The Sword In The Stone

sword_in_the_stone„The Sword In The Stone“ gehört bis heute zu den eher weniger bekannten Disney-Filmen, und dies obschon er auf dem gleichnamigen Roman von T.H. White – einem Kollegen von C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien – basiert, welcher zu den frühesten Werken der Fantasyliteratur zählt.
Disney-historisch ist der Film zudem interessant, ist es doch der letzte Zeichentrickfilm dessen Premiere noch zu Walt Disney’s Lebzeiten stattfand.
Zudem feierten hier die Sherman-Brothers ihren Einstand als Disney-Komponisten.

Uraufführung: 22.12.1963
Regie: Wolfgang Reitherman
Sprecher: Karl Swenson, Junius Matthews, Martha Wentworth, Norman Alden, u.a…
Story:
England im frühen Mittelalter: Nach dem Tod des Königs steht das Königreich ohne Herrscher da.
Derjenige der das legendäre Schwert Excalibur aus dem Stein, in welchem es steckt, ziehen kann, soll den Thron besteigen.

The Sword of Avalon

The Sword of Avalon

Der Zauberer Merlin (Stimme: Karl Swenson) wartet auf den Auserkorenen.
Dass es sich bei diesem ausgerechnet um den Küchenjungen Wart (Rickie Sorensen) handelt, hätte sich jedoch selbst der allwissende Merlin nicht träumen lassen.

Hogwarts finest

Hogwarts finest

Trivia:
Bereits 1939 erwarb Walt Disney die Filmrechte am nur gerade ein Jahr zuvor erschienenen Artus-Roman „The Sword In The Stone“ von T.H.White.
Bill Peet („Pinocchio“) schrieb ein Drehbuch, welches aber – wie so viele- in den Schubladen der Disney Studios verschwand.

T. H. White

T. H. White

Nachdem White 1958 eine überarbeitete Form des Buches herausbrachte, entschloss sich Disney den Stoff zu verfilmen.
Wolfgang Reitherman („Sleeping Beauty“) wurde erstmals die alleinige Filmregie übertragen.
Er sollte diesen Posten fortan, und bis Anfangs der 80er Jahre, bei sämtlichen Disneyfilmen innehaben.
Wie bereits bei „One Hundred And One Dalmatians“ wurde auch hier wieder mit dem Xerographenverfahren gearbeitet, das eine kostengünstige Animation erlaubte.

Rickie Sorensen („Tarzan’s Fight For Life“), und Richard und Robert Reitherman, die beiden Söhne von Regisseur Wolfgang Reitherman sprachen Wart, Karl Swenson („The Birds“) lieh Merlin seine Stimme, und Junius Matthews („Mary Poppins“) synchronisierte dessen Eule Archimedes.

Martha Wentworth („One Hundred and One Dalmatians“) sprach den Part der Hexe, Madam Mim, während Sebastian Cabot („The Jungle Book“) den Ziehvater von Wart, Sir Ector, verkörperte, und Norman Alden („Ed Wood“) dessen Sohn, Sir Kay.
Alan Napier („Marnie“) schliesslich, der später den Butler Alfred in der „Batman“-Fernsehserie gab, intonierte Sir Pellinore.

George Bruns („Sleeping Beauty“) komponierte den Soundtrack, während erstmals die beiden Brüder Richard M. und Robert B. Sherman („Mary Poppins“) die Lieder schrieben.
Die Filmmusik wurde 1964 für den Oscar nominiert.

Fazit:
Nach dem Ausflug ins moderne London, kehrt Disney mit „The Sword In The Stone“ wieder in das Genre zurück, welches dem Studio die grössten Erfolge brachte; der Märchenfilm.

Doch bei T.H. White’s Artus-Adaption ging die Rechnung nicht ganz auf, was sicherlich nicht am Stoff liegt – wurde „Camelot“, die Realadaption des Buches, doch 1967 zu einem durchschlagenden Kinoerfolg.
„The Sword In The Stone“ lief zwar zu seiner Zeit auch ganz gut, mit den Grosserfolgen von „Snow White“ oder „Cinderella“ konnte der Film nicht mithalten, und heute zählt das Werk zu den eher weniger bekannten Disneyfilmen.

Stilistisch reicht der Film sicherlich nicht an die früheren Filme heran; dennoch hat er seinen eigenen Charme.
Dieser liegt, wie so oft auch hier bei den Figuren die mal wieder grossartig daherkommen, und nach wie vor die Handschrift der „Nine Old Men“ tragen.
Man wollte sich wieder mehr an „Sleeping Beauty“ annähern, und tatsächlich; in seinen besten Momenten kommt der Film demselbigen sehr sehr nahe.

Die grösste Schwäche liegt jedoch im Storytelling.
Den die Geschichte kommt extrem episodenhaft daher, weist viele dramaturgische Schlaglöcher auf, und hangelt sich von Höhepunkt zu Höhepunkt.
Zu diesen zählt sicherlich der Kampf zwischen Merlin und Madame Mim (welcher dem Film zu seinem deutschen Titel „Die Hexe Und Der Zauberer“ verhalf), der doch einige witzige Einfälle bereithält.
Ohnehin ist der Humor des Filmes seine grosse Stärke, und trägt ihn über weite Strecken.
Hinzu kommen die Lieder der Sherman Brothers, welche einen kleinen Vorgeschmack auf deren grosse Hits späterer Filme bietet.

Leider vermögen sie es nicht, den Film auf ein höheres Niveau zu heben; denn wo keine Story vorhanden ist, hilft auch Witz und gute Animation nicht viel.
Dass „The Sword In The Stone“ bis heute ein Schattendasein fristet, mag nicht gerechtfertigt sein, hat aber durchaus nachvollziehbare Gründe.

3.5 von 5 Zaubersprüchen

m3.5

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