The Jungle Book

The_jungle_book_poster„The Jungle Book“ welches lose auf der Mowgli-Geschichte aus Rudyard Kipling’s gleichnamigem Buch basiert, ist der letzte Film, an dem Walt Disney noch aktiv beteiligt war.
Auch wenn der Film erst 1967, also über ein halbes Jahr nach seinem Tod, in die Kinos kam, so wurde ein Grossteil der Produktion noch unter seiner Führung geplant und realisiert.
Der Film vereint zudem unter seinen Sprechern die beiden Jazzsänger Phil Harris und Louis Prima und George Sanders.

Uraufführung: 18.10.1967
Regie: Wolfgang Reitherman
Sprecher: Bruce Reitherman, Phil Harris, George Sanders, Louis Prima, u.a…

Story:
Der Waisenjunge Mowgli (Stimme: Bruce Reitherman) wächst im indischen Dschungel unter der Obhut des Panthers Bagheera (Sebastian Cabot) auf.
Als der Tiger Shere Khan (Georg Sanders), der einst schwor, alle Menschen umzubringen, in die Gegend kommt, beschliessen die Tiere den Menschenjungen zu den Seinesgleiche zu bringen.

Crouching Tiger, Hidden Snake

Crouching Tiger, Hidden Snake

Doch die Reise ist beschwerlich und allerlei Gefahren lauern auf Mowgli.
Dieser möchte jedoch ohnehin im Dschungel bleiben; am liebsten beim Bären Baloo (Phil Harris) – der Gemütlichkeit in Person.

Down by the River

Down by the River

Trivia:
Auf Bestreben des Drehbuchautores Bill Peet („One Hundred And One Dalmatians“) hin, entschied sich Walt Disney dafür, die Verfilmung von Rudyard Kipling’s „The Jungle Book“ anzupacken.
Nachdem der Vorgänger „The Sword In The Stone“ nicht den gewünschten Erfolg erzielte, involvierte sich Disney selbst wieder verstärkt in den Entstehungsprozess.

Während die Regie erneut dem deutschstämmigen Wolfgang Reitherman („The Sword In The Stone“) übertragen wurde, übernahm Animator Ken Anderson („Snow White And The Seven Dwarfs“) die Leitung über das Figurendesign und der Maler Al Dempster („Mary Poppins“) war für die Hintergrundmalerei und die Farbgebung des Filmes verantwortlich.

Wolfgang und Bruce Reitherman

Wolfgang und Bruce Reitherman

Regisseur Reitherman’s Sohn Bruce („The Many Adventures Of Winnie The Pooh“) lieh Mowgli die Stimme, Jazzsänger Phil Harris („The Aristocats“) dem Bären Baloo und Sebastian Cabot („The Sword In The Stone“) Bagheera.
Die Animation des Affenkönigs, King Louie, wurde stark von seinem Sprecher, der Jazz-Legende Louis Prima („The Man Called Flintstone“) inspiriert, nach welcher die Figur (die im Roman noch namenlos ist) auch benannt wurde.

Oscarpreisträger George Sanders („All About Eve“) lieh Shere Khan seine wuchtige Stimme, während Sterling Holloway („Dumbo“) die Schlange Kaa synchronisierte.
J. Pat O’Malley („Alice in Wonderland“) sprach den Anführer der Elefanten, Colonel Hathi, indess Ron Howard’s Bruder, Clint („Frost/Nixon“), dessen Sohn seine Stimme lieh.
Die Disney-Legende Verna Felton schliesslich, intonierte Winifred, Hathi’s Frau, und damit zum zweiten Mal nach „Dumbo“ eine Elefantenkuh.
Es war Felton’s letzte Filmrolle, sie starb am 14. Dezember 1966, nur einen Tag vor Walt Disney’s Tod.

Während George Bruns („Sleeping Beauty“) die Filmmusik schrieb, wurde zunächst Terry Gilkyson („Slaughter Trail“) als Komponist der Lieder engagiert.
Dieselbigen wurden aber als zu düster befunden, sodass er durch die Brüder Robert und Richard Sherman, die bereits Songs zu „The Sword In The Stone“ schrieben, ersetzt wurde.
Das einzige Lied von Gilkyson das es in den endgültigen Film schaffte war „The Bare Necessities“, welches für einen Oscar nominiert wurde.

Der Film feierte gut ein halbes Jahr nach Walt Disneys Ableben seine Premiere.
Er war weltweit ein durchschlagender Erfolg, was beispielsweise die Tatsache beweist, das er bis heute der erfolgreichste Film ist, der je in Deutschland lief.

Fazit:
„The Jungle Book“ gehört für mich zu den besten Disney-Filmen überhaupt.
Der Film überzeugt auf ganzer Ebene, die Geschichte ist gut erzählt, die Charaktere sprechen an, das Design und die Bilder die der Film bietet gefallen auf ganzer Ebene und der Soundtrack und die jazzigen Songs sind grossartig.

Man merkt, dass Disney seine Leute (ein letztes Mal) zu Höchstleistungen antrieb.
Wenngleich auch nicht mehr die akribische Handarbeit und künstlerische Innovation eines „Sleeping Beauty“ vorherrscht, so steht man demselbigen in nichts nach.

Die Hintergründe sind wunderschön, die Farbgebung satt, und das Figurendesign und die Charakteranimation sind spritzig.
In Sachen Synchronisation setzt der Film neue Massstäbe, Phil Harris etwa ist schlicht perfekt für die Rolle des gemütlichen Baloo’s, Sterling Holloway als lispelnde Schlange absolut schräg und mit Georg Sanders hat man einen grossartigen Schurken.

Ohnehin ist Sheer Kaan ein toller Antagonist; und wenngleich sich seine Leinwandpräsenz nur auf wenige Minuten beschränkt, so hinterlässt er doch – dank perfektem Spannungsaufbau – bleibenden Eindruck.
Das Drehbuch schafft es erstaunlicherweise, trotz relativ wenig Handlung, eine spannende Story zu kreieren, die ein wenig wie ein Coming of Age-Film wirkt.
Der Film bietet zudem auch viele witzige Momente, wie etwa die Schlacht um den Affentempel, die militärische Elefantenpatrouille oder die vier Geier, die (nicht ganz zufälligerweise) an vier Jungs aus Liverpool erinnern.

Apropos Musik; der Soundtrack ist grossartig und die Lieder gehören für mich zu den besten Disneysongs aller Zeiten.
Sei es „The Bare Necessities“, „I Wan’na Be Like You“ oder das A-Capella-Stück „That’s What Friends Are For“; die Lieder fetzen allesamt und sind absolut zeitlos.

„The Jungle Book“ ist ein Film der hervorragend unterhält, schöne Bilder und gute Animationen bietet und eine grossartige Liedauswahl liefert – was will man mehr?

5 von 5 Expeditionen in den Indischen Dschungel

m5

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2 Antworten zu The Jungle Book

  1. donpozuelo schreibt:

    Mein persönlicher Lieblingsfilm!!! Tolle Songs, tolle Charaktere und einfach nur perfekte Unterhaltung!!!

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