Don Jon

01Joseph Gordon-Levitt, seines Zeichen als Schauspieler bekannt, präsentiert mit „Don Jon“ sein Regiedebut.
Gordon-Levitt spielt in der (x-ten) Adaption des klassischen Don Juan-Themas den legendären Frauenheld – der hier zu einem Pornosüchtigen gradiert wird – gleich selber.
Nebst ihm treten in dem Film unter anderem auch Scarlett Johansson und Julianne Moore  als zwei seiner „Erroberungen“ auf.

Uraufführung: 18.1.2013 (Sundance Film Festival)
Regie: Joseph Gordon-Levitt
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore, Rob Brown, u.a…

Story:
Jon -genannt „Don Jon“ Martello, Jr. (Joseph Gordon-Levitt) liebt den täglichen Besuch im Fitnesszenter, sein SS Camaro, seine Familie, den allsonntäglichen Kirchgang, seine Kumpels Bobby (Rob Brown) und Danny (Jeremy Luke), Frauen,- vor allem aber seine Porno-Filme.

A Single Woman

A Single Woman

Sein täglicher Pornokonsum nimmt auch nicht ab, als der Frauenschwarm die attraktive Barbara (Scarlett Johansson) datet.
Als diese jedoch hinter sein „Geheimnis“ kommt, stellt sie ihn vor die Wahl: Beziehung oder Pornos.

Legally Blonde

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Trivia:
2008 schrieb Schauspieler Joseph Gordon-Levitt („Lincoln“) ein Drehbuch um die Figur des Frauenheldes Don Juan.
Sowohl Rian Johnson („Looper“) als auch Christopher Nolan („The Dark Knight Rises“) schlugen Gordon-Levitt’s Regieangebot aus, sodass er sich schlussendlich entschied den Film selbst zu realisieren.

Joseph Gordon-Levitt hinter der Kamera

Joseph Gordon-Levitt hinter der Kamera

Die Hauptrolle bot er zunächst seinem Kollegen Channing Tatum an, als dieser jedoch ablehnte, entschloss er sich gleich auch noch den Hauptpart zu übernehmen.
Scarlett Johansson („Avengers“) spielte Barbara indess Julianne Moore („Hannibal“) Esther, die reifere Kollegin Jon’s gab.
Tony Danza („Cannonball Run II“) und Glenne Headly („Dick Tracy“) verkörperten seine Eltern, Brie Larson („Scott Pilgrim vs. the World“) seine Schwester.

Rob Brown („The Dark Knight Rises“) und Jeremy Luke („Interpretation“) gaben Jon’s Kumpel Bobby und Danny, indess Paul Ben-Victor („Point Blank“) den Priester, der den ganzen Film über nie zu sehen ist, spielte.
Anne Hathaway („Les Misérables“), Channing Tatum („White House Down“) und Cuba Gooding, Jr. („The Butler“) hatten Cameo-Auftritte als Hollywood-Stars inne.

Die Dreharbeiten, die 2012 begannen fanden Grösstenteils in Los Angeles statt, der Österreicher Thomas Kloss („Conan“) führte die Kamera, die Cutterin Lauren Zuckerman („The Deep End“) übernahm den Schnitt und Nathan Johnson („Looper“) schrieb die Musik.
Der Film feierte seine Premiere am Sundance Film Festival, wo er überaus positiv aufgenommen wurde.

Fazit:
Dass Joseph Gordon-Levitt ein guter Schauspieler ist, ist unlängst bekannt, dass er auch ein Händchen als Regisseur hat, will er nun mit „Don Jon“ zeigen.

Und tatsächlich; „Don Juan“ ist ein Film der auf ganzer Linie überzeugt.
Als bitterböse Gesellschafts-Saitire, die eiskalt mit der Pornoindustrie und der Oberflächigkeit der amerikanischen Gesellschaft abrechnet, und keine, noch so üble Schmuddelei auslässt, zieht Gordon-Levitt seinen Film auf.
Die Figuren sind in ihrer Klischiertheit teils arg an der Grenze des Ertragbaren, jedoch driften sie die ganze Filmdauer über nie ab.
Intressanterweise beginnt der Film eher oberflächlich, gewinnt jedoch gegen den Schluss hin viel Tiefe und eine gewisse Ernsthaftigkeit.

Inszeniert wird das Ganze in einem fotorealistischem Stil, mit herausgeputzten Bildern und schnellen Schnitten, und perfekt untermalt von Nathan Johnson’s stimmigem Score und einer erstklassigen Tonabmischung.

Auch die Darstellerriege die Gordon-Levitt versammelt, kann durchs Band überzeugen.
Er selbst ist schlicht genial als Italo-Amerikanischer Macho der vornehmlich mit breitestem Slang spricht, und er kann der Figur, insbesonders in der zweiten Hälfte, sogar Einiges an Charaktertiefe abgewinnen.
Scarlett Johansson ist nicht nur optisch ein Hingucker, auch schauspielerisch kann die Dame mal wieder überzeugen, und Julianne Moore spielt schlicht erstklassig.

Erwähnt werden sollten auf alle Fälle noch Tony Danza, Glenne Headly und Brie Larson als total kranke und abgefuckte Familie.

Mit „Don Jon“ ist Joseph Gordon-Levitt ein geniales Regiedebüt gelungen, dass auf den ersten Blick äusserst plump und klischiert daherkommt, sich bei genauerem Hingucken jedoch als sehr gesellschaftskritisch entpuppt.
Die Bildsprache und der Schnitt sind erste Sahne, ebenso der Tonschnitt und der Soundtrack.

5 von 5 Adult Movies

5

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