Pirates Of The Caribbean – At World’s End

at worlds endEin Jahr im Anschluss an „Dead Man’s Chest“ erschien dessen Fortsetzung „At World’s End“.
Die beiden Filme wurden zeitgleich gedreht und wiesen daher nahezu denselben Cast und dieselbe Crew auf.
Neu zum Cast stiess eigentlich einzig der chinesische Schauspieler Chow Yun-fat sowie der Rolling Stones- Gittarist Keith Richards.
Mit einem Produktionsbudget von mehr als 300 Millionen US-$ gehört „At World’s End“ zudem zu den teuersten Hollywoodproduktionen aller Zeiten.

Uraufführung: 25.5.2007
Regie: Gore Verbinski
Darsteller: Johnny Depp, Keira Knightley, Orlando Bloom, Chow Yun-fat, u.a…

Story:
Nachdem Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) mitsamt seinem Schiff, der „Black Pearl“ von einer gewaltigen Riesenkrake in die Tiefen der See gezogen wurde, machen sich Will (Orlando Bloom), Elizabeth (Keira Knightley) und der Rest seiner Crew auf eine Reise ans Ende der Welt um Jack aus dem Jenseits zurückzuholen.
Angeführt wird die Mannschaft von Captain Barbossa (Geoffrey Rush), der mithilfe der Voodo-Zauberin Tia Dalma (Naomi Harris) aus dem Reich der Toten zurückgekehrt ist.

Unterwegs legen die Seeräuber einen Zwischenhalt in Singapore ein, wo sie eine Audienz beim hiesigen Piratenfürsten Sao Feng (Chow Yun-fat), mit dem Ziel diesen zur Mithilfe bewegen zu können, arrangieren.
Denn es steht ein Treffen der neun mächtigsten Piratenfürsten, zu denen auch Barbossa, Jack Sparrow und Sao Feng gehören, an.

Sao Feng (Chow Yun-fat), Barbossa (Geoffrey Rush) und Jack Sparrow (Johnny Depp) (v.l.n.r.) spinnen Seemansgarn

Sao Feng (Chow Yun-fat), Barbossa (Geoffrey Rush) und Jack Sparrow (Johnny Depp), schauen in eine ungewisse Zukunft (v.l.n.r.)

Dieses ist umso wichtiger, da inzwischen Lord Cuttler Beckett (Tom Hollander), Herr der West Indian Trading Company, den schrecklichen Davy Jones (Bill Nighy) in seiner Gewalt hat, und mit dessen Hilfe ebenso erfolgreich wie erbarmungslos Jagd auf sämtliche Piraten macht.

Ein Tässchen in Ehren... Lord Becket (Tom Hollander)

Ein Tässchen in Ehren… Lord Becket (Tom Hollander)

Das einzige Wesen, das Davy Jones stoppen könnte, ist die Meeresgöttin Calypso, die ihn einst erschuf.
Um diese jedoch zu entfesseln, braucht es die Zustimmung aller neun Piratenfürsten.

Trivia:
„At World’s End“ entstand zeitgleich mit „Dead Man’s Chest“, und bildet den Abschluss der mit „The Curse Of The Black Pearl“ angefangenen Trilogie.

Daher verwundert es nicht, das sowohl Cast wie auch Crew der Filme, insbesonders von Teil 2 und 3, identisch sind.
Nebst Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseure Gore Verbinski, führte
Dariusz Wolski erneut die Kamera und Stephen E. Rivkin und Craig Wood den Filmschnitt.
Die Filmmusik komponierte wieder Hans Zimmer.

Johnny Depp, Orlando Bloom und Keira Knightley spielten wiederum die drei Hauptrollen.
Nebst Bill Nighy als Davy Jones, Naomie Harris als Tia Dalma, Tom Hollander als Lord Beckett, Kevin McNally als Gibbs und Jack Davenport als Norrington, verkörperten Jonathan Pryce und Stellan Skarsgård erneut die Väter von Elizabeth und Will.

Lee Arenberg und Mackenzie Crook spielten erneut die beiden trotteligen Piraten Pintel und Ragetti, während Giles New und Angus Barnett deren britische „Gegenstücke“, Mullroy und Murtogg, die bereits im 1. Teil der Reihe auftraten, verkörperten.

Ebenfalls aus dem Figurenkreis von „The Curse Of The Black Pearl“ stammte Hector Barbossa, dargestellt vom Australier Geoffrey Rush.
Er stiess erst ganz zum Schluss von „Dead Men’s Chest“, als Überraschung dazu, und wurde daher bei der Promotion zu Teil 2 auch nicht aufgeführt.

Der Chinese Chow Yun-fat („Crouching Tiger, Hidden Dragon“) spielte den chinesischen Piraten Sao Feng.
Rolling Stones – Gittarist Keith Richards hatte einen kleinen Cameo-Auftritt als Captain Teague, den Vater Jack Sparrow’s.
Diese, eher ungewöhnliche Besetzung erfolgte auf Wunsch Johnny Depp’s hin, der stets erklärte, Richards sei eine seiner Hauptinspirationen bei der Ausgestaltung Jack Sparrows gewesen.

Keith Richards (r.) mit Johnny Depp (l.) und Martin Klebba (m.)

Keith Richards (r.) mit Johnny Depp (l.) und Martin Klebba (m.)

Obschon der Film zeitgleich mit „Dead Man’s Chest“ entstand, wurden viele Szenen erst nach dessen Kinoveröffentlichung abgedreht.
Auch wenn dabei auf ein Grossteil der Drehorte des Vorgängers zurückgegriffen wurde, kamen einige neue Locations dazu.
Unter anderem wurde in den Salzseen Utah’s, und bei den Niagara Falls gedreht.

Fazit:
Nach „Dead Man’s Chest“, insbesonders dem genialen Cliffhanger – im übrigen einem der besten der Filmgeschichte – durfte man von der Fortsetzung doch so einiges erwarten.

Leider unterlag Gore Verbinski der Versuchung diese noch grösser, oppulenter und umfangreicher als den, bereits grossangelegten Vorgänger, zu machen.
Noch mehr Figuren, Handlungsschauplätze, Actionszenen und eine breiter angelegte Story werden dem Publikum da präsentiert.

Dass die Grenze jedoch bereits überschritten wurden, scheinen die Filmemacher hierbei kaum zu interessieren, und so stellt sich shr bald ein Übersättigungsgefühl ein.

Was 2003 als mittelgrosser Film begann, ist mittlerweile eine Grossproduktion, die (inflationsberechnet) zu einer der teuersten Hollywoodfilme aller Zeiten zählt.
Die alte Weisheit, dass weniger mehr gewesen wäre, trifft hier voll ins Schwarze.
Die Story wurde unnötig aufgepumpt und auf so verworrene Weise präsentiert, dass man ihr nur schwerlich folgen kann.

Von der Machart her muss sich „At World’s End“ dabei nichts gefallen lassen, was bei „Dead Men’s Chest“ galt, gute, detailreiche Ausstattung, tolle Effekte und kraftvolle Bilder, gilt auch hier.
Wie schon beim Vorgänger kann auch Hans Zimmer mit seinem Score wiederum punkten.
Wuchtige Themen, sanfte, exotisch anmutende Klänge und Kompositionen die nicht von ungefähr an Ennio Morricone erinnern, wechseln sich ab, und ergänzen sich wundervoll zu einem stimmigen Ganzen.

Auch den Darstellern darf man kein Vorwurf machen.
Sie alle spielen wieder top, allen voran Johnny Depp als Jack Sparrow und Geoffrey Rush als wiederauferstandener Barbossa.
Ihr Zweispiel zählt ohnehin zum Darstellerischen Highlight des Streifens.

Abstriche bei den Figuren, gehen allesamt auf Drehbuchschwächen und nicht auf schauspielerisches Versagen zurück.
So hat insbesondere Davy Jones in diesem Film, viel vom Charisma den er noch im Vorgänger ausstrahlte, verloren.

Bei „At World’s End“ segeln nicht nur die Piraten gegen das Ende der Welt zu, auch driften die Macher dem Ende ihrer Ideenkraft hin.
Statt das vorhandene Material auszubauen, werden neue Charaktere und Handlungstwists eingebaut.
Dabei ist es relativ schwierig der Handlung zu folgen, und zum Schluss fühlt man sich wie als wäre man durch den gewaltigen Strudel im Endkampf gezogen worden.

3.5 von 5 „Pieces of eight“

3.5

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