White House Down

White House DownIn der Filmgeschichte gab, und gibt es immer mal wieder thematisch ähnlich gelagerte Filme, die fast zur gleichen Zeit anlaufen.
Heuer sind das ganz klar „Olympus Has Fallen“ und „White House Down“.
Um den Konkurrenzkampf zu dämpfen, erscheint der zweitgenannte Film allerdings erst jetzt bei uns.
Als Regisseur fungiert jedoch kein geringerer als der deutsche Katastrophenfilm-Experte Roland Emmerich, der ja bereits Erfahrungen im „das-Weisse-Haus-in-Schutt-und-Asche-legen“ hat.

Uraufführung: 26.6.2013
Regie: Roland Emmerich
Darsteller: Channing Tatum, Jamie Foxx, Maggie Gyllenhaal, James Woods, u.a…

Story:
Als sich der Personenschützer John Cale (Channing Tatum) für den Job des Leibwächter des US-Präsidenten James Sawyer (Jamie Foxx) bewirbt, wird er zu einem Vorstellungsgespräch ins Weisse Haus eingeladen.
Seine Tochter Emily (Joey King) nimmt währenddessen an einer Führung durch den Präsidentensitz teil.

Flagge zeigen...

Flagge zeigen…

Als Terroristen unter Führung des brutalen Emil Stenz (Jason Clarke) das Weisse Haus unter Beschuss nehmen, und den Präsidenten in ihre Gewalt bringen wollen, versucht Cale sowohl seine Tochter als auch den mächtigsten Mann der Welt in Sicherheit zu bringen.
Beide erweisen sich als weitaus zäher und schlagkräftiger als gedacht.

Lasershow im Weissen Haus

Lasershow im Weissen Haus

Trivia:
2012 verfasste der Produzent und Drehbuchautor James Vanderbilt („The Amazing Spiderman“) das Drehbuch zu „White House Down“, welches von „Sony Pictures“ aufgekauft wurde.
Als Regisseur wurde der deutsche Katastrophenfilm-Spezialist Roland Emmerich („Independence Day“) engagiert.

Regisseur Roland Emmerich mit Channing Tatum und Jamie Foxx (v.r.n.l)

Regisseur Roland Emmerich mit Channing Tatum und Jamie Foxx (v.r.n.l)

Channing Tatum („G.I. Joe: The Rise of Cobra“) spielte John Cale, indess Jamie Foxx („Django Unchained“) James W. Sawyer, den US-Präsidenten gab.

Maggie Gyllenhaal („The Dark Knight“) spielte die Secret Service-Agentin, Carol Finnerty, Joey King („Oz The Great And Powerful“) John’s Tochter Emily, und Jason Clarke („Zero Dark Thirty“) wurde als Terroristenführer Stenz gecastet.
Richard Jenkins („The Cabin in the Woods“) verkörperte Eli Raphelson, den Sprecher des Räpresentantenhauses, während James Woods („Once Upon A Time in America“) den Leiter des Secret Services, Martin Walker, spielte.

Schauspiellegende Michael Murphy („Nashville“) gab den US-Vizepräsidenten, Alvin Hammond, und die Haitianerin Garcelle Beauvais spielte schliesslich die First Lady.
Interessant; Beauvais feierte ihren Durchbruch einst in „The Jamie Foxx Show“ an der Seite von eben Jamie Foxx.

Bei der Crew griff Emmerich auf, ihm, altbekannte Gesichter zurück.
So stammte die Musik vom österreichischen Komponistenduo Harald Kloser und Thomas Wander, die seit „The Day After Tomorrow“ mit Emmerich zusammenarbeiten, und seine Stamm-Kammerafrau Anna Foerster („Independence Day“) führte die Kamera.
Geschnitten wurde der Film von Adam Wolfe („Criminal Minds“ TV), der damit sein Spielfilmdebut gab.
Die Dreharbeiten fanden zu einem Grossteil in den Filmstudios „La Cité Du Cinéma“, im kanadischen Montreal statt.
Um Überschneidungen zu vermeiden, sprachen sich die Verantwortlichen bei „Sony Pictures“ schon früh mit „Millennium Films“, die „Olympus Has Fallen“ produzierten, ab.

Fazit:
Das Emmerich’s neuester Film dem Vergleich mit „Olympus Has Fallen“ standhalten muss, liegt auf der Hand.
Ebenfalls absehbar war von Beginn weg der Stil und die Richtung des Filmes.
Denn, wo Emmerich draufsteht, da ist auch Emmerich drin.
Will heissen; jede Menge Actionspektakel.

In Sachen Action entäuscht der Film wahrlich nicht, jedoch überdeckt dieselbe den Rest des Filmes, insbesonders die Story.
Der Plot ist extrem plump und vorhersehbar und mit den Charakteren kann man sich kaum identifizieren.
Am nächsten beim Publikum ist noch Jamie Foxx, der sich unübersehbar vom aktuellen US-Präsidenten inspirieren liess, und eine Art Comic relief-Obama abliefert.
Channing Tatum hingegen, geht fast gänzlich unter, und man nimmt ihn als Hauptdarsteller kaum wahr.

Der grosse, und einzige Pluspunkt den „White House Down“ vorweisen kann, ist die solide Machart mit der Emmerich seinen Actionstreifen inszeniert.
Doch was nützt die beste Inszenierung wenn der Plot langweilig und obendrein voller Logiklöcher, und die Figuren platt daherkommen?

Altmeister Emmerich präsentiert selbstverliebtes Pop-Corn-Unterhaltungskino der Mittelklasse, unterbietet damit die Erwartung um ein Vielfaches, und kommt nicht gegen Antoine Fuqua’s „Olympus Has Fallen“ an.

2.5 von 5 Führungen durch das Weisse Haus

2.5

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3 Antworten zu White House Down

  1. donpozuelo schreibt:

    Verdammt, ich habe „Olympus has Fallen“ leider noch nicht gesehen, von daher fehlt mir der Vergleich. Ich fand „WHD“ jetzt ganz in Ordnung… Action fand ich super, Channing war mir ganz sympathisch… sympathisc genug, dass ich über die haarsträubende Story hinwegschauen konnte 😉

    • Owley schreibt:

      Na, der hat mir jetzt besser gefallen als Olympus. Sind beide ähnlich dämlich, aber Emmerich hat für mich einfach schon prinzipiell Vorrang, wenn es um so einen Stoff geht. Und Foxx & Tatum sind für mich charismatischer als der OHD-Maincast.

  2. Mr. Nick schreibt:

    Im Gesamtvergleich schnitt für mich OHF eine Spur besser ab, wohl desshalb, da sich der Film selbst nicht allzu ernst genommen hat.
    Und sie hatten Morgan Freeman!

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