Robin Hood

Robin HoodMit „Robin Hood“ nahm man sich bei Disney dem (auch filmhistorisch) äusserst populären, englischen Volkshelden an, der bekanntlich von den Reichen nimmt und den Armen gibt.
Im Gegensatz zu den Filmen von Erol Flynn und Konsorte, spielte die Geschichte hier nicht in einem menschlichen Umfeld, sondern in der Tierwelt.
Der Folk- und Country-Star Roger Miller steuerte die Lieder zum Filmsoundtrack bei und Oscarpreisträger Peter Ustinov sprach den Filmschurken, Prinz John.

Uraufführung: 8.11.1973
Regie: Wolfgang Reitherman
Sprecher: Brian Bedford, Monica Evans, Peter Ustinov, Phil Harris, u.a…

Story:
England im Mittelalter; Robin Hood (Stimme: Brian Bedford) lebt mit Little John (Phil Harris) im Sherwood Forrest und raubt die Reichen aus, um die Beute später an die arme Bevölkerung zu verteilen.

What does the fox say?

What does the fox say?

Diese hat es bitter nötig, denn unter dem geldgierigen Prinz John (Peter Ustinov), dem Bruder König Richard’s, und seinen Häschern, muss sie imens hohe Steuern zahlen, und das Leben alles ist andere als leicht.

The Kings Thumb

The Kings Thumb

Trivia:
Ursprünglich plante man bei Disney einen Film über die Fabelfigur des Reineke Fuchs zu machen.
Im Laufe der Produktion entschied man sich jedoch, eine „greifbarere“ Geschichte zu wählen, und stiess auf den englischen Volkshelden Robin Hood.
Die aus der Fabelwelt stammenden Tierfiguren wurden allerdings beibehalten.

Ken Anderson („One Hundred And One Dalmatians“) und Larry Clemmons („The Aristocats“) schrieben ein Drehbuch, und Wolfgang Reitherman („The Jungle Book“) wirkte erneut als Regisseur und Produzent an dem Film mit – es war dies der letzte Film bei dem er alleine Regie führte.

Als Sprecher für Robin Hood war zunächst „Monthy Phyton“-Mitglied Terry Jones vorgesehen, schliesslich lieh jedoch Brian Bedford („Grand Prix“) der Figur seine Stimme.
Monica Evans („The Aristcats“) gab Maid Marian, und Jazzsänger Phil Harris („The Jungle Book“) sprach mit der Figur von Little John zum dritten (und letzten) Mal in Folge ein Disney-Charakter.
Oscarpreisträger Peter Ustinov („Quo Vadis“) vertonte Prinz John (übrigens auch in der deutschen Fassung), und der britische Komiker Terry-Thomas („Those Magnificent Men In Their Flying Machines“) sprach dessen Berater Sir Hiss.

Peter Ustinov

Peter Ustinov

Pat Buttram („The Fox and the Hound“) intonierte den Sheriff von Nottingham, Andy Devine („A Star Is Born“) und Carole Shelley („Hercules“) den Mönch, Bruder Tuck und die Zofe, Lady Kluck.

Folk-Sänger Roger Miller, der den Barden sprach schrieb gemeinsam mit Johnny Mercer („Breakfast At Tiffanys“) und Floyd Huddleston („The Aristocats“) die Filmsongs.
George Bruns („Sleeping Beauty“) komponierte unterdessen – zum letzten Mal in seiner Disney-Karriere – den Soundtrack.
Der Song „Love“ wurde für einen Oscar nominiert.

Fazit:
Obwohl „Robin Hood“ der erste, vollständig ohne Einwirken Walt Disneys entstandene Film des Studios ist, macht demselbigen alle Ehre.
Es ist ein witziger, toll erzählter Adventure-Film, der gut unterhält.

Nur schon die Idee, die Figuren zu animalisieren, und dadurch eine Art Fabelnwelt zu erzeugen, ist genial.
Die Figuren sind indess mal wieder sehr gut charakterisiert und animiert, und ein weiteres Mal mit einem tollen Voicecast unterlegt.
Insbesonders Peter Ustinov sticht aus dem Ensemble herraus, und erzeugt einen ebenso witzigen wie durchgeknallten Schurken, der zu den stimmlich interesantesten Disneyfiguren gehört.

Beim Soundtrack liess man Roger Miller freie Hand, wodurch ein sehr Folk-lastiger Score entstand, der gefällt.
George Bruns Orchestration passt sich zwar sehr gut an den Songs an, doch er behält die Jazz-Elemente der früheren Filme bei, und erzeugt dadurch eine stimmige Mischung.

Wenn auch der künstlerische Stil von „Robin Hood“ nicht etwa ein „The Jungle Book“ oder gar „Sleeping Beauty“ heranreicht, und es zudem kein Geheimmnis ist, dass ganze Animationssequenzen aus früheren Filmen „übernommen“ wurden, so strahlt der Film doch einen ganz eigenen Charme aus.

„Robin Hood“ beweist das ein Disney-Zeichentrickfilm auch mit einem einfacheren künstlerischem Stil funktionieren kann; sofern er eine gute Story, spannende Erzählweise und ansprechende Charaktere beinhaltet.
Der Folk-Soundtrack und die Songs gefallen gut und mit Peter Ustinov wird dem Publikum zudem ein grossartiger Sprecher geboten.

4.5 von 5 Bogenpfeilen

m4.5

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