Malavita – The Family

3154149_120x160-malavita-famille-bd „Malavita – The Family“, der aktuell in unseren Kinos läuft, vereint nebst der französischen Regielegende Luc Besson, die Oscarpreisträger Robert De Niro und Tommy Lee Jones, sowie Michelle Pfeiffer vor der Kamera.
Dass der Film dennoch mehrheitlich negative Kritik einstecken musste verwunderte mich daher sehr; hielt mich aber nicht davon ab, mir den Film anzusehen.

Uraufführung: 13.9.2013
Regie: Luc Besson
Darsteller: Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Tommy Lee Jones, Dianna Agron, u.a…

Story:
Mitten in der Nacht zieht die Familie Blake in ein Haus in einenem abgelegenen französichen Dorf in der Normandie.
Der Grund dafür; Vater Blake (Robert De Niro), heisst eigentlich Giovanni Manzoni, und war ein Mafiosi.
Allerdings hat er mehrere „Freunde“ an die US-Behörden geliefert, weswegen er nun untertauchen musste.

Eine schrecklich üble Familie

Eine schrecklich üble Familie

Während Frau Maggie (Michelle Pfeiffer) ihre liebe Not und Mühe mit dem französischen Lebensstil hat, verguckt sich Tochter Belle (Dianna Agron) sogleich in einen hübschen Franzosen, und Sohn Warren (John D’Leo) schlägt dem Vater nach, und errichtet in der örtlichen Schule ein Syndikat.

NSA-Agent...

NSA-Agent…

Trivia:
„Malavita – The Family“ basiert auf dem Mafiaroman „Malavita“ des Franzosen Tonino Benacquista.
Sein Landsmann, der Regisseur Luc Besson („Léon“) adaptierte den Stoff in ein Drehbuch und verfilmte dieses gleich auch selbst.
Er griff dabei auf seine Stammcrew zurück, unter anderem den Kameramann Thierry Arbogast („Nikkita“) und Schnittmeister Julien Rey („The Lady“).

Regisseur Luc Besson (m.) mit seinen Hauptdarstellern

Regisseur Luc Besson (m.) mit seinen Hauptdarstellern

Für den Cast konnten Robert De Niro („Taxi Driver“) und Michelle Pfeiffer („Batman Returns“) als Fred (Giovanni) und Maggie sowie Tommy Lee Jones („Men In Black“) als FBI-Zeugenschutzbeauftragter Robert Stansfield gewonnen werden.
Dianna Agron („I Am Number Four“) und John D’Leo („Cop Out“) gaben die Kinder Belle und Warren, indess Jon Freda („Instinct“) den Killer Rocco verkörperte.

Die Filmmusik schrieben Evgueni und Sacha Galperine (beide „Eva“), sie griffen aber auch auf diverse bestehende Stücke etwa von den „Gorilaz“ zurück.
Gedreht wurde in der Normandie und in New York City.
Innenaufnahmen entstanden in den Pariser Filmstudios Cité du Cinéma.

Fazit:
Dass „Malavita – The Family“ mehrheitlich schlechte Kritik einstecken musste, leuchtet mir wie Eingangs gesagt, absolut nicht ein.
Klar, der Film passt nicht in das Schnittmuster der klassischen Hollywoodkomödien, ist teilweise sehr schwarz und bietet einige Gewaltszenen; ihn deshalb abzustrafen finde ich etwas gar voreilig.

Denn es ist immerhin eine Mafia-Komödie, die uns Besson hier auftischt, und da darf es durchaus mal etwas rauher zugehen.
Wenn man dies erstmal akzeptiert hat, gefällt der Film durchaus; birgt er doch die eine oder andere Anspielung an Mafia-Klassiker wie „The Untouchables“ oder „Godfellas“ und mit Robert De Niro eine der Schauspielergrössen des Genres.

Ohnehin ist es ein Genuss De Niro zuzusehen; er spielt mal wieder in Höchstform.
Grosse Klasse sind selbstverständlich auch Tommy Lee Jones (knautschig wie immer) und Michelle Pfeifer, die den Amerikanisch-Französischen Kulturkampf munter vorantreibt.
Dieser, ebenfalls ein grosses Thema des Filmes, gefällt ganz gut, und wenn amerikanischer Snobismus auf französisches Savoir Vivre trifft, dann merkt man das Luc Besson, der ja bekanntlich zwischen den beiden Welten hin und her switcht, voll und ganz in seinem Element ist.

Auch wenn die Grundstory – zugegebenermassen – nicht wirklich anspruchsvoll ist, so präsentiert Besson sie in recht ansprechender Form.
Dies gilt sowohl inhaltlich wie aber auch in Sachen Machart.
Kameramann Thierry Arbogast erzielt tolle Bilder, und auch der Soundtrack, gefällt, nicht zuletzt dank der verwendeten Originalstücke, ganz gut.

„Malavita – The Family“ ist eine nicht allzu anspruchsvolle, dennoch gut unterhaltende witzige und schwarzhumorige Gangsterkomödie, die dank einem starken Cast und toller Kameraarbeit überzeugt, und sich dabei augenzwinkernd vor den Genregrössen verbeugt.

4 von 5 maliger Verwendung des Wörtchens „Fuck“ (multipel einsetzbar…)

4

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2 Antworten zu Malavita – The Family

  1. Anita schreibt:

    stimme ich voll und ganz zu … ich verstehe auch nicht, warum der film so viel negative kritiken erhalten hat, ich fand ihn durchaus gelungen und unterhaltsam 🙂

  2. grc1996 schreibt:

    Extrem lustig uns super unterhaltsamer Film mit sehr gut ausgewählten Darstellern die diesem Film einen unverwechselbaren Charakter geben. Selbst für die kleinen eine gute Abendunterhaltung, trotz auch einmal sehr sarkastischen Bemerkungen.

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