About Time

About timeZu den Höhepunkten des diesjährigen Zurich Film Festivals gehörte die Vergabe des Career Achievement Award an den neuseeländischen Produzenten Tim Bevan, Mitbegründer und -Inhaber von „Working Title“
Überreicht wurde dem Ehrengast sein Award durch die britische Regielegende Stephen Frears („High Fidelity“), im Anschluss an die Preisverleihung durfte der Geehrte gleich noch sein neuster Film „About Time“ von Richard Curtis präsentieren.

Uraufführung: 6.9.2013 (Toronto International Film Festival)
Regie: Richard Curtis
Darsteller: Domhnall Gleeson, Rachel McAdams, Bill Nighy, Tom Hollander, u.a…

Story:
Tim (Domhnall Gleeson) wurde soeben 21, da führt ihn sein Vater (Bill Nighy) in das Familiengeheimnis ein: jedes männliche Familienmitglied hat die Fähigkeit in die Vergangenheit zu reisen.
Hierzu genügt es, sich in einen Kleiderschrank zu stellen und die Fäuste zu ballen.

Auf dem Weg nach Narnia

Auf dem Weg nach Narnia

Während sein Vater die gewonnene Zeit dazu nutzt, sich literarisch weiterzubilden, möchte Tim hauptsächlich eins: Frauen errobern.
Dank seiner neuenddeckten Fähigkeit ein Klacks; und tatsächlich gelingt es ihm das Interesse der hübschen Mary (Rachel McAdams) zu wecken.
Doch er muss feststellen, dass seinem Handeln Grenzen gesetzt sind und längst nicht alle Probleme mit Zeitreisen zu lösen sind.

The Streets of London

The Streets of London

Trivia:
Der Brite Richard Curtis („Love Actually“) schrieb nicht nur das Drehbuch zu „About Time“, sondern führte gleich auch noch selbst Regie.

Regisseur Richard Curtis  mit seinen Darstellern in einer U-Bahn-Station

Regisseur Richard Curtis mit seinen Darstellern in einer U-Bahn-Station

Brendan Gleeson’s Sohn, der Ire Domhnall Gleeson („True Grit“), spielte Tim, während für die Rolle der Mary ursprünglich Zooey Deschanel vorgesehen gewesen wäre.
Schliesslich übernahm jedoch die Kanadierin Rachel McAdams („Midnight In Paris“) den Part.
Bill Nighy („Underworld“) und Lindsay Duncan („Le Week-End“) gaben Tim’s Eltern, Lydia Wilson („Never Let Me Go“) seine Schwester Kit Kat.

Tom Hollander („Pirates Of The Carribean – Dead Man’s Chest“) gab den Theaterregisseur Harry, während Richard Griffiths („Sleepy Hollow“) einen Bühnendarsteller gab.
Es war dies die letzte Rolle für Griffiths der im März dieses Jahr unerwartet verstarb.

Die Dreharbeiten fanden im südenglischen Cornwall und in London statt.
John Guleserian („Like Crazy“) führte die Kamera, indess Mark Day („Harry Potter And The Order Of The Phoenix“), seines Zeichens Stammcutter von David Yates, den Film schnitt.
Nick Laird-Clowes („The Invisible Circus“) schrieb den Filmsoundtrack.

Fazit:
Die „Back To The Future“-Reihe, „Twelve Monkeys“, „Time Bandits“… viele meiner Lieblingsfilme behandeln das Thema Zeitreisen.
Nun versucht sich Richard Curtis der bislang vorallem mit Regiearbeiten und Drehbuchbeiträgen an Rom-Coms made in Britain auffiel, an der Thematik.

Allerdings ist die Zeitreise-Ebene bloss ein Teil von „About Time“, wenngleich auch ein essentieller.
Denn imm Grunde handelt es sich nämlich auch bei diesem Film um eine klassische Liebesgeschichte.

Diese wird auf die gleichermassen lockere wie auch witzige Art und Weise, die dem britischen Kino der letzten paar Jahre so eigen ist, erzählt, ohne dabei auf eine gewisse Tiefe, Emotionalität und Ernsthaftigkeit zu verzichten.
Mit demselben Feingefühl mit der er seine Geschichte erzählt, hats Curtis auch seine Darsteller ausgewählt.
Jeder Einzelne passt perfekt in seine Rolle und besonders Domhnall Gleeson kann mit seinem starken Spiel die Zuschauer überzeugen.

Nebst der guten Story und Cast wartet der Film mit einer soliden Machart auf.
Es gelingt John Guleserian einige ganz tolle Bilder zu inszenieren und die Hochzeitsszene erinnert in ihrer Bildsprache nicht von ungefähr an gewisse Fellini-Filme.

„About Time“ ist eine unterhaltsame leichtfüssige britische Liebeskomödie mit Zeitreise-Thematik und tollem Cast.
Kein grosser Film, aber ein gut(gemacht-)er alleweil.

4 von 5 Zeitreisen durch den Kleiderschrank

4

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4 Antworten zu About Time

  1. donpozuelo schreibt:

    Fand ich auch sehr nett. Verdammt sympathische Darsteller, die dem Film noch einmal ihre ganz persönliche Note geben (und auch über so einige kitschige Stellen retten 😉 )

    • Mr. Nick schreibt:

      Die Darsteller tragen wirklich sehr viel zum Gelingen des Filmes bei.
      Gleeson muss man auf alle Fälle im Auge behalten. Der Typ hats drauf 😉

      • donpozuelo schreibt:

        Gleeson ist echt super gewesen. Das stimmt. Ein sympathischer Normalo-Typ, dem man das durchaus abkauft.

  2. Clem schreibt:

    Kurweiliger, amüsanter, packender Film. Wer möchte nicht einmal selbst in die Vergangenheit reisen? Ein Film, den ich als leicht und „süffig“ bezeichne; vermag Jung und Alt zu begeistern.

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