Filth

filth6Der schottische Autor Irvine Welsh hat in weiten Kreisen den Status eines Kultautors.
Nach dem Grosserfolg von „Trainspotting“ Mitte der 90er Jahre folgt nun mit „Filth“ eine weitere Filmadaption eines seiner Stoffe.
Bei der schottischen Produktion, die unter anderem auch am diesjährigen Zurich Film Festival gezeigt wurde, führte Jon S. Baird Regie und James McAvoy verkörperte die Hauptrolle.
Jim Broadbent spielte darin  die Rolle eines Bandwurmes, die für den Film ein wenig angepasst wurde.

Uraufführung: 27.9.2013
Regie: Jon S. Baird
Darsteller: James McAvoy, Imogen Poots, Jamie Bell, Eddie Marsan, u.a…

Story:
Bruce Robertson (James McAvoy) ist Polizist in Edinburgh, allerdings kein sonders vertrauenswürdiger.
Denn Bruce säuft wie ein Loch, schnupft jede Menge Kokain, schläft mit den Frauen seiner Kollegen und ist obendrein äusserst korrupt.

Die Polizei-dein Freund und Helfer...

Die Polizei-dein Freund und Helfer…

Als eine polizeiinterne Beförderung ansteht versucht er mit allen Mitteln seine Kollegen auszuschalten.
Allerdings hat er mit immer stärker werdenden Psychosen zu kämpfen, und vermag bald Realität und Fiktion nicht mehr auseinander zu halten.

Der Arzt des Vertrauens...

Der Arzt des Vertrauens…

Trivia:
Der 1998 erschienene „Filth“ gehört zu den beliebtesten Romanen des Schotten Irvine Welsh („Trainspotting“).
Sein Landsmann Jon S. Baird („Cass“) beschloss den Stoff nun zu verfilmen und adaptierte das Buch zu einem Filmscript.

Regisseur Jon. S. Braid und Hauptdarsteller James McAvoy am ZFF (2 u. 3 v. l.)

Regisseur Jon. S. Braid und Hauptdarsteller James McAvoy am ZFF (2 u. 3 v. l.)

Die Hauptrolle des Bruce erhielt der Schotte James McAvoy („The last King of Scottland“), Jamie Bell („The Adventures of Tintin“) spielte dessen Kollege Ray Lennox.

Weitere Mitglieder des Polizeicorps wurden von Emun Elliott („Prometheus“), Gary Lewis („Billy Elliot“), Ron Donachie („Titanic“) und Imogen Poots („The Look of Love“) verkörpert, indess TV-Legende David Soul („Starsky & Hutch“) eine kleine Nebenrolle einnahm.

Eddie Marsan („Sherlock Holmes“) Bladesey spielte Bruce’s gutgläubiger Kumpel, während Shirley Henderson („Harry Potter And The Chamber Of Secrets“) dessen Frau Bunty gab.

Die Rolle des, im Buch vorkommenden, Bandwurmes wurde im Film mit derjenigen des Psychiaters Dr. Rossi zusmmengelegt und von Jim Broadbent („Le Week-End“) dargestellt

Die Kamera führte Matthew Jensen („Chronicle“), Mark Eckersley („Dredd“) übernahm den Filmschnitt.
Gedreht wurde zum Grossteil im schottischen Edinburgh, aber auch Hamburg, und Drehorte in Belgien und Schweden fanden Aufnahmen statt.

Die Musik stammte von Clint Mansell („Requiem For A Dream“), der dazu auch verschiedene englische Weihnachts-Klassiker wie beispielsweise „Winter Wonderland“.

Fazit:
Ich gebe es gerne zu; ich bin ein grosser Fan des britischen Filmschaffens.
Filme im Stil von „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“, „Perrier’s Bounty“ oder eben „Trainspotting“-nach einer Romanvorlage Irvine Welsh’s- gehören zu meinen Lieblingsstreifen.

Auch die neuste Adaption eines Welsh-Romans kann überzeugen.
Regisseur Jon S. Baird gleist den Film als ebenso dreckige wie schwarzhumorige und rasante Komödie auf, wechselt jedoch zum Schluss hin in Richtung eines Psychodramas.

Dieser krasse Wechsel, erfolgt etwas abruppt, die Balance zwischen den beiden Genres gelingt nicht auf Anhieb, und es erfordert etwas Zeit sich daran zu gewöhnen.
Hierbei hilft sicherlich auch Hauptdarsteller McAvoy, der trotz seines jungen Alters den abgefuckten Cop auf erstartige Weise wiedergibt, aber auch dessen innere Kämpfe glaubhaft darstellt.

Aber auch die Nebendarsteller wissen zu überzeugen, insbesonders Jamie Bell, Eddie Marsan und nicht zuletzt Jim Broadbent, der mal wieder eine Paraderolle innehatt.

Die Machart kann ebenfalls überzeugen, und die schnellen Schnitte und musikalische Untermalung des Filmes unterstreichen die Drogentrips und zunehmenden Realitätsverluste des Protagonisten perfekt.

„Filth“ ist ein dreckiges, rasantes und extrem unterhaltsames Schaustück, mit tollen Darstellern und gelungener Machart.
An den stilistischen Wechsel am Ende des Filmes muss man sich allerdings erst gewöhnen.

4 von 5 Linien Koks

4

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