Pinocchio

pinocchio1shNoch während der Produktion von „Snow White And The Seven Dwarfs“ kam Walt Disney das italienische Kinderbuch „Pinocchio“ von Carlo Collodi in die Hände, und er entschloss sich den 1881 erschienenen Stoff zu einer Filmhandlung zu adaptieren.
Beflügelt durch den Erfolg seines ersten abendfüllenden Zeichentrickfilmes, steckte Disney alle verfügbaren Finanzen und Ressourcen in das Projekt, und trieb sowohl die zeichnerische wie auch die technische Entwicklung voran.

Uraufführung: 7.2.1940
Regie: Ben Sharpsteen und Hamilton Luske
Sprecher: Dickie Jones, Cliff Edwards, Evelyn Venable, Christian Rub, u.a…

Story:
Der Schreiner Gepetto (Stimme: Christian Rub) wünscht sich nichts sehnlicher, als dass seine geliebte Holzpuppe Pinocchio (Dickie Jones) ein echter Junge wird.
Eines Nachts erscheint eine blaue Fee (Evelyn Venable) und haucht dem Holzjungen tatsächlich Leben ein.
Allerdings ist er fortan zwar lebendig, doch um ein echter Junge zu werden muss er sich zunächst beweisen.

Like A Puppett on a String...

Like A Puppett on a String…

Als Stütze stellt die Fee ihm die Grille Jiminy (Cliff Edwards) als Gewissen zur Seite.
Doch in der grossen weiten Welt lauern allerhand Gefahren auf Pinocchio, und es fällt ihm schwer immer die richtige Entscheidung zu treffen.

A Bugs Life...

A Bugs Life…

Trivia:
Eigentlich wollte Walt Disney nach „Snow White“, „Bambi“ in Angriff nehmen.
Da sich beim geplanten Projekt allerdings technische Schwierigkeiten auftaten, entschloss er sich zunächst das italienische Kinderbuch „Pinocchio“ von Carlo Collodi zu verfilmen.

Der Film entstand unter der Ägide der beiden Animatoren Ben Sharpsteen und Hamilton Luske.
Weitere am Projekt beteiligte Zeichner waren nebst den „Nine Old Men“ auch Norm Ferguson, Bill Tytla und Art Babbitt.
Die Hintergründe stammten vom Schweden Gustaf Tenggren und dem Schweizer Albert Hurter, während der Deutsche Oskar Fischinger die Spezialeffekte für die blaue Fee kreierte.

Albert Hurter am erstellen eines Bildhintergrundes

Albert Hurter am erstellen eines Bildhintergrundes

Der Kinderstar Dickie Jones („Mr. Smith Goes to Washington“) sprach Pinocchio, während Christian Rub („Swiss Family Robinson“) Geppetto seine Stimme lieh.
Er diente zugleich auch als Bewegungs-Modell für die Zeichner.

Der Broadwaystar Cliff Edwards („Gone with the Wind“) sprach die Grille Jiminy Cricket, Walter Catlett („Mr. Deeds Goes to Town“) den Fuchs, Honest John, indess Mel Blanc, seineszeichen Sprecher von Bugs Bunny dessen Begleiter Gideon einsprach.
Allerdings wurde Blanc’s Text schlussendlich aus dem fertigen Film herausgeschnitten.

Charles Judels („The Great Ziegfeld“) sprach sowohl die Figur des Stromboli’s wie auch den teuflischen Kutscher, während Evelyn Venable („Death Takes a Holiday“) der Blauen Fee ihre Stimme lieh.

Thurl Ravenscroft schliesslich, der bis in die 80er Jahre hinein zahlreiche Nebenrollen in Disney-Produktionen sprach, und als Kelloggs‘ „Tony Tiger“ bekannt wurde, erzeugte die Geräusche des Pottwals Monstro.

Den Soundtrack schrieben wie bei „Snow White And The Seven Dwarfs“ wiederum Leigh Harline und Paul Smith, indess Ned Washington („High Noon“) die Liedtexte beisteuerte.
Der Score gewann den Oscar für die beste Filmmusik und „When You Wish Upon A Star“ jenen für den besten Song.
Das Lied wurde später zum offiziellen Jingle der Disney Studios.

Fazit:
Nach dem Erfolg den man mit dem Erstling hatte, legte man sich – quasi als Bestätigung- bei „Pinocchio“ umso mehr ins Zeug.
Dies sieht man dem Film durchaus an, und gerade in technischer und zeichnerischer Hinsicht ist eine klare Steigerung erkennbar.

Storytechnisch liess sich Disney mehr Freiheiten als noch bei „Snow White“ und kreierte aus Collodi’s Vorgabe eine relativ moderne, etwas amerikanisierte Geschichte, voller Ironie und Zweideutigkeit.
Die inhaltlichen Hänger, die leider vorhanden sind, sind vorallem auf die Episodenhaftigkeit der Grundgeschichte zurückzuführen.

Ganz gelungen sind zudem die Figuren, und deren Gestaltung.
Pinocchio schliesst man von Beginn weg ins Herz, Jiminy Cricket gibt dem Film eine gesunde Portion Humor, und das Schurken-Quintett gefällt ganz gut.
Die Sprechrollen sind zudem sehr gut besetzt, und passen teils besser zu den jeweiligen Rollen, als dies noch beim Vorgänger der Fall war.
Positiv erwähnt werden muss noch der vielfältige Soundtrack und die eingängigen Lieder.

Bei „Pinocchio“ ist auf der ganzen Linie eine klare Steigerung zu erkennen; dank einer etwas moderneren Erzählweise, einem weiterentwickelten Animationsstil und eingängigerem Charakterdesign.

4,5 von 5 Kuckuksuhren

m4.5

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s