Jobs

jobsDer 2011 verstorbene Apple-Boss Steve Jobs ist unbestrittenermassen eine der bekanntesten Persönlichkeiten aus der IT-Branche, und geniesst bis heute Kultstatus.
So wundert es kaum dass nun ein Film über sein Leben, insbesonders über seinen Aufstieg in der Informatikwelt, gedreht wurde.
Regie führte der noch eher unbekannte Joshua Michael Stern, während Asthon Kutcher die Hauptrolle spielte.

Uraufführung:  25.1.2013 (Sundance Film Festival)
Regie: Joshua Michael Stern
Darsteller: Ashton Kutcher, Josh Gad, Dermot Mulroney, J.K. Simmons, u.a…

Story:
in den 1970ern; Steve Jobs (Ashton Kutcher), der soeben sein Studium hingeschmissen hat, arbeitet als Programmierer bei der Computerfirma Atari.
Als sein Freund Steve Wozniak (Josh Gad) einen Personal Computer entwickelt, sieht Jobs das Potential desselben und versucht den neuartigen Rechner genannt „Apple I“ zu vermarkten.

Men at work

Men at work

Nachdem die Nachfrage zunächst nur langsam zunimmt, steigt eines Tages der Investor Mike Markkula (Dermot Mulroney) in das junge Unternehmen ein.
Mit der Entwicklung und Präsentation von „Apple II“ gelingt den Freunden der Durchbruch.
Doch mit dem Anwachsen der Firma, häufen sich auch die Probleme; auf unternehmerischen wie persönlichen Ebene.

"I present to you the iPod"

„I present to you the iPod“

Trivia:
Mit „Jobs“, seinem dritten Spielfilm, realisierte Joshua Michael Stern („Swing Vote“) die Biographie von Steve Jobs (1955-2011) eines der wichtigsten IT-Bossen der letzten Jahrzehnte.
Das Script hierzu stammte von Matt Whiteley, für den es das erste Drehbuch darstellte.
Er begann mit der Schreibarbeit noch zu Steve Jobs Lebzeiten und sprach zur Recherche mit diversen Weggefährten Desselbigen.

Der Echte Steve Jobs und die Kopie Ashton Kutcher (v.l.n.r.)

Der „Echte“ Steve Jobs und die „Kopie“ Ashton Kutcher (v.l.n.r.)

Ashton Kutcher („The Butterfly Effect“) übernahm die Hauptrolle, während Josh Gad („21“) Steve Wozniak, den eigentlichen Erfinder des Apple Computers, darstellte.
Lukas Haas („Lincoln“), Victor Rasuk („Lords of Dogtown“), Eddie Hassell („The Kids Are All Right „), Ron Eldard („Super 8“) und Nelson Franklin („Scott Pilgrim vs. the World“) verkörperten Jobs‘ Freunde Daniel Kottke, Bill Fernandez, Chris Espinosa, Rod Holt und Bill Atkinson.

Dermot Mulroney („Zodiac“) spielte Mike Markkula, Matthew Modine („The Dark Knight Rises“) den ersten CEO von Apple, John Sculley.
J. K. Simmons („Juno“) gab den Verwaltungsratspräsidenten Arthur Rock.
Ahna O’Reilly („The Help“) und Amanda Crew („Final Destination 3“) verkörperten Jobs‘ Freundinen Julie und Chris-Ann, und James Woods („White House Down“) schliesslich, hatte eine kleine Rolle als Universitätsprofessor inne.

Gedreht wurde in Kalifornien, unter anderem in Jobs‘ Geburtshaus; aber auch in Neu-Dehli fanden Aufnahmen statt.
Oscarpreisträger Russell Carpenter („Titanic“) führte die Kamera.
Für die in Indien gedrehten Szenen unterstützte der indische Kameramann Aseem Bajaj („Chameli“) die Crew.
Robert Komatsu („Frost/Nixon“) schnitt den Film.
Die Make-Up-Abteilung schliesslich, wurde von Louis Lazzari („Lincoln“) geleitet und John Debney („Iron Man 2“) schrieb den Filmsoundtrack.

Fazit:
Nur gerade 2 Jahre nach Steve Jobs‘ Tod bringt Hollywood bereits dessen Biopic in die Kinos.
Wobei sich der Film weniger der Lebensgeschichte Jobs annimmt als der Historie dessen Firma Apple, und so bekommt man den wahren Steve Jobs nie wirklich zu Gesicht.
Was jedoch viel schlimmer wiegt, ist der Fakt das sich Regisseur Stern nie wirklich entscheiden kann, ob er seine Hauptfigur nun heroisieren oder abkanzeln soll, wodurch man sich nie wirklich mit dem Protagonisten identifizieren kann.
Der dramaturgische Aufbau ist äusserst geradelinig und ganz nach klassischem Hollywood-Muster gestaltet.
Dies hat zwar den Vorteil dass der Film erzählerisch relativ flott fortschreitet, allerdings können dadurch auch keine Spannungsmomente im Handlungsbogen entstehen, und man wird als Zuschauer nie wirklich mitgerissen.

Aus darstellerischen Sicht ist „Jobs“ ganz klar auf Ashton Kutcher zugeschnitten, der seine Sache, zugegebenermassen, gut macht.
Leider kommen dabei seine zahlreichen Co-Stars viel zu kurz, was insbesonders im Fall der stark spielenden Dermot Mulroney und J.K. Simmons sehr schade ist.

Technisch lässt sich dem Streifen nichts vorwerfen, und es gelingt Kammeraman Russell Carpenter einige starke Bildmomente einzufangen.
Übers Ganze gesehen wirkt „Jobs“ solide gemacht, jedoch fehlt der „Wow“-Moment.
Erwähnen sollte man jedoch noch das Make-Up der Figuren, welches sehr stark ist, und dem es gelingt, nahe an die Vorbilder heranzukommen.

„Jobs“ ist mehr ein Film über Apple Computers, den über deren Gründer Steve Jobs.
Dieser kommt darin eher zweifelhaft weg, und selbst der sehr gut agierende Hauptdarsteller Kutcher vermag nicht wirklich die Sympathien des Publikums zu wecken.

Wer mag, soll sich übrigens mal den 1999 erschienen Film „Pirates of Silicon Valley“ zu Gemüte führen.

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