Peter Pan

PeterpanRKONachdem er sich bereits mit „Alice In Wonderland“ einem englischen Kinderbuchklassiker annahm, doppelte Walt Disney 1953 mit „Peter Pan“ gleich nach.
Das, auf einem Theaterstück basierende Kinderbuch von James M. Barrie, beschäftigte Disney schon seit den dreissiger Jahren.
Wie bereits bei „Cinderella“ und „Alice In Wonderland“, musste die Produktion während dem Krieg jedoch auf Eis gelegt, und konnte erst 1945 wieder aufgenommen werden.

Uraufführung: 5.2.1953
Regie: Clyde Geronimi, Hamilton Luske, Wilfred Jackson
Sprecher: Bobby Driscoll, Kathryn Beaumont, Hans Conried, Margaret Kerry, u.a…

Story:
Peter Pan (Stimme: Bobby Driscoll) ist der Junge der fliegen kann, und niemals erwachsen werden will.
Eines Nachts dringt er mit seiner Fee, Tinker Bell, in das Haus der Londoner Familie Darling ein.
Die drei Kinder, Wendy (Kathryn Beaumont), John (Paul Collins) und Michael (Tommy Luske) sind hellbegeistert von dem Besuch.

London Sightseeing

London Sightseeing

Peter nimmt die Darling’s mit nach Neverland, wo sie allerlei Abenteuer mit Indianern, Meerjungfrauen und Peter’s Bande der verlorenen Jungen erleben.
Doch Vorsicht ist geboten, den der hackenschwingende Piratenkapitän Hook (Hans Conried) und seine Crew sind stets hinter Peter Pan her…

He's A Pirate...

He’s A Pirate…

Trivia:
Seit er als Kind eine Theateraufführung von James M. Barrie sah, war Walt Disney von dem Stoff begeistert.
Bereits in den 30ern und 40ern entwarf Art Director David S. Hall („The Greatest Story Ever Told“) erste Konzeptzeichnungen; wie so viele Projekte rückte das Vorhaben während der Kriegsjahre jedoch in den Hintergrund.

Nach dem Krieg nahm man die Arbeit an „Peter Pan“, beflügelt vom Erfolg von „Cinderella“, wieder auf.
Mary Blair („Cinderella“) entwarf komplett neue Konzept- und Farbentwürfe indess die Animatorengruppe der sogenannten „Nine Old Men“, die Figuren schufen.
Es war dies nicht nur der letzte Disney-Film an dem Blair mitwirkte, auch war es der letzte Streifen bei dem sämtliche der „Nine Old Men“ verreint waren.

Die "Nine Old Men" Les Clark, Marc Davis, Ollie Johnston, Milt Kahl, Ward Kimball, Eric Larson, John Lounsbery, Wolfgang Reitherman, Frank Thomas

Die „Nine Old Men“: Les Clark, Marc Davis, Ollie Johnston, Milt Kahl, Ward Kimball, Eric Larson, John Lounsbery, Wolfgang Reitherman, Frank Thomas

Unter Ägide von Clyde Geronimi, Hamilton Luske und Wilfred Jackson, die bis dato bei allen Disney-Filmen, seit Kriegsende, Regie führten, begann nun die Produktion.
Wie schon bei den Vorgängern stellte man ganze Szenen nach und arbeitete mit echten Schauspielern, an denen sich die Animatoren orientieren konnten.

Margaret Kerry („If You Knew Susie“) die eine der Meerjungfrauen sprach, stand so etwa Modell für die Elfe Tinker Bell
Die beiden Disney-Kinderstars Bobby Driscoll („Treasure Island“) und Kathryn Beaumont („Alice In Wonderland“) liehen Peter Pan und Wendy die Stimmen.
Paul Collins („Evan Almighty“) und Tommy Luske sprachen ihre Brüder John und Michael.

Hans Conried („Bus Stop“) synchronisierte sowohl den Vater der Darlings als auch Captain Hook.
Dies war ganz im Geiste des Originalstückes, in dem die beiden Rollen stets von ein und demselben Darsteller verkörpert wurden.
Bill Thompson („Alice In Wonderland“) sprach indess die Rolle von Hook’s Handlanger, Mr. Smee, und Candy Candido („The Fox and the Hound“) und die Kanadierin Corinne Orr („Speed Racer“) sprachen den Indianerhäuptling und dessen Tochter, Tiger Lily.

Die Filmmusik schrieb Oliver Wallace („Lady And The Tramp“), während Sammy Fain („Alice In Wonderland“) und Sammy Cahn („Ocean’s 11“) die Lieder beisteuerten.
Gewisse Songs wurden zu Melodien verworfenen Lieder aus „Alice In Wonderland“ neu geschrieben; und für das Leitmotiv des Krokodils wurde der Song „Never Smile At A Crocodile“, den Frank Churchill („Snow White And The Seven Dwarfs“) in den 30er Jahren schrieb, verwendet.

Fazit:
Nach dem, meiner Meinung nach, eher gewöhnungsbedürftigen „Alice In Wonderland“, präsentiert uns Walt Disney mit „Peter Pan“ einen Film der wieder näher am altbekannten und bewährten Disney-Stil ist.
Dies gilt insbesonders für die Story, die hier besser gefällt als noch beim Vorgänger, wenngleich sie auch nicht die erzählerische Dichte von „Cinderella“ aufweist.
Auch zeichnerisch versucht man sich an den Look der älteren Filme anzupassen.

Zwar erreicht man nicht der Realismus von Bambi, dennoch gefällt der Gesamtlook ganz gut.
Bei den Figuren und Animationen hat man indess den cartoonigen Stil beibehalten, was sehr gut funktioniert.
Ohnehin ist das Figurendesign gelungen und mithilfe toller Synchronsprecher – insbesonders Hans Conried und Bill Thompson sind köstlich – werden diese spielend zum Leben erweckt.
Mit Captain Hook hält der Film zudem einen ebenso hinterlistigen wie überdrehten Schurken; herrlich.

Bei der Musik, einem elementaren Film jedes Disney-Filmes, verhält es sich indess ähnlich wie bei „Alice In Wonderland“; es hat wenige Lieder die hängenbleiben.
Der Score gefällt insgesamt etwas besser, kommt aber auch nicht an frühere Werke ran.

Mit „Peter Pan“ geht es langsam wieder bergauf im Disney-Kanon, ganz nach oben reicht es dem Film dann dennoch nicht.

3,5 von 5 Prisen Feeenstaub

m3.5

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2 Antworten zu Peter Pan

  1. Owley schreibt:

    Ich weiss gar nicht, ob es jetzt noch meine Review braucht. Ist ja quasi Wort für Wort dasselbe. 😉

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