The Railway Man

The-Railway-ManIn „The Railway Man“ wird die Lebens- und Leidensgeschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen Eric Lomax erzählt, der am Bau der berüchtigten Burma-Eisenbahn beteiligt war.
Dasselbe Erreignis das übrigens David Lean’s Klassiker „The Bridge On The River Kwai“ zugrunde liegt.
In Anwesenheit des Regisseurs Jonathan Teplitzky und Patti Lomax der Witwe des Protagonisten, feierte der Film gestern Abend Premiere am 9. Zurich Film Festival.

Uraufführung: 6.9.2013 (Toronto International Film Festival)
Regie: Jonathan Teplitzky
Darsteller: Colin Firth, Nicole Kidman, Jeremy Irvine, Hiroyuki Sanada, u.a…

Story:
Eric Lomax (Colin Firth) ist ein grosser Bahnliebhaber, der wenn immer es die Zeit zulässt Zug fährt.
Bei einer solchen Reise lernt er 1980 auch seine Frau Patti (Nicole Kidman) kennen.
Den ehemaligen britischen Soldaten plagt jedoch ein schweres Trauma.
Patti versucht versucht zu ergründen, was ihren Mann so quält und wendet sich an Finlay (Stellan Skarsgård), einen ehemaligen Kriegskameraden Eric’s.

The last dance

The last dance

Denn der junge Finlay (Sam Reid) und Lomax (Jeremy Irvine), gerieten im Zweiten Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft und mussten in Thailand an einem gewaltigen Eisenbahnprojekt arbeiten.
Hierbei wurde Lomax vom japanischen Offizier Takashi Nagase (Tanroh Ishida) gefoltert.
Auf Druck seiner Frau und Finlay macht Lomax sich 1980 auf die Suche nach seinem ehemaligen Peiniger.

Where is Colonel Bogey?

Where is Colonel Bogey?

Trivia:
Die australisch-britische Gemeinschaftsproduktion „The Railway Man“ basiert auf der gleichnamigen Autobiographie von Eric Lomax (1919-2012).
Das Drehbuch schrieben Frank Cottrell Boyce („Welcome To Sarajevo“) und Andy Paterson („Girl With A Pearl Earring“), die zur Recherche auch mit dem echten Eric Lomax und dessen Frau Kontakt aufnahmen.
Regie führte Jonathan Teplitzky („Burning Man“).

Jonathan Teplitzky und Colin Firth

Jonathan Teplitzky und Colin Firth

Colin Firth („The Kings Speech“) spielte den gealterten Eric Lomax, indess Jeremy Irvine („Great Expectations“) die jüngere Version verkörperte.
Für die Rolle seiner Ehefrau Patti war zunächst Rachel Weisz vorgesehen, ehe die Australierin Nicole Kidman („Moulin Rouge!“) den Part übernahm.
Der Japaner Tanroh Ishida („Gambit“) spielte den Offizier Takashi Nagase, sein Lansmann Hiroyuki Sanada („The Last Samurai“) dessen älteres Ich.
Stellan Skarsgård („Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest“) und Sam Reid („Anonymus“) gaben den alten und den jungen Finlay.

Gerry Phillips und Martin Connor die mit Teplitzky bereits an dessen Erstling („Burning Man“ zusammenarbeiteten führten die Kamera bzw. schnitten den Film.
Gedreht wurde im schottischen Edinburgh und North Berwick sowie dem australischen Queensland, aber auch an Originalschauplätzen in Thailand.
Die Filmmusik schliesslich, stammte von David Hirschfelder („Australia“).

Fazit:
Britische Soldaten die in der Kriegsgefangenschaft für die Japaner eine Eisenbahnstrecke bauen, da werden bei jedem Cineasten unwilkürlich Erinnerungen an David Lean’s Jahrhundertwerk „The Bridge on the River Kwai“ geweckt.
Jonathan Teplitzky erzählt zwar über weite Strecken dieselbe Geschichte, allerdings kann man die beiden Filme nur schlecht miteinander vergleichen.
Denn im Gegensatz zu Lean stehen bei Teplitzky die Folgen des Krieges im Vordergrund.
Ohne jeglichen Pathos und mit der nötigen Nüchternheit geht er auf seinen Protagonisten ein und erzählt dessen Geschichte mit einer unglaublichen Dichte, ation bis hin zur finalen Konfront zwischen dem ehemaligen Gefangenen und seinem Peiniger.

Der Film scheut sich aber keineswegs die hässliche Seite des Krieges zu zeigen und die Bilder von Lomax Folterung, die in Rückblende zur visuellen Unterstreichung seines Traumas gezeigt werden, gehen unter die Haut.
Ohnehin gehört die präzise Bildarbeit zu den grossen Höhepunkten des Filmes.

Ein Highlight ist auch die Darstellerriege.
Colin Firth und Jeremy Irvine ergänzen sich wunderbar in der Hauptrolle.
Auch Nicole Kidman macht ihre Arbeit sehr gut, und Stellan Skarsgård spielt eine seiner besten Rollen der letzten paar Jahre.

„The Railway Man“ ist ein Kriegstrama der leisen Töne, dass dennoch unter die Haut geht.
Klug aufgebaut, bis hin zu seinem Höhepunkt, von grossartigen Darstellern getragen überzeugt dieses Drama auf der ganzen (Bahn-)Linie.

5 von 5 Eisenbahn-Fahrplänen

5

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Reviews abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s