird: das Medaillon welches Elizabeth um den Hals trägt.

Sparrow ist unterdessen mit Hilfe Will Turners die Flucht aus dem Gefängnis gelungen.
Während Will seine grosse Liebe, Elizabeth, retten möchte, geht es Jack Sparrow darum eine offene Rechnung zu begleichen; denn die „Pearl“ war einst sein eigenes Schiff.

Yo -Ho

Yo -Ho

Trivia:
Im Jahre 1967 eröffnete im Disneyland die Geisterbahn „Pirates Of The Carribean“, die letzte Parkattraktion, die noch von Walt Disney selbst geplant wurde.
Die Themenfahrt entwickelte sich rasch zu den beliebtesten Attraktionen des Disneylands.

In den 90er Jahren spielte der Disney-Konzern erstmals mit dem Gedanken die Attraktion filmisch zu adaptieren.
Jay Wolpert („The Count Of Monte Cristo“) wurde engagiert ein Drehbuch zu verfassen.
Für die Hauptrolle schwebte den Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt Matthew McConaughey vor.

2002 stiess Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer („Pearl Harbor“) zum Projekt und brachte neuen Schwung in die Produktion.
Das Script wurde vom Schreiberlingduo Ted Elliott und Terry Rossio (beide „Shrek“) total überarbeitet, und Gore Verbinski („Mouse Hunt“) wurde die Regie übertragen.

Gore Verbinski gibt Anweisungen

Gore Verbinski gibt Anweisungen

Die Rolle von Captain Jack Sparrow sollte ursprünglich an den Australier Hugh Jackman gehen.
Da Disney jedoch auf einen amerikanischen Darsteller bestand wurde der (zu diesem Zeitpunkt) bekanntere Johnny Depp („Edward Scissorhands“) gecastet.
Entgegen des ursprünglichen Figuren- und Charakterdesigns legte Depp die Rolle eher Genre-untypisch an und orientierte sich dabei an Rockmusikern wie Jim Morrison oder Keith Richards.

Der australische Oscar-Preisträger Geoffrey Rush („The King’s Speech“) verkörperte den schurkischen Captain Hector Barbossa.
Bei den Dreharbeiten zu „Ned Kelly“ konnte er gleich noch seinen Co-Star Orlando Bloom („Troy“) für die Rolle des Will Turner gewinnen.
Die Engländerin Keira Knightley („Bend It Like Beckham“) spielte die Gouverneurstochter Elizabeth Swann, während Jonathan Pryce („Evita“) ihren Vater gab.

Kevin McNally („Valkyrie“) spielte Joshamee Gibbs, Sparrows ersten Maat, David Bailie der in „Cutthroat Island“ bereits in einem Piratenfilm mitspielte, den stummen Cotton, Martin Klebba („Oz: The Great And Powerful“) den kleinwüchsigen Marty und Zoe Saldana („Star Trek – Into Darkness“) verkörperte die Piratin Anamaria.

Lee Arenberg („Dungeons And Dragons“) und Mackenzie Crook („The Adventures Of Tintin“) gaben die beiden Piraten Pintel und Ragetti, und Jack Davenport („The Boat That Rocked“) den karriereversierten Commodore James Norrington.

Für den Soundtrack bewarb sich zunächst Alan Silvestri, der bereits mehrfach mit Regisseur Verbinski zusammengearbeitet hatte.
Produzent Bruckheimer wollte jedoch Hans Zimmer als Komponisten engagieren.
Da derselbe zu diesem Zeitpunkt allerdings keine Zeit hatte, übertrug er die Arbeit seinem deutschen Landsmann Klaus Badelt („Solomon Kane“), Mitglied seiner Filmmusik-Produktionsstätte „Remote Control Productions“.

Gedreht wurde zu einem Grossteil auf der karribischen Vulkaninsel St. Vincent.
Zudem wurden mehrere Kulissen im kalifornischen Manhattan Beach errichtet.
Die im Film vorkommenden Schiffe wurden Teils mit Modellen, Teils mit Kulissenteilen, Teils mit CGI-Technik dargestellt.
Die Kamera führte Dariusz Wolski („The Crow“), der diesen Posten auch bei den folgenden Filmen der Reihe innehaben sollte.
Für den Schnitt zeigten sich Stephen E. Rivkin („Avatar“), Arthur Schmidt („Forrest Gump“) und Craig Wood („Rango“) verantwortlich.

Der Film war 2004 für 5 Oscars nominiert unter anderem für Hauptdarsteller Johnny Depp, welcher auch eine Golden Globe- Nomination erhielt.
Mit über 300 Millionen $ Gewinn avancierte „The Curse Of The Black Pearl“ zum dritterfolgreichsten Film 2003.

Fazit:
Das Piratengenre war eigentlich bereits totgesagt als Disney beschloss seine grösste Themenattraktion zu einem Film zu verarbeiten.
Dass der Film zu einem solchen Erfolg wurde, war zwar nicht abzusehen, meiner Meinung nach, nichts als logisch.

Denn der erste Teil der „Pirates Of The Caribbean“-Reihe sieht sich als grosse Hommage an die klassischen Piratenfilme, und bietet eine Menge schräger Humor, unkontrollierbare Figuren, jede Menge Verweise an das Genre und nimmt sich selbst nicht ganz so ernst wie es die Herren Flynn und Lanchaster einst taten.
Der Film lässt sich auch nicht nur in die Schublade der Seeräuber-Fime stecken, sondern deckt von Adventure-Streifen über Comedy bis hin zum Gruselfilm mehrere Genres ab.

Ohnehin wird mit Jack Sparrow eine atypische Figur präsentiert, die fast schon psychadelisch, um nicht zu sagen für einen Disneyfilm etwas unkonventionell daherkommt.
Es ist Johnny Depps Verdienst, dass das Ganze dennoch funktioniert.
Er lotet die Grenze zwischen Klamauk und Wahnsinn gekonnt bis zum Letzten aus ohne zu stark in das eine oder andere Schema zu fallen.

Doch auch wenn der Film auch klar mit Depp steht und fällt, so wäre es grundsätzlich falsch den Streifen bloss auf ihn zu reduzieren.
Seine Co-Stars überzeugen allesamt ebenso.
Keira Knightley und Orlando Bloom gefallen gut als Liebespaar, das erst noch zueinander finden muss, und Bloom deckt die Rolle des klassischen Draufgängers ab.
Geoffrey Rush ist schlicht herrlich als durchtriebener Barbossa, und man merkt dem Aussie die Spielfreude förmlich an.

Die Geschichte ist eher simpel, doch wird sie spannend aufgezogen, mit jeder Menge Kniffs, Twists und uerwarteten Plots gespickt und jeder Menge Klischees angereichert.

Optisch kann der Film durchaus überzeugen, wenn er auch noch nicht die innovative Bildkraft der Nachfolger erreicht.
Dafür punkten die Macher mit handgemachten Effekten, tollen Kostümen und Maskenbildnerei und detailreicher Ausstattung.
Der Soundtrack von Badelt passt indess gut zum Streifen und bietet eine Handvoll interessanter musikalischer Motive – die Handschrift Zimmers lässt sich dabei nicht leugnen.

„The Curse Of The Black Pearl“ ist die Verfilmung einer Geisterbahn, und wie eine Fahrt auf einer Ebensolchen fühlt sich der Film auch an.
Man weiss zwar im Voraus was einen erwartet, man erschrickt dennoch ob der einen oder anderen unerwarteten Wendung, und wenn der Spass vorbei ist möchte man noch einmal.

4.5 von 5 Azteken-Medaillons

4.5

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