Thor – The Dark World

Thor The Dark WorldMit „Thor – The Dark Kingdom“ setzt Marvel nicht nur den 2011 erschienenen „Thor“ fort, sondern auch das Comic-Crossover-Abenteuer „The Avengers“ von 2012.
Während die Hauptrollen erneut von Chris Hemsworth, Natalie Portman und Tom Hiddleston verkörpert wurden, und Anthony Hopkins wiederum den Göttervater Odin spielte, nahm auf dem Regiesessel neu Alan Taylor, der sich als Regisseur einiger „Game Of Thrones“-Folgen eine gewisse Bekanntheit erarbeitete, platz.

Uraufführung: 22.10.2013
Regie: Alan Taylor
Darsteller: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Christopher Eccleston, u.a…

Story:
Am Anfang der Zeiten regierten die Dunkelelfen unter dem bösen Malekith (Christopher Eccleston) das Universum.
Mittels einer mächtigen Waffe, dem sogenannten Äther, versuchten sie die Welten in ewige Dunkelheit zu stürzen.
Doch durch das Eingreifen der Götter von Asgard konnte dies verhindert, die Dunkelelfen vertrieben, und der Äther tief im Innern der Erde vergraben werden.

Die Guten, der Böse...

Die Guten, der Böse…

Tausende von Jahren später findet die Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman) zufälligerweise mitten in London den Äther.
Dies ruft sogleich Malekith und seine Handlanger auf den Plan.
Zum Glück hat Jane keinen geringeren als Donnergott Thor (Chris Hemsworth) als Freund.
Dieser versucht mit allen Mitteln Jane zu schützen, und geht dafür sogar ein zweifelhaftes Bündniss mit seinem Bruder, dem hinterlistigen Loki (Tom Hiddleston) ein.

...und die Hässlichen

…und die Hässlichen

Trivia:
Noch ehe „Thor“ 2011 in den Kinos anlief, und sich „The Avengers“ noch in Produktion befanden, schmiedete man bei Marvel Studios bereits Pläne zu einem Sequel rund um den Donnergott.
Kenneth Branagh, Regisseur des Erstlings zog sich jedoch von dem Projekt zurück, sodass ein neuer Regisseur gefunden werden musste.
Unter anderem war die „Monster“-Regisseurin, Patty Jenkins im Gespräch, ehe schliesslich Alan Taylor („Kill The Poor“) engagiert wurde.

Regisseur Aron Taylor am Set

Regisseur Aron Taylor am Set

Während die meisten Darsteller aus Teil 1 auch hier wieder ihre Rollen einnahmen, gab es einige neue Figuren, die neu besetzt werden mussten.
Der Brite Christopher Eccleston („G.I. Joe: The Rise of Cobra“) verkörperte Malekith, während der nigerianischstämmige Adewale Akinnuoye-Agbaje („The Mummy Returns“) dessen Handlanger Algrim gab.
Jonathan Howard („World war Z“) spielte Jane Fosters Praktikant Ian während der Irische Komiker Chris O’Dowd („This Is 40“) einen ihrer Datingpartner spielte.

Eine Neubesetzung gab es zudem bei der Figur von Thor’s Kumpel Fandral.
Zachary Levi („Tangled“) ersetzte hier Joshua Dallas, der den Part noch in „Thor“ verkörperte.
Stan Lee hatte wie stets bei „Marvel“-Filmen einen kleinen Cameo-Auftritt.

Mit Kenneth Branagh verliess auch Komponist Patrick Doyle das Projekt; neu stammte die Musik von Brian Tyler der dank seiner Arbeit an der „Iron Man“-Reihe bereits vertraut mit Marvel war.
Die Kamera führte Kramer Morgenthau („Godsend“), indess sich Dan Lebental („Iron Man“) und Wyatt Smith („Nine“) den Schnitt teilten.
Das Production Design stammte von Charles Wood und Ray Chan (beide „Wrath Of The Titans“).

Die Dreharbeiten konzentrierten sich hauptsächlich auf England und die Küstenregion Islands, während Innenaufnahmen in den legendären Shepperton Studios entstanden.

Fazit:
„Thor“ zählt für mich nicht unbedingt zu den besten Filmen der „Avengers“-Reihe, und so war ich nun umso gespannter auf dessen Fortsetzung.
Was sogleich auffällt ist die Steigerung im visuellen Bereich.
Asgard wirkt noch detailgenauer, bei der Ausstattung (die bereits im Erstling ganz gut gefiel) hat man sich nochmals mächtig ins Zeug gelegt, und das CGI wirkt wesentlich besser als noch vor zwei Jahren.

Was ebenfalls ins Auge sticht ist die ungewöhnliche Herangehensweise.
Der Film erinnert in seiner Art nur ganz selten an das Marvel-Universe; S.H.I.E.L.D. oder amerikanische Schauplätze sucht man vergebens, das Augenmerk richtet sich denn auch mehr auf die zahlreichen Welten jenseits der unseren, und insgesammt wirkt „Thor – The Dark World“ auch mehr wie ein Fantasy-Abenteuer mit Sci-Fi-Elementen und erinnert irgendwie an Guillermo Del Toro’s „Hellboy“-Filme.

Schauspielerisch sticht ganz klar das Trio Hemsworth, Portman und Hiddlestone heraus.
Während Chris Hemsworth ein weiteres Mal eine solide Performance als Hammerwerfer Thor aufs Parkett legt, gefällt Natalie Portman ein gutes Stück besser als noch im Vorgänger.
Tom Hiddleston spielt hingegen erneut grossartig, und er darf zu recht als der (mit Abstand) beste Schurke der „Avengers“-Filme bezeichnet werden.

Dagegen wirkt der eigentliche Oberbösewicht, Christopher Eccleston etwas überflüssig.
Ausser böse dreinschauen und ein Dialekt von sich geben der entfernt an J.R.R.Tolkien’s Hochelbisch erinnert, hat der Gute nicht viel zu tun.

Die Story selbst gibt insgesamt zwar nicht allzuviel her, hält allerdings die eine oder andere interessante Idee und Wendung bereit.
Zudem behält der Film stets ein gewisses Level an Humor.
Dies rettet ihn auch über das eine oder andere dramaturgische Schlagloch.

„Thor – The Dark World“ ist nicht gerade sonders inovativ und das Grundgerüst des Filmes eher dünn.
Auch wirkt er nicht direkt wie ein weiteres „Avengers“-Abenteuer.
Punkten kann der Streifen mit seiner Machart und den Hauptdarstellern.
Insgesamt gefiel er mir einen Zacken besser als der Vorgänger.

4 von 5 Hammerschlägen

4

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