2 Guns

2-guns-posterDie Actionkomödie „2 Guns“, des Isländers Baltasar Kormákur, die am diesjährigen Filmfestival von Locarno lief, wurde in den USA von Presse und Publikum gleichermassen gerühmt.
Da auch noch der Trailer zum Film, in dem Denzel Washington und Mark Wahlberg  zwei ungleiche Undercover-Cops verkörpern, ansprechend aussah,  entschloss ich mir also den Streifen anzusehen.
Die Frage die da noch blieb, war, ob man den vereinten US-Kritikern und -Publikum Glauben schenken darf?

Uraufführung: 2.8.2013
Regie: Baltasar Kormákur
Darsteller: Denzel Washington, Mark Wahlberg, Paula Patton, Bill Paxton, u.a…

Story:
Bobby Trench (Denzel Washington) und Michael Stigman (Mark Wahlberg) versuchen den mexikanischen Drogenboss Papi Greco (Edward James Olmos) auf Kreuz zu legen und ihn mittels eines Banküberfalles um einen schönen Geldbetrag zu bringen.
Was sie nicht wissen; beide arbeiten eigentlich als Undercover-Agent.
Während Bobby für die US-Drogenfahndung DEA tätig ist, ist Stigman ein Offizier der Navy Intelligence.

Zwei hau'n auf den Putz

Zwei hau’n auf den Putz

Der Bankraub gelingt, doch in den Tresoren des Instituts befindet sich eine weitaus grössere Geldsumme als erwartet.
So kommt es dass nicht nur Papi Greco, sondern plötzlich auch der ebenso finstere wie zwielichtige Earl (Bill Paxton) hinter ihnen her ist.
Als sie zudem noch von ihren jeweiligen Vorgesetzten im Stich gelassen werden, sind die zwei auf sich selbst gestellt.

The Shootist

The Shootist

Trivia:
Auf Basis der gleichnamigen Comicserie von Steven Grant, schrieb Blake Masters, Schöpfer der Politserie „Brotherhood“ eine Drehbuchadaption.
Produzent Marc Platt („Drive“) kaufte die Rechte an dem Stoff.
Er wollte zunächst Martin Campbell als Regisseur und das Duo Vince Vaughn und Owen Wilson für die Titelrollen gewinnen.

Schlussendlich nahm jedoch der Isländer Baltasar Kormákur („The Deep“) auf dem Regiestuhl platz, und Denzel Washington („Flight“) und Mark Wahlberg („Broken City“) spielten die beiden Protagonisten.
In weiteren Rollen waren unter anderem Paula Patton („Precious“) Bill Paxton („Apollo 13“) und der Mexikaner Edward James Olmos („The Green Hornet“) zu sehen.
James Marsden („Enchanted“) und Robert John Burke („Safe“) spielten die beiden Vorgesetzten von Bobby und Michael.

Regisseur Baltasar Kormákur (m.)

Regisseur Baltasar Kormákur (m.)

Gedreht wurde in den US-Bundesstaaten Louisiana und New Mexico, wobei Oliver Wood („Safe House“) die Kamera, und Michael Tronick („Mr. & Mrs. Smith“) den Schnitt betreute.
Die Musik schrieb Clinton Shorter („District 9 „).

Fazit:
Egal was die Kritik meint; bei „2 Guns“ handelt es sich für mich um kein cinematisches Meisterwerk.
Aber nun mal von ganz vorne.

Filmfans werden recht schnell die zahlreichen Referenzen auf die Werke eines Sam Peckinpahs oder Don Siegels entdeckt haben.
Auch erinnert das Werk stellenweise stark an „No Country For Old Mens“ der Cohen-Brüder.
Allerdings erreicht der Film kaum die Qualität dieser Vorbilder.

Regisseur Baltasar Kormákur setzt lieber auf die Humormasche denn Tiefgang, und nimmt dafür eine gewisse inhaltliche Seichtheit in Kauf.
Die Story wirkt zwar rasant erzählt, wirklich komplex wird sie aber zu keinem Zeitpunkt.
Oder ganz allgemein ausgedrückt: der Film fordert seine Zuschauer nie wirklich, bietet dafür solide und leichtverauliche Unterhaltung.

Solide ist sicherlich auch die Machart; man wird „2 Guns“ aber kaum ihretwegen in Erinnerung behalten.
Am ehesten bleibt noch der Tijuana-mässige Soundtrack, insbesonders die Original-Stücke im Gedächtnis, und alleine das Daniele Luppi/Jack White- Spaghettiwestern-Stück „Two Against One“ passt hervorragend in den Streifen.

Die beiden Hauptdarsteller ergänzen sich sehr gut, wobei Washington etwas besser abschneidet.
Es ist zwar nicht seine beste schauspielerische Leistung die er da aufs Parkett legt, doch im Direktvergleich mit Wahlberg wirkt sein Spiel doch eine Spur frischer und spritziger.

Von den Nebendarstellern kann jedoch keiner wirklich überzeugen, was auch daran liegt dass der Plot sie zu stigmatischen Figuren abstempelt, die zum Teil erschreckend klischeehaft wirken.
Aus vielen dieser Charaktere hätte weitaus mehr geholt werden können.

Um auf mein Eingangsstatement zurückzugreifen; kann festgehalten werden dass der Film, wenngleich er auch kein filmischer Höhenflug darstellt, über weite Strecken unterhaltsames Actionkino bietet, jedoch in seiner Gesamtheit nie über den Rand der Mittelmässigkeit kommt

3 von 5 mexikanischen Drogenkartellen

3

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Reviews abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s