Pirates Of The Caribbean – Dead Man’s Chest

pirates_of_the_caribbean_dead_mans_chest_ver2Nach „The Curse Of The Black Pearl“, bzw. dem grossen Erfolg den der Film verbuchen konnte, ging Produzent Bruckheimer aufs Ganze und lancierte eine Trilogie rund um den Captain Jack Sparrow.
„Dead Man’s Chest“ der 3 Jahre nach dem Erstling in die Kinos kam und den zweiten Teil ebendieser Trilogie darstellte, schlug ein wie eine Kanonenkugel, führte 2006 souverän die Box Office -Charts an, und blieb Punkto Einspielergebniss innerhalb der Reihe Spitzenreiter.
Zudem verhalf der Film ILM zum ersten Oscar seit „Forrest Gump“.

Uraufführung: 7.7.2006
Regie: Gore Verbinski
Darsteller: Johnny Depp, Keira Knightley, Orlando Bloom, Bill Nighy, u.a…

Story:
Der junge Will Turner (Orlando Bloom) und die Gouverneurstochter Elizabeth (Keira Knightley) wollen heiraten.
Doch so weit kommt es gar nicht; die Zeremonie wird duch das Eintreffen von Lord Cutler Beckett (Tom Hollander), Vorsitzender der East Indian Trading Company gestört, und er nimmt das Brautpaar fest.
Der Anklagegrund liegt darin, dass die beiden einst dem berüchtigten Piratenkapitän Jack Sparrow (Johnny Depp) zur Flucht verholfen haben.

Run Jack, run...

Run Jack, run…

Dieser hat indesss mit eigenen Problemen zu kämpfen.
Um an sein geliebtes Schiff, die „Black Pearl“ zu kommen, hat Sparrow einst seine Seele dem berüchtigten Davy Jones (Bill Nighy), Captain des „Flying Dutchman“ und Herr über die Meere, versprochen.
Die Frist von 13 Jahren ist nun verstrichen und Jack soll seinen Dienst antreten, doch er denkt nicht im Geringsten daran.

Ein ungemütlicher Zeitgenosse... Davy Jones (Bill Nighy)

Ein ungemütlicher Zeitgenosse… Davy Jones (Bill Nighy)

Will hat indessen mit Beckett einen Deal geschlossen und versucht nun um sich und Elizabeth zu retten, Jack und seine Crew zu finden.
Um dem drohenden Unheil durch Davy Jones zu entgehen, ergreift dieser allerdings die Flucht nach vorne und macht sich auf die Suche nach einer sagenumwobenen Truhe in der sich das Herz von Jones befinden soll…

Trivia:
Der Erfolg von „The Curse Of The Black Pearl“, bewog die Disney-Verantwortlichen und Produzent Jerry Bruckheimer dazu, eine Fortsetzung des Piratenabenteuers ins Auge zu fassen.
Ted Elliott und Terry Rossio verfassten das Script für eine Trilogie, die auf dem Vorgänger aufbaute.
Der Titel „Dead Man’s Chest“ bezieht sich dabei auf die Zeile eines Liedes in Robert Louis Stevenson’s Roman „Treasure Island“.

Produzent Jerry Bruckheimer 8m.) besichtigt die Dreharbeiten

Produzent Jerry Bruckheimer 8m.) besichtigt die Dreharbeiten

Man beschloss aus logistischen Gründen, die beiden Fortsetzungen parallel zu drehen.
Gore Verbinski nahm wieder auf dem Regiesessel platz und auch sonst fand sich ein Grossteil des Produktionsteams aus „The Curse Of The Black Pearl“ wieder am Set ein.
Dariusz Wolski übernahm erneut die Kameraführung und Stephen E. Rivkin und Craig Wood schnitten, wie schon beim Erstling, den Film.

Die visuellen Effekte wurden erneut von Industrial Light and Magic unter Ägide John Knoll’s bewerkstelligt.
Penny Rose entwarf wiederum die aufwendigen Kostüme und Ve Neill und Martin Samuel waren wie schon beim ersten Teil für das Make-Up verantwortlich.

Neu zur Crew stiessen die Produktionsdesigner Rick Heinrichs und Cheryl Carasik die zuvor an mehreren Projekten Tim Burton’s beteiligt waren, und für „Sleepy Hollow“, 2000 gar den Oscar für die beste Ausstattung gewannen.

Der Score schrieb diesmal Hans Zimmer („Inception“) höchstpersönlich.
Auch wenn der Deutsche bereits beim Score „The Curse Of The Black Pearl“ federführend war, so ging er dennoch auf das Konto seines Kollegen Klaus Badelt zurück.

Auch beim Cast gab es Neuzugänge.
Johnny Depp übernahm erneut die Hauptrolle des Jack Sparrows, während
Orlando Bloom und Keira Knightley wieder das Liebespärchen Will und Elizabeth spielten.
Jonathan Pryce, Kevin McNally und Jack Davenport gaben wie schon im Vorgänger den Gouverneur, Master Gibbs und Commodore James Norrington, und Lee Arenberg und Mackenzie Crook verkörperten wiederum Pintel und Ragetti.

Bill Nighy („Underworld – Evolution“) trat erstmals als Bösewicht Davy Jones auf, indess Tom Hollander („Hanna“) den schmierigen Lord Cutler Beckett gab.
Dessen Henchman, Mercer, wurde von David Schofield („From Hell“) gespielt.

Der Schwede Stellan Skarsgård („The Girl With The Dragon Tattoo“) verkörperte Wills verschollenen Vater Bootstrap Bill Turner, und Naomie Harris („Skyfall“) schliesslich, die geheimmnisvolle Tia Dalma.

In einer kleinen Rolle war zudem der Schotte Alex Norton („Braveheart“) zu sehen – er spielte den abergläubischen Kapitän eines Handelskutters.

Da sowohl das Budget wie auch die Drehzeit massiv erhöt wurde konnte die Produktion auf mehr Drehorte verlegt werden.
Nebst der bereits für „The Curse Of The Black Pearl“ verwendeten Karibikinsel St. Vincent, diente deren Nachbarinsel Dominica als Drehort.
Des weiteren wurde auf den Bahamas, und der Westküste Los Angeles gedreht.
Innenaufnahmen entstanden in den Walt Disney Studios in Burbank
Im Gegensatz zum Erstling wurden auch mehrere seetüchtige Schiffe in Echtgrösse verwendet, darunter auch die Replika der HSM Bounty aus „Mutiny On The Bounty“ von 1962.

Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über einer Milliarde $ erzielte „Dead Man’s Chest“ nicht nur das beste Box Office des Jahres 2006, sondern blieb bis zum Erscheinen von „The Avengers“ der erfolgreichste Film aus dem Hause Disney.
Der Film war zudem 2007 für 4 Oscars nominiert von denen John Knoll und sein Team denjenigen für die besten visuellen Effekte abräumen konnten.

Fazit:
Mit „Dead Man’s Chest“ gelingt es Jerry Bruckheimer und Gore Verbinski eine Fortsetzung, die eigentlich nicht zwingend nötig gewesen wäre, so an das Original anzupassen, dass der Eindruck entsteht daselbige sei schon immer Teil einer Trilogie gewesen.

Und wenn der Film ja, wie gesagt, primär nicht unbedingt nötig gewesen wäre, so ist es natürlich eine grosse Freude die liebgewonnenen Figuren, allen voran Captain Jack Sparrow, wiederzusehen.
Zudem schafft es der Film, seinen Vorgänger in allen Punkten zu toppen.

Fangen wir bei den Schauspielern an:
Die Darsteller und Darstellerinnen aus dem ersten Teil, die bereits damals in ihren Rollen überzeugen konnten, setzen an diesem Punkt an und schaffen es, ihre Figuren zu vertiefen.
Keira Knightley und Orlando Bloom harmonieren wunderbar im Zusammenspiel und geben ein wunderbares Liebespäärchen ab, derweil Johnny Depp als Captain Jack Sparrow trumpfen kann.
Noch schräger, noch mehr Sprüche; Depp spielt wunderbar. Selbst ein wenig romantische Gefühle schrieb man ihm auf den Leib; was erstaunlicherweise ganz gut funktioniert.

Bei den Neuzugängen liegt der Fokus ganz klar auf Bill Nighy, dem das Kunststück gelingt, gegen CGI anzuspielen.
Auch wenn der reale Schauspieler in keinem Moment zu sehen ist, so spielt er doch grossartig, Gestik, Mimik und Stimme passen grossartig und er gibt einen herrlichen Filmschurken ab.
Tom Hollander als dessen menschliches Pendant spielt den britischen, stocksteifen un eiskalt berechnenden Handelsmogul schlicht genial – das ist Schauspielskunst.

Doch „Dead Man’s Chest“ lebt nicht nur von seinen Schauspielern.
Die Macher haben hier mit ganz grosser Kelle angerührt, das merkt man.
Alles ist grösser als im Vorgänger; mehr Seegefechte, mehr Action, mehr Spannung, mehr Gefühle, mehr Handlungsschauplätze…
Hinzu kommt ein wuchtiger Soundamit track von Hans Zimmer, der einmal mehr beweist wer der Herr im Hause Remote Control ist.

Nebst quantitativer Steigerung punkto Inhalt, legt Verbinski  auch bei der visuellen Umsetzung einen Zahn zu.
Kameramann Wolski fängt das Geschehen in tollen Bildern, von grosser visuellen Stärke ein.

Ohnehin gefällt die sorgfälltige, detailgenaue Umsetzung gut.
Die Ausstattung und Kostümierung ist wunderbar, die Effekte können überzeugen und die Locations sind sehr gut gewählt.

„Dead Man’s Chest“ überzeugt auf ganzer Linie; eine tolle, grossangelegte Story, jede Menge Action, saubere Machart und tolle Figuren, allen voran Captain Jack Sparrow, tragen dazu bei.
Es der, meiner Meinung nach, beste Film der gesamten Reihe und verdient daher die volle Punktezahl.

5 von 5 Gläsern, gefüllt mit Sand

5

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