The Way Way Back

the-way-way-back-poster1Nach ihrem Durchbruch als Drehbuchautoren mit „The Descendants“ versuchen sich die beiden Comedians Nat Faxon und Jim Rash mit „The Way Way Back“ erstmals auch als Regisseure.
Der witzige Coming-Of-Age-Film dreht sich um den Teenager Duncan, der die Ferien im Strandhaus seines supernervigen Stiefvaters verbringen soll.
Der Indiependentstreifen  lief gestern am 9. Zurich Film Festival.
Uraufführung:
21.1.2013 (Sundance Film Festival)
Regie: Nat Faxon, Jim Rash
Darsteller: Liam James, Steve Carell, Toni Collette, Sam Rockwell, u.a…

Story:
Der Teenager Duncan (Liam James) sitzt im Kofferraum eines Wagens und muss sich den dämlichen Fragen von Trent (Steve Carell) stellen.
Dieser ist der neue Freund von Duncan’s Mutter (Toni Collette) und gemeinsam mit ihnen und seiner eigenen Tochter Steph (Zoe Levin) unterwegs in sein Strandhaus in dem die Patchworkfamilie ihren Urlaub verbringen soll.

Ja so ein Ausflug der ist lustig...

Ja so ein Ausflug der ist lustig…

Nebst Trent, wartet dort auch noch eine Schar äusserst nerviger Nachbarn auf, die sich am liebsten vollaufen lassen und zudröhnen.
Der blanke Horror für den introvertierten und eigenbrötlerischen Duncan.
Doch dann entdeckt er den Wasserpark „Water Wizz“ und freundet sich mit dessen unkonventionellen Betreiber Owen (Sam Rockwell) an.

Baywatch

Baywatch

Trivia:
Nachdem die beiden amerikanischen Comedians Nat Faxon und Jim Rash für ihr erstes gemeinsames Drehbuch zu „The Descendants“ auf Anhieb den Oscar gewannen, taten sie sich nun für ihr zweites Werk „The Way, Way Back“ erneut zusammen, und teilten sich gar den Regieposten.

Jim Rash und Nat Faxon (v.l.n.r.)

Jim Rash und Nat Faxon (v.l.n.r.)

Der Kanadier Liam James („2012“) spielte darin den verschlossenen Teenager Duncan während die Australierin Toni Collette („The Sixth Sense“) seine Mutter Pam gab.
Steve Carell („Despicable Me 2“) verkörperte seinen Stiefvater Trent, Rob Corddry („Hot Tub Time Machine“), Amanda Peet („Syriana“) und Allison Janney („The Help“) die Nachbarn Kip, Joan und Betty.
AnnaSophia Robb („Charlie And The Chocolate Factory“) spielte Susanna, die Tochter der Letztgenannten, Sam Rockwell („Seven Psychopaths“) gab Owen den Besitzer des Wasserparks und Maya Rudolph („Bridesmaids“) spielte dessen Angestellte Caitlyn.
Die Regisseure Jim Rash und Nat Faxon selbst verkörperten die beiden Parkangestellten Lewis und Roddy.

Die Kamera führte John Bailey („Groundhog Day“) und Tatiana S. Riegel („There Will Be Blood“) schnitt den Film.
Rob Simonsen („(500) Daxs Of Summer“) schrieb die Filmmusik.

Gedreht wurde an Originalschauplätzen auf der Halbinsel Cape Cod in Massachusetts.
Auch der Wasserpark, der tatsächlich „Water Wizz“ heisst befindet sich dort.

Fazit:
Die gewöhnliche Hollywood-Komödie nach gängigem Muster à la „We’re The Millers“ ist nicht unbedingt mein Ding.
Wenn man allerdings in die Indiependent-Ecke schaut, so gibt es dort hin oder wieder einige Perlen.
Solch eine ist auch „The Way Way Back“, wobei es falsch wäre den Film als blosse Komödie abzustempeln.

Die Herren Faxon und Rash, die bereits bewiesen haben, dass sie im Stande sind ein stimmiges Drehbuch zu verfassen, stellen hier zudem gleich noch ihr Talent als Regisseure unter Beweis.

Der Humor des Filmes ist schön böse und extrem entlarvend.
Hinzu gesellen sich extrem schräge Figuren die einander an Skurillität kaum überbieten können, die einzeln wohl stark an der Grenze des Übertriebenen stünden, in der Interaktion jedoch wunderbar harmonieren.
Zum Leben erweckt werden diese von einem erstklassigen Steve Carell, der in der Rolle des Arschloch-Stiefvaters glänzt, einem arschcool agierenden Sam Rockwell und nicht zuletzt dem schrägen Jim Rash.
Überschattet werden sie jedoch allesamt von Jungstar Liam James der den apatischen Duncan mit grösster Intensität gibt.

„The Way Way Back“ ist jedoch nicht nur bitterböse und extrem witzig, der Film hat auch eine gewisse Tiefe an sich, die insbesonders im letzten Drittel zum tragen kommt.
Hier trennt sich Spreu vom Weizen, und man erkennt die Qualität des Filmes, dem der Spagat zwischen Witz und Ernst gut gelingt.

Die Machart ganz solide; was sehr gefällt ist der stimmige Soundtrack der die Stimmung des Filmes gut mitträgt.

„The Way Way Back“ ist eine witzige Coming-Of-Age-Komödie, die nebst bissigem Humor mit einer grossen Tiefe überzeugt, und deren Besetzung durchs Band standhält.

5 von 5 Ausleih-Badehosen

5

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