We’re The Millers

were-the-millers-posterIch bin eigentlich nicht so der Comedyfan.
Gerade das Genre der Hollywood-Komödie hat für mich in den letzten Jahren stark an Boden und Substanz verloren.
Dass allerdings hin und wieder ganz unterhaltsame und gute Filmkomödien entstehen, bewies zuletzt die „Hangover“-Reihe.
So ging ich mir nun ohne allzu grosse Erwartungen, und relativ vorbehaltslos „We’re The Millers“ ansehen, der ja am diesjährigen Filmfestival von Locarno seine Premiere feierte.

Uraufführung: 7.8.2013 (Festival del Film Locarno)
Regie: Rawson Marshall Thurber
Darsteller: Jason Sudeikis, Jennifer Aniston, Ed Helms, u.a…

Story:
Als dem kleinen Drogendealer David (Jason Sudeikis) sein gesamtes Einkommen geklaut wird, muss er als Wiedergutmache für seinen Boss Brad (Ed Helms) eine Ladung Maihuana aus Mexico in die USA schmuggeln.

Die Reise und der Transport erfolgt in einem Wohnmobil.
Da dies jedoch zu auffällig wäre, tarnt David das Ganze als Familienausflug.
Da er jedoch keine eigene Familie hat, arrangiert er sich mit der Stripperin Rose (Jennifer Aniston), welche fortan seine Ehefrau verkörpern soll, seinem Nachbarsjungen, dem schüchternen Kenny (Will Poulter), und der jugendlichen Aussreisserin Casey (Emma Roberts), welche als ihre Kinder agieren sollen.

Familie Miller auf grosser Fahrt...

Familie Miller auf grosser Fahrt…

Unter dem Namen „Miller“ reist das ungleiche Quartett nun also nach Mexico.
Doch auf der Reise dahin lauern einige Gefahren, von denen schiesswütige Drogendealer und Grenzwachcops noch die harmlosesten sind.

A mexican standoff

A mexican standoff

Trivia:
Das Drehbuch zu „We’re The Millers“, verfasst von Bob Fisher, Steve Faber (beide „Wedding Crasher“) und Sean Anders („Mr. Popper’s Penguins“),
lag schon einige Jahre bei New Line Cinema in der Schublade, ehe sich Komödienspezialist Rawson Marshall Thurber („Dodgeball“) 2012 dem Projekt annahm.

Regisseur Rawson Marshall Thurber

Regisseur Rawson Marshall Thurber

Für die Hauptrolle war kurzzeitig Steve Buscemi im Gespräch, Thurber entschied sich jedoch den Part mit dem „Saturday Night Live“-Star Jason Sudeikis zu besetzen.
An seiner Seite agierte Jennifer Aniston mit der er bereits in „Horrible Bosses“ vor der Kamera stand.

Julia Roberts‚ Nichte; Emma Roberts („Scream 4“) spielte die Ausreisserin Casey, der Engländer Will Poulter („Son Of Rambow“) den schüchternen Kenny, und Ed Helms („The Hangover“) den Drogenboss Brad.

Der Comedian Nick Offerman („The Men Who Stare at Goats“), Kathryn Hahn („Our Idiot Brother“) und Molly Quinn („A Christmas Carol (2009)“) spielten die Camperfamilie Fitzgerald, während der Kultschauspieler Luis Guzmán („Traffic“) einen mexikanischen Drogenfahnder verkörperte.
Barry Peterson („Jumper“) führte die Kamera, während Michael L. Sale („Bridesmaids“) den Filmschnitt übernahm.
Die Filmmusik stammte von dem schwedischen Komponisten Ludwig Göransson („30 Minutes Or Less“) und Theodore Shapiro („The Pirates! Band of Misfits“).
Gedreht wurde in North Carolina und New Mexico.

Fazit:
Wie erwähnt bin ich kein Liebhaber zeitgenössischer Hollywoodkomödien.
Dennoch hat mich der Trailer zu „We’re The Millers“ angesprochen und dazu bewogen, mir den Streifen anzusehen.

Dass ich kein Meisterwerk vorgesetzt bekommen würde war mir von Beginn weg klar, und wie erwarten ist der Plot eher einfach gestrickt, und vor dem einen oder andern gar plumpen Gag nicht gefreit.
Auf der andern Seite hat der Film einige ganz fiese, herrlich bitterböse Einfälle und Seitenhiebe auf die amerikanische Gesellschaft.

Die Figuren sind zwar, wie auch die Story, nicht sonders anspruchsvoll, dennoch muss man gerade den Darstellern ein Kränzchen winden.
Wenn „We’re The Millers“ auch keine schauspielerische Offenbarung darstellt, so gefallen die Akteure doch allesamt ganz gut und harmonieren gut miteinander.

Das grösste Manko des Filmes liegt ganz klar in der Machart.
Nebst uninspiririerten Kameraaufnahmen fällt vorallem der unsaubere, ruckartige Schnitt des Filmes ins Auge.

Ansonsten ist an „We’re The Millers“ nicht viel auszusetzen.
Der Film ist kein Meisterwerk, nichtmal innerhalb des Genres, doch er schafft es über weite Strecken gut zu unterhalten, womit er sein Ziel erreicht hat.

3 von 5 Touri-Sombreros

3

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Eine Antwort zu We’re The Millers

  1. Owley schreibt:

    Gut zusammengefasst. Den Film wird man wohl schnell vergessen haben, witzig ist er allemal. 🙂

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