Last Vegas

last-vegas-posterNach der „Hangover“-Trilogie kommt mit „Last Vegas“ ein weiteres Las Vegas- Jungesellenparty-Abenteuer auf die Leinwand.
Der Unterschied zu den Filmen der „Hangover“-Reihe?
Im neuesten Film von Regisseur Jon Turteltaub feiert niemand Geringerer als die vier Oscarprämierten Hollywoodstars Michael Douglas, Robert De Niro, Morgan Freeman und Kevin Kline als gäbe es kein Morgen mehr.
„Hangover“ mit Klasse sollte man also meinen.
Oder etwa nicht?

Uraufführung: 1.11.2013
Regie: Jon Turteltaub
Darsteller: Michael Douglas, Robert De Niro, Morgan Freeman, Kevin Kline, u.a…

Story:
Billy (Michael Douglas), Paddy (Robert De Niro), Archie (Morgan Freeman) und Sam (Kevin Kline) sind seit Kindsbeinen beste Kumpels.
Mittlerweile haben sich ihre Wege zwar getrennt, als jedoch Bill beschliesst in den Hafen der Ehe überzutreten, organisieren seine Freunde für ihn einen Jungesellenabschied.

Die schrillen vier in Vegas

Die schrillen vier in Vegas

Die Fete soll an keinem geringeren Ort als Las Vegas steigen.
Doch beim Eintreffen der vier Kumpels in der sündigen Stadt macht sich nicht nur Vorfreude auf das kommende Week-End breit, auch alte Wunden reissen plötzlich wieder auf.

Sing along

Sing along

Trivia:
Auf Basis eines Drehbuches von Dan Fogelman („Crazy, Stupid, Love“), drehte Regisseur Jon Turteltaub („Natinal Treasure“) „Last Vegas“

Regisseur Jon Turteltaub

Regisseur Jon Turteltaub

Für die Hauptrollen wollte er die Oscarpreisträger Robert De Niro („Silver Linings Playbook“), Morgan Freeman („Now You See Me“), Kevin Kline („A Fish Called Wanda“) und Jack Nicholson verpflichten.

Während De Niro, Freeman und Kline sofort zusagten, lehnte Nicholson das Rollenangebot ab und wurde von Michael Douglas („Wall Street“) „beerbt“.

Die weibliche Hauptrolle der Barsängerin Diana ging an Mary Steenburgen („The Help“); auch sie eine Oscarpreisträgerin.
In weiteren Rollen waren unter anderem Romany Malco („The 40-Year-Old Virgin“) als Hotelpage Lonnie, oder das polnische Model Weronika Rosati als Billy’s Verlobte Veronica zu sehen.

Der DJ und Musiker Redfoo und der Rapper 50 Cent hatten kleine Cameo-Auftritte als sich selbst.

Der Musiker und Sänger Mark Mothersbaugh („Lords Of Dogtown“) schrieb den Soundtrack, indess David Hennings („Horrible Bosses“)die Kameraführung, und David Rennie („Idiocracy“) den Filmschnitt übernahm.
Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Las Vegas und Atlanta statt.

Fazit:
„Last Vegas“ wurde stets mit „The Hangover“ verglichen; und wirklich, gewisse Parallelen gibt es.
Allerdings auch grosse Unterschiede.
Während beim Zweitgenannten und seinen Fortsetzungen die Story und der vergleichsweise derbe Humor im Vordergrund stehen, so lebt „Last Vegas“ in erster Linie von seinem Cast, den man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen muss.

Denn zugegeben, in Sachen Storytelling erfindet Jon Turteltaub das Rad nicht neu, und viel Neues und Unerwartetes bietet er nicht gerade.
Der Humor fusst daher auch weniger auf dem Erlebten der Figuren, sondern bezieht sich grösstenteils auf deren Alter.
Hier beweisen die vier grosse Selbstironie, und wenn beispielsweise Kevin Kline eine Mittzwanzigerin anbaggert, oder Morgan Freeman einen Tanz aufs Parkett legt, bleibt kein Auge trocken.

Auch wenn der eine oder andere Witz etwas gar plump und invantil daherkommt, und ein zeitweiliger Hang in Richtung Trivialität nicht abzustreiten ist, so kann der Film an gewissen Punkten doch eine erstaunliche Reife und Figurentiefe an den Tag legen.

Zu verdanken ist das, wie gesagt, insbesonders den vier Hauptdarstellern, von denen zwar Jeder genügend Platz bekommt um in der jeweils Darstellertypischen Manier agieren können, die sich aber immer vorzüglich ergänzen.
Mary Steenburgen rundet das Spiel der vier mit ihrer, ebenfalls sehr starken, Performance gut ab und überzeugt nicht nur schauspielerisch, sondern auch gesanglich.

„Last Vegas“ bietet keine besonders inovative Handlung, glänzt dafür mit einem erstklassigen Cast.
Was „RED“ oder „The Expendables“ für das Actionkino waren, ist „Last Vegas“ für den Comedyfilm; ein Klassentreffen der ganz grossen Stars.

4,5 von 5 Tässchen Valiumtee

4.5

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Reviews abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s