Thor

046Nach den beiden ersten „Iron Man“-Filmen und dem dazwischenliegenden Hulk-Reboot, welche den Marvel Studios Millionen in die Kassen spülten, entschloss sich das Studio endgültig die Superheldentruppe „The Avengers“ aufs Kinopublikum loszulassen.
Zunächst wollte man demselbigen jedoch noch weitere Helden des Heroen-Teams präsentieren.
So kam 2011 „Thor“ unter Ägide des Shakespear-Experten Kenneth Branagh in die Kinos.

Uraufführung: 21.4.2011
Regie: Kenneth Branagh
Darsteller: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Anthony Hopkins, u.a…

Story:
Thor (Chris Hemsworth) ist der Gott des Donners, und Sohn des allmächtigen Odins (Anthony Hopkins), dem Herscher über Asgard, der Welt der Götter.
Als er aus Unvernunft eine Krise mit den verfeindeten Frostgiganten auslöst, verbannt ihn sein Vater auf die Erde, wo er seinen übermächtigen Kräften beraubt ist.

"I am the God of hellfire"

„I am the God of hellfire“

Hier trifft er auf die Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman) und Dr. Erik Selvig (Stellan Skarsgård).
Doch während er auf der Erde festsitzt, bannt sich eine intergalaktische Krise an; ausgelöst ausgerechnet von seinem Bruder Loki (Tom Hiddleston).

Two brothers

Two brothers

Trivia:
Die Idee zu einer Verfilmung des 1961 erstveröffentlichten Marvel-Comics „Thor“ hatte Sam Raimi bereits in den 90ern Jahren.
Es dauerte allerdings bis 2006 ehe sich Paramount Pictures gemeinsam mit den Marvel Studios, nach den Erfolgen der Iron Man-Franchise, der Sache annahm.
Mark Protosevich („I Am Legend“) entwickelte 2006 gemeinsam mit J. Michael Straczynski („Changeling“) ein erstes Treatment.
Nachdem unter anderem Matthew Vaughn und Guillermo del Toro im Gespräch für den Regieposten waren, wurde 2008 der Brite Kenneth Branagh („Henry V“) als Regisseur bestätigt.

Kenneth Branagh (r.)

Kenneth Branagh (r.)

Der Australier Chris Hemsworth („Rush“) wurde für die Titelrolle gecastet, indess Natalie Portman („V For Venedetta“) die Wissenschaftlerin Jane Foster spielen sollte.
Oscarpreisträger Anthony Hopkins („Hitchcock“) verkörperte den Göttervater Odin, Rene Russo („Outbreak“) dessen Frau Frigga, und Tom Hiddleston („Only Lovers Left Alive“) Thors Bruder, Loki.

Laufey, der König der Frostgiganten, wurde von Colm Feore („Chicago“) dargestellt, während Idris Elba („Pacific Rim“) den Wächter Heimdall spielte.
Stellan Skarsgård („The Railway Man“) gab den Wissenschaftler Dr. Erik Selvig, eine Figur die eigens für den Film entwickelt wurde.

Clark Gregg („Magnolia“) und Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) spielten wiederum die beiden S.H.I.E.L.D.-Agenten Phil Coulson und Nick Fury und Jeremy Renner („Lords Of Dogtown“) spielte den Superhelden Hawkeye.

Die Filmmusik schrieb Branagh’s Stammkomponist, der Schotte Patrick Doyle („Harry Potter And The Goblet Of Fire“), während Kamera und Schnitt vom Zyprioten Haris Zambarloukos („Mama Mia!“) und Paul Rubell („Collateral“) übernommen wurden.
Gedreht wurde in Kalifornien und New Mexico.

Als Produktionsdesigner fungierten Bo Welch („Batman Returns“) und Maya Shimoguchi („Pirates Of The Caribbean – At Worlds End“), die Kostüme stammen von der Oscarpreisträgerin Alexandra Byrne („Elizabeth: The Golden Age“) indess das französische Studio BUF Compagnie die Computereffekte bewerkstelligte.

Fazit:
Ehe sich die Marvel Studios an „The Avengers“ wagten, wollten sie dem Publikum noch den Gott des Donners, Thor, präsentieren.

Dass man als Regisseur den eher Shakespear-versierten Kenneth Branagh engagierte mag verwundern, betrachtet man jedoch den mythologischen Hintergrund der Figur so passt die Wahl durchaus.

Und tatsächlich, insbesonders die Szenen auf Asgard, die inhaltlich nahe an ein Shakespearsches Königsdrama kommen, sind äusserst gelungen.
Weniger gut kommen da die Szenen auf der Erde daher.
Nicht nur entwickelt sich die Story kaum vorwärts, auch werden diese Charaktere kaum eingeführt.
Der Endfight schliesslich, ist ganz hübsch anzusehen; etwas mehr hätte jedoch schon dringelegen.

Die schauspielerischen Qualitäten reichen von solide (Portman) über toll (Skarsgård, Hemsworth und Hopkins) bis hin zu grossartig.
Letzteres trifft ganz klar auf Tom Hiddleston zu, der in der Rolle des Loki’s sowohl seinen Filmbruder Hemsworth als -Vater Hopkins an die Wand spielt.

Er gibt dem Film der gesamthaft eher etwas einfach gestrikt und zeitweise eher uninspirierend daherkommt eine eigene Klasse.
Gleiches gilt übrigens für die Ausstattung – vorwiegend der Asgard-Szenen – und die wunderbaren Kostüme (oder besser gesagt Rüstungen).
Auch der Soundtrack von Patrick Doyle verfügt über grosse Qualitäten.

„Thor“ gehört trotz eines erstklassigen Casts guter Machart und toller Ausstattung nicht zu den besten Marvel-Universe-Filmen.
Grund dafür sind vorallem die inhaltlichen Hänger im Mittelteil des Streifens.

3.5 von 5 Tellern Götterspeise

3.5

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